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Artikel und Hintergründe zum Thema

Nagelplattenbinder

Jessica Stütz,

Frischzellenkur fürs Wohnheim

Auf dem Campus der TU Kaiserslautern gewinnt ein Leuchtturmprojekt jetzt neue Strahlkraft. Unter dem filigranen Dach aus Nagelplattenbindern und ETFE-Kissen lebt und studiert es sich jetzt nämlich klimaneutral.

Das industriell gefertigte filigrane Tragwerk aus Nagelplattenbindern verbindet Ökonomie und Ästhetik

© Thomas Brenner/Kaiserslautern

Das Dach des Studentenwohnheims ESA (Energiesparendes Studentenwohnheim Architektur) war nach fast vier Jahrzehnten in die Jahre gekommen. Kondenswasser war überall ins Gebälk des Dachs eingedrungen: Feuchtigkeit brach sich Bahn, der Abriss drohte. 2019 dann ein erster Erfolg: Das Land Rheinland-Pfalz stellt den innovativen Bau aus seriell gefertigten Elementen und innovativen Materialien unter Denkmalschutz. 2020 trat dann die neu gegründete Stiftung der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) als Bauherr und Betreiber auf den Plan, warb Fördermittel ein und nahm die Sanierung in Angriff. Tatkräftig unterstützt vom Fachbereich Architektur, ehemaligen Bewohnern und Studenten, die sich auf der Baustelle tatkräftig engagierten.

Zur statischen Berechnung des Entwurfs für die 39 m lange und 18 m breite Dach- bzw. Hallenkonstruktion kam die Firm MiTek ins Boot. Mit einem erfahrenen Ingenieurteam bietet der Entwickler von Softwarelösungen für den Holzbau und Hersteller von Nagelplatten auch einen umfassenden Statik- und Arbeitsvorbereitungsservice an. „Es gab sehr strenge geometrische Vorgaben“, erzählt Tragwerksplaner Jochen Scherer. „Die Herausforderung bestand darin, dass alle Bauteile präzise darauf abgestimmt werden mussten.“ So musste beispielsweise auch die Füllstabanordnung exakt eingehalten werden. Scherers Kollege Manuel Macfalda übernahm bei der Planung die Berechnung der Geometrie. 

Dass der Planungsprozess dabei völlig reibungslos funktionierte, lag nicht zuletzt an der engen Absprache mit der Architektin und dem Kaiserslauterner Ingenieurbüro IG Bauplan GmbH, das die Anschlussdetails zur Verfügung stellte – die digitale und vernetzte Bauwerksplanung über BIM machte es möglich. „Wir konnten uns auf diese Weise quasi millimetergenau abstimmen“, erinnert sich Jochen Scherer.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie im E-Paper mikado 04.2024.

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