Baustelle

Susanne Frank,

Maßgeschneiderte Fahrzeuge für alle Einsätze am Bau

Das Baukastensystem der DAF CF-Baureihe ist variantenreich wie kaum ein anderes. Die Palette reicht von Zwei-, Drei- und Vierach-sern mit unterschiedlichen Achskonfigurationen, diversen Radständen und verschiedenen Motorisierungen. Deren Leistungen variiert zwischen 224 und 510 PS. Hinzu kommen noch drei Fahrerhausvarianten.

Die mittelschwere DAF CF-Baureihe ist als Fahrgestell und Sattel-zugmaschine mit den Radformeln 4x2, 6x2, 6x4, 8x2 und 8x4 ver-fügbar. Das Angebot reicht vom Kipper mit 18 Tonnen Gesamtge-wicht, über drei- und vierachsige Solo-Fahrgestelle unterschiedlicher Bauart bis 32 Tonnen bis hin zu Sattelzugmaschinen für 40 und mehr Tonnen Gesamtzuggewicht.

Einige Modelle der CF-Baureihe hat DAF speziell für das Bauge-schäft konzipiert. Sie sind äußerlich an den hoch und geschützt montierten Anbauteilen, an der größeren Bodenfreiheit oder an den Trittstufen und Haltegriffen am Fahrerhaus erkennbar.

Hinzu kommen Komponenten für den Antriebsstrang wie Nebenan-triebe, robuste Federpakete oder spezielle Achsaggregate, die einen DAF zum praxisgerechten Baufahrzeug formen. Ganz unabhängig vom Einsatz verfügen alle DAF-Fahrzeuge über äußerst sinnvolle Ausstattungsmerkmale wie Stoßstangen aus Stahl und Lexan-Scheinwerfergläser aus Kunststoff, wie sie nicht überall im Markt zu finden sind. Deren Vorteile sind eindeutig: hohe Robustheit, geringe Anfälligkeit und weniger Schäden.

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Und auch im Detail hat DAF Trucks die Lkw vom Typ CF65, CF75 und CF85 auf den harten Einsatz vorbereitet. Dazu zählen beispielsweise flexible Einstiegsstufen, Kühlerschutzplatte oder Schutzgitter für die Kombilampen im Stoßfänger.

Weil die Anforderungen in der Baubranche deutlich höher und vielfältiger als im Fernverkehr sind, liefert DAF für solche Einsätze ein umfangreiches Programm an Motoren, Getrieben und Achsen. Mit denen lässt sich auch der Triebstrang nach individuellen Wünschen zusammenstellen.

Für den Antrieb stehen drei unterschiedlich große und wirtschaftli-che Reihen-Sechszylinder-Motoren mit 6,7, 9,2 oder 12,9 Liter Hubraum zur Wahl. Gemeinsame Kennzeichen sind eine elektronische Kraftstoffeinspritzung und die SCR-Technik zur Abgasnachbehandlung.

Während der kleinste Motor über eine Common-Rail-Einspritzung verfügt, arbeiten die beiden größeren mit der so genannten SMART-Hochdruckeinspritzung. Die Selective Catalytic Reduction (SCR) oder selektive katalytische Reduktion ist heute die wirtschaftlichste Lösung, um die strengen europäischen Normen der Schadstoffemissionen nach Euro 5 und EEV zu erfüllen.

Je nach Einsatz können die GR-, PR- und MX-Motoren von PACCAR mit verschiedenen Getrieben in unterschiedlicher Gangzahl und mit verschiedenen Antriebsachsen kombiniert werden. Das weich schaltende manuelle Sechs- und Neunganggetriebe kommt im DAF CF65 zur Anwendung.

Für den DAF CF75 und DAF CF85 stehen optimierte 8-, 9-; 12- und 16-Gang-Getriebe mit manueller Schaltung parat. Das manuelle Ge-triebe kann optional mit Servoshift ausgerüstet werden, um den Schaltkomfort weiter zu verbessern.

Für alle CF-Typen gibt es darüber hinaus auf Wunsch die automatisierten Getriebe namens AS-Tronic von ZF. Neben dem Automatik-Modus lassen sich die zwölf Gänge auch manuell schalten. Je nach Einsatzzweck kann zwischen einer reinen Straßen- oder einer Straßen/Gelände-Programmierung ausgewählt werden.

Die speziell für Off-Road-Einsätze entwickelte Geländesoftware sorgt im Vergleich zur Straßenversion für eine schnellere Getriebeschaltung und Kupplungsbedienung, wodurch ein Freischaukeln möglich wird. Dadurch lässt sich der Automatik-Modus auch abseits befestigter Straßen nutzen.

Eine zusätzliche Berganfahrhilfe kann der Fahrer per Drucktaste im Armaturenbrett zuschalten. In der Summe führt die AS-Tronic zu mehr Komfort für den Fahrer und zu geringeren Kraftstoffverbräu-chen.

Die Vielfalt setzt sich bei den Antriebsachsen und Doppelachsaggregaten fort. Je nach Gesamtgewicht und Antriebsachslast stehen unterschiedliche Varianten zur Wahl. Für den schweren Einsatz mit regelmäßigen Off-Road-Fahrten liefert DAF eine doppelt angetriebene Tandemachse mit Außenplanetengetriebe und 21 oder 26 Tonnen technischer Tragkraft für Gesamtzuggewichte bis 120 Tonnen. Diese macht im Fahrgestell für Kipper, Betonmischer und Betonpumpen sowie in 6x4-und 8x4-Zugmaschinen eine gute Figur.

Die bewährte Acht-Lenker-Tandemachsaufhängung gewährleistet eine hervorragende Geländegängigkeit aufgrund der hohen Rollstabilität und des großen Pendelweges von 270 Millimeter. Letzteres garantiert eine hohe Zugkraft im Gelände, da die Räder perfekt der Bodenkontur folgen können. Die serienmäßigen Quer- und Längssperren müssen seltener zugeschaltet werden.

Ein weiterer Vorteil birgt die Acht-Lenker-Aufhängung: auf nutzlast-mindernde und wartungsintensive Stabilisatoren lässt sich verzich-ten. Die Trapezfederungen der Doppelachse hat DAF zusätzlich mit Stahlauflagen oder Silentblöcken bestückt. Letztere verhindern Be-wegungsgeräusche und erhöhen den Fahrkomfort.

Des Weiteren gehören für die Baureihen CF65, CF 75 und CF85 ein elektronisches Bremssystem (EBS) und der Bremsassistent "Brake Assist" zur Standardausstattung. Optional sind eine Antischlupfregelung (ASR), DAF-Kamerasysteme, ein Spurassistent (LDWS) und der adaptive Tempomat (ACC) mit Auffahrwarnsystem (FCW) zu haben.

Komplettiert wird die Ausrüstung der DAF Baufahrzeuge durch eine Vielzahl an Nebenantrieben wie beispielsweise an der Motor-Vorderseite, am Schwungrad oder am Getriebe, ohne den es in der Baubranche nicht geht.

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