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Artikel und Hintergründe zum Thema

Fassadengestaltung

Max Kandler,

Tonality-Fassade für den Verwaltungsbau der Stadtwerke Hof

Die Stadtwerke Hof haben ihr Verwaltungsgebäude auf dem Betriebshof der bayerischen Stadt umfassend saniert und energetisch optimiert. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Fassadengestaltung, die nicht nur funktional, sondern auch visuell einzigartig sein sollte und das Erscheinungsbild des Landkreises prägt. Dieses Ziel wurde durch die vorgehängte hinterlüftete Tonality-Fassade von Leipfinger-Bader erreicht. Die vertikale Verlegung der profilierten Keramikelemente mit einer matt-beigen Oberfläche erzeugt eine interessante Tiefenwirkung. Zudem ist die verwendete High-End-Keramik besonders leicht und bot damit eine ideale Lösung für das statisch herausfordernde Mischmauerwerk unter der alten Fassadenbekleidung.

Werkseitig integrierter Graffitischutz, der niemals erneuert werden muss: Sollte die Fassade einmal unerwünscht bemalt werden, lassen sich die Schmierereien ganz einfach mit einem weichen Tuch und einer alkohol- oder lösungsmittelhaltigen Lösung oder entsprechenden Graffiti-Entfernern abwischen. © Fotostudio Groh

Sanierung eines Verwaltungsgebäudes aus den 1970er Jahren

Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Hof aus den 1970er Jahren wies erhebliche energetische und brandschutztechnische Mängel auf. Bei der Sanierung wurde das Gebäude so umgestaltet, dass es äußerlich einen nahezu neuen Charakter erhielt. Neben der gestalterischen Neuausrichtung wurden auch bauliche Mängel behoben, wie etwa der Ausbau des Rettungswegs. Das Bürogebäude verfügte ursprünglich nur über einen Rettungsweg, weshalb zwei Fluchttreppen angebaut wurden. Auch die Fenster wurden komplett erneuert, und die Fassade wurde vollständig ersetzt. Nach der Sanierung erreicht das Gebäude den Effizienzhaus-70-Standard.

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Große Dachterrasse mit Blick über die Altstadt

Der Verwaltungsbau, ein Stahlbetonskelettbau mit vier Ebenen und einer Gesamtfläche von 3.260 Quadratmetern, erhielt im Zuge der Sanierung eine Dachterrasse von über 200 Quadratmetern. Diese Terrasse dient den Mitarbeitern als Pausenbereich und wird auch für Veranstaltungen genutzt. Besonders hervorzuheben ist der unverbaute Blick auf die Hofer Altstadt. Eine Überdachung mit beklebten Gläsern sorgt dafür, dass die Terrasse auch bei schlechtem Wetter genutzt werden kann.

Durchdachtes Lichtkonzept

Die Erweiterung des Treppenhauses um ein Stockwerk ermöglichte die Installation eines Oberlichts, durch das Tageslicht in das Gebäude strömt. Im Brandfall dient es auch der Rauchabführung. Der Besprechungsraum erhielt ein neues Lichtkonzept, das eine Decke mit einem geschwungenen LED-Deckensegel umfasst. Vertikale LED-Linienleuchten erzeugen ein beeindruckendes Lichtschauspiel und eine besondere Atmosphäre.

Herausfordernder Sanierungsuntergrund

Die Stadtwerke Hof entschieden sich für eine lebenslang widerstandsfähige Fassadenlösung von Tonality. © Fotostudio Groh

Auch die Fassade des Verwaltungsgebäudes wurde im Rahmen der Sanierung neu gestaltet. Die Tonality-Keramikfassade von Leipfinger-Bader wurde auf einer Fläche von 1.200 Quadratmetern installiert. Die Architekten von beyer architekten hatten den Wunsch, eine Fassade zu schaffen, die im Landkreis Hof aufgrund ihres einzigartigen Charakters Aufmerksamkeit erregt. Die profilierten Keramikelemente werden durch klare, gebänderte Fensterflächen unterbrochen, während die Ecken durch die Keramikelemente wie in einem Bilderrahmen zusammengefasst werden.

Beim Rückbau der alten Fassade zeigte sich, dass das darunterliegende Mischmauerwerk weniger tragfähig war als ursprünglich angenommen. Fassadenmaterialien mit zu hohem Gewicht konnten daher nicht verwendet werden. Die Lösung war die High-End-Keramik von Leipfinger-Bader, die im Vergleich zu traditionellen Fassadenziegeln besonders leicht und dennoch robust ist. Mit nur 40 Kilogramm pro Quadratmeter und einer sichtbaren Profiltiefe von etwa 30 Millimetern konnte die Fassade problemlos montiert werden. Michael Klein, Key Account Manager bei Leipfinger-Bader, erklärte: „Im Zuge der Rückbauarbeiten wurde schnell klar, dass die Entscheidung für unsere High-End-Keramik im Vorfeld der Baumaßnahmen goldrichtig war. So konnten die statischen Anforderungen zuverlässig erfüllt, die Baustelle planmäßig weitergeführt und die neue Fassade problemlos errichtet werden.“

Fassade unterstreicht den Gebäudecharakter

Der Anspruch der Architekten an ein energieeffizientes Gebäude, das Ressourcen schont, spiegelt sich auch in der Wahl der Fassadenfarbe wider. Die Tonality-Keramikelemente wurden in der Farbe Beige aus der Nature Collection von Leipfinger-Bader ausgewählt. Auf Wunsch der Architekten erhielt die Oberfläche der Keramikelemente einen besonders matten Charakter. Jede Keramikfassade wird individuell gefertigt, um den spezifischen Charakter eines Gebäudes optimal zur Geltung zu bringen.

Vertikale Elementmontage für besondere Tiefenwirkung

Ein besonderes Merkmal der neuen Fassade ist die Wahl der Oberflächengeometrie „Montano“. Erhebungen in Form von unterschiedlich ausgeprägten Stegen erzeugen ein Relief, das je nach Lichteinfall und Sonnenstand unterschiedliche Schattenspiele hervorruft. Diese Tiefenwirkung wird durch die vertikale – statt horizontale – Montage der profilierten Montano-Keramikelemente noch verstärkt. Michael Klein betonte: „Mit unserer Keramikfassade und den verschiedenen Montagearten können wir jeden Kundenwunsch exakt erfüllen. Vor allem im Vergleich zu klassischen Fassadensystemen punktet unsere Tonality-Keramikfassade durch ihre unnachahmliche Tiefenwirkung.“

Langlebigkeit und geringe Wartung

Die Tonality-Fassade überzeugt nicht nur optisch, sondern auch durch ihre bauphysikalischen Eigenschaften. Sollte die Fassade durch Graffitis verschmutzt werden, können diese problemlos mit einem weichen Tuch und einer alkohol- oder lösungsmittelhaltigen Lösung entfernt werden. Die Tonality-Oberflächen sind säure- und laugenbeständig, und der Reinigungsprozess beschädigt die Keramik nicht. Dies reduziert die Wartungsaufwendungen erheblich und sorgt für eine langfristige, pflegeleichte Lösung. Der Graffitischutz ist von Anfang an in die Fassade integriert und bleibt über die gesamte Lebensdauer erhalten.

Die neue Fassade des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke Hof wird auch in vielen Jahrzehnten ihre heutige Qualität beibehalten, sowohl in Bezug auf Farbe als auch auf die auffällige Oberflächenstruktur der Keramikelemente.

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