Nachhaltige Zukunft
Recyclingziegel "Poroton-R0,8": Nachhaltiges Bauen erreicht Marktreife
Mit dem Poroton-R0,8 bringt Schlagmann Poroton ab Januar 2025 den ersten rein keramischen Recyclingziegel auf den Markt.
Dieser innovative Hintermauerziegel, der zu über 30 Prozent aus Recyclingmaterial besteht, erfüllt höchste bauphysikalische Anforderungen und markiert den Beginn der nachhaltigen Produktlinie Poroton-R. In Zukunft sollen weitere Ziegel für unterschiedliche Einsatzbereiche folgen.
Marktreife für nachhaltigen Baustoff
Der vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassene Poroton-R0,8 steht für eine neue Ära des ressourcenschonenden Bauens. Trotz seines hohen Recyclinganteils bietet der Ziegel die bewährte Qualität konventioneller Produkte. Die Zahl 0,8 bezieht sich auf die Rohdichte in kg/dm³ und gibt die Masse des Ziegels im Verhältnis zu seinem Volumen an - ein entscheidender Faktor für Gewicht und Handling. „Mit dem Poroton-R0,8 beweisen wir, dass Nachhaltigkeit und Qualität Hand in Hand gehen können.
Der innovative Ziegel schont wertvolle Primärrohstoffe und zeigt, dass klimaschonendes Bauen in der Praxis funktioniert. Bauen nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip ist das Ziel. Das ist die Zukunft des Bauens und mit dem Poroton-R0,8 sind wir auf dem richtigen Weg“, sagt Johannes Edmüller, Geschäftsführer von Schlagmann Poroton.
Nachhaltigkeit im Bauwesen: Ressourcenschonung durch Recycling
Die Bauwirtschaft ist eine der ressourcenintensivsten Branchen weltweit. Vor diesem Hintergrund ist Recycling ein zentraler Ansatz für eine nachhaltige Zukunft. Schlagmann Poroton verfolgt das Ziel, Bauabfälle wie Ziegelbruch durch innovative Verfahren wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Bereits seit 2014 forscht das Unternehmen im firmeneigenen Forschungszentrum Ziegel an der Entwicklung von Recyclingziegeln, die gänzlich ohne zusätzliche Bindemittel wie Zement auskommen.
Kreislaufwirtschaft als Schlüssel für Nachhaltigkeit
Integraler Bestandteil der nachhaltigen Produktstrategie ist das von Schlagmann Poroton entwickelte Rücknahmesystem. Seit 2016 erhalten Baustellen bei der Anlieferung von Perlit-Ziegeln spezielle Recyclingbehälter. Diese sammeln Ziegel- und Perlitreste, die anschließend aufbereitet und der Produktion wieder zugeführt werden. Abgerundet wird das Konzept durch eine abfallfreie Produktion: Auch Produktionsabfälle und Schleifstäube fließen wieder in den Produktionsprozess ein.
Poroton-R0,8: Wirtschaftlich und umweltfreundlich
Der Poroton-R0,8 wurde speziell für Innenwände entwickelt und verbindet hohe bauphysikalische Leistungsfähigkeit mit ökologischen Vorteilen. Durch den Einsatz von über 30 % Sekundärrohstoffen reduziert der Ziegel den Verbrauch von Primärrohstoffen und senkt gleichzeitig den CO₂-Ausstoß bei der Herstellung erheblich.
Dieser Innenwandziegel ist jedoch nur der erste Schritt: Schlagmann Poroton plant, die Produktlinie Poroton-R auf weitere Anwendungsbereiche auszudehnen. So soll das Potenzial von Recyclingbaustoffen in Zukunft noch umfassender genutzt werden.
Forschen für die Zukunft des Bauens
Das Forschungszentrum Ziegel arbeitet bereits an der nächsten Generation von Recyclingziegeln. Ziel ist es, Produkte mit bis zu 70 % Sekundärrohstoffen herzustellen und dabei innovative, emissionsarme Produktionsverfahren einzusetzen. Ein Beispiel ist die strombasierte Mikrowellentechnologie, die beim Trocknen und Brennen der Ziegel mehr als 50 % der bisher eingesetzten Primärenergie einspart. „Mit dem Poroton-R-Ziegel setzen wir neue Maßstäbe für die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen.
Der Poroton-R0,8 ist erst der Anfang - wir planen, das Potenzial von Recyclingmaterialien weiter auszubauen und damit den ökologischen Fußabdruck von Ziegeln nachhaltig zu reduzieren“, so Edmüller abschließend. Der Poroton-R0,8 zeigt, dass nachhaltiges Bauen nicht nur möglich, sondern bereits Realität ist - ein Meilenstein für Schlagmann Poroton und die gesamte Baustoffbranche.













