zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Preisatlas Handwerk 2026

Damir Mioc,

Fachkräftemangel prägt Preise und Auslastung

Für die aktuelle Ausgabe wurden insgesamt 575 Handwerksbetriebe aus verschiedenen Branchen befragt. Die Analyse liefert einen umfassenden Überblick über die aktuellen Stundensätze verschiedener Gewerke und dient Handwerksbetrieben als fundierte Orientierung für ihre eigene Preisgestaltung. „Das Handwerk arbeitet vielerorts am Limit. Volle Auftragsbücher treffen auf fehlende Fachkräfte – und genau diese Spannung treibt zunehmend die Preise“, sagt Benno Quade, Co-CEO der OneQrew GmbH. „Gleichzeitig wird es für Betriebe immer wichtiger, ihre Preisstruktur aktiv zu steuern und vorhandene Kapazitäten gezielt einzusetzen, um Aufträge wirtschaftlich umzusetzen“, ergänzt Christoph Stoica, ebenfalls Co-CEO der OneQrew GmbH.

Die Co-CEOs der OneQrew GmbH: Benno Quade (r.) und Christoph Stoica © Axel Griesch

Die Auslastung der Betriebe bleibt auf hohem Niveau: 73 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Auftragslage als gut oder sehr gut, lediglich 6 Prozent berichten von freien Kapazitäten. Parallel dazu steigen die Stundensätze weiter: Der durchschnittliche Preis für eine Meisterstunde liegt aktuell bei rund 73 Euro, eine Gesellenstunde bei etwa 64 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 0,7 Prozent bei Meister- und rund 3 Prozent bei Gesellenstunden. Besonders in Bereichen wie Elektrotechnik oder Metall- und Anlagenbau zeigen sich deutliche Zuwächse, während andere Gewerke eine differenziertere Entwicklung aufweisen.

Anzeige

„Die Preisentwicklung ist Ausdruck eines strukturellen Wandels. Steigende Lohn- und Materialkosten sowie der Fachkräftemangel zwingen viele Betriebe dazu, ihre Kalkulation anzupassen“, so Quade. Betriebsgröße und Fachkräfte als zentrale Faktoren Der aktuelle Preisatlas zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Stundensatz: Mit wachsender Unternehmensgröße steigen die durchschnittlichen Preise signifikant, insbesondere bei Meister- und Technikerleistungen. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel ein zentraler Engpass: 70 Prozent der Betriebe suchen aktuell Mitarbeitende, im Schnitt fehlen rund 1,4 Fachkräfte pro Unternehmen. In der Folge können viele Betriebe Aufträge nur verzögert annehmen oder müssen Anfragen ablehnen.

Effiziente Prozesse und der gezielte Einsatz digitaler Lösungen gewinnen daher weiter an Bedeutung. „Größere Betriebe profitieren von effizienteren Abläufen und klarerer Positionierung. Wer seine Preise kennt und seine Abläufe gezielt steuert, schafft die Grundlage für stabile Aufträge und langfristige Wettbewerbsfähigkeit“, erklärt Stoica. Orientierung für Preisgestaltung und Strategie Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse deutliche Unterschiede zwischen Regionen und Gewerken. In wirtschaftsstarken Ballungsräumen liegen die Stundensätze signifikant höher als in strukturschwächeren Regionen.

Der „Preisatlas Handwerk 2026“ bietet konkrete Vergleichswerte für die eigene Preisgestaltung und strategische Planung. Betriebe erhalten eine fundierte Grundlage, um ihre Marktposition realistisch einzuordnen und wirtschaftliche Entscheidungen abzusichern. „Moderne digitale Lösungen unterstützen Handwerksbetriebe dabei, ihre Abläufe effizienter zu gestalten – ob bei Angebotserstellung, Rechnungsprozessen oder der mobilen Projektabwicklung auf der Baustelle. Plattformen wie MyOneQrew bündeln zentrale Prozesse und helfen, administrative Aufwände zu reduzieren. In der Praxis bedeutet das: weniger Zeit im Büro, dafür mehr Zeit auf der Baustelle und beim Kunden“, betont Stoica. Mehr Informationen unter www.oneqrew.com.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren