Digitaler Bautag der VHV Allgemeine
"Komplexität und Kosten reduzieren"
Die Bauwirtschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen – doch es gibt auch Lösungen: Der digitale Bautag der VHV Allgemeine im April 2024 bot Vorträge und Diskussionen mit Expertinnen und Experten aus Bauwirtschaft, Architektur und Recht zu den großen "Baustellen" der Branche: Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit, die schwierige Auftragslage im Wohnungsbau, Digitalisierung und Cybersicherheit.
Zum Auftakt formulierte Dr. Angelo O. Rohlfs, Vorstand für Vertrieb und Marketing, den Anspruch der VHV: "Die Unternehmen in der Bauwirtschaft stehen weiterhin vor einer Vielzahl an Herausforderungen: die schwierige Lage im Wohnungsbau, Preissteigerungen, aber auch die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung begleiten die Branche fortlaufend. In Zeiten dieser Transformation steht die VHV der Bauwirtschaft verlässlich und partnerschaftlich zur Seite und unterstützt mit Wissen, Erfahrungsaustausch und den entsprechenden Produktlösungen."
Herausforderung Wohnungsbau
"Vor allem das Wohnungsbaujahr 2024 bleibt eine echte Herausforderung für die baugewerblichen Unternehmen, die rund 85 Prozent der Wohnungen in Deutschland bauen. Jetzt sind die Auftragsbücher leer und der Druck auf die Beschäftigung wächst – und das bei größter Wohnungsnot in Deutschland", so Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe. "Insgesamt glaube ich aber fest an eine gute Zukunft für die Branche, denn der Baubedarf vom Wohnraum über die Infrastruktur bis hin zum Bau der Klimawende ist riesig. Keine Megaaufgabe unserer Gesellschaft kann ohne einen erheblichen Beitrag der Bauwirtschaft gelöst werden."
Tim-Oliver Müller vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie beleuchtete unter anderem den Fachkräftemangel: "Wir werden mit weniger Menschen mehr bauen müssen". Dies sei unter anderem durch stärkere Standardisierung in Form von seriellem und modularem Bauen beim Wohnungs- und Brückenbau möglich.
Einen Einblick in die neuen Studien des Instituts für Bauforschung (IFB) gaben Heike Böhmer, Institutsleiterin, und Dr. Sebastian Reddemann, Vorstandssprecher der VHV: die Extremwetter-Studie und den diesjährigen VHV-Bauschadenbericht, der voraussichtlich im Mai veröffentlicht wird. "Wir geben den Bauschadenbericht nun schon seit fünf Jahren mit dem IFB heraus, weil wir als führender Versicherer der Bauwirtschaft die Unternehmen dabei unterstützen möchten, durch Schäden hervorgerufene Ausfälle oder Verzögerungen zu verhindern. So wollen wir die Resilienz der Bauwirtschaft stärken."
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 05_2024.











