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Artikel und Hintergründe zum Thema

In kleinem Tal

Damir Mioc,

Doka schafft große Ingenieurskunst

Für den Bau der neuen Brücke an der N16 Tavannes-Bözingenfeld TP2 in der Schweiz wurde ein Schalungs- und Logistikkonzept entwickelt, bei dem jeder Anlieferungstag für jedes Baufeld getaktet war wie ein Schweizer Uhrwerk.

Der Blick auf die Baustelle in der Schweiz. Gut zu sehen: Die Lösungen von Doka. © Doka

Im Kanton Bern entsteht an der Schweizer Nationalstraße N16 – der Transjurane – im Auftrag des Bundesamts für Straßen (ASTRA) ein Ersatzneubau zweier Autobahnauffahrten nahe Péry-La Heutte. Die N16 führt vom Bözingenfeld bei Biel über 84 km bis zur französischen Grenze bei Boncourt.

Im engen Tal verlaufen parallel zur Autobahn der Fluss Schüss und eine Bahnlinie. Im Rahmen der Substanzerhaltung und Vorbereitung eines späteren Ausbaus werden zwei Zufahrten durch das enge Tal erneuert – bei laufendem Verkehr.

Für die Baustelle bleibt somit nicht viel Platz. Umso wichtiger waren eine präzise Planung und eine gut abgestimmte Koordination zwischen Bauunternehmen und Schalungslieferant. Das ausführende Bauunternehmen Walo Bertschinger setzte für die Schalungsplanung auf das Know-how von Doka.

Deren Ingenieure entwickelten ein Schalungs- und Logistikkonzept, bei dem die Anlieferung für jedes Baufeld präzise terminiert und koordiniert war. Bei mehr als 700 Tonnen UniKit-Material und einem Maximum von drei Lkws pro Tag war dies auch erforderlich.

Dank der Tragfähigkeit der Doka-UniKit-Längsträger konnten sieben Brückenfelder von bis zu 22 m Länge realisiert werden, ohne dass Zwischenunterstützungen nötig waren. Möglich machen das die massiven HEB800-Träger.

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"Die Tragkraft war ein wichtiger Grund für den Zuschlag", sagt Doka-Projektleiter Stephan Kutmon. "Zudem sind die Träger schlank genug, sodass wir die vorgeschriebene lichte Höhe für die unterquerende Straßen- und Bahnverbindung jederzeit gewährleisten konnten." Nach dem Bau der ersten Brücke wird das Material vor Ort neu konfiguriert und wieder eingesetzt – als temporäre Unterstellung für den Rückbau der alten Brücke und anschließend erneut im Neubau der zweiten, leicht veränderten Überführung.

Bei dem neuen Bauwerk handelt es sich um eine Mehrfeldbrücke, die in mehreren Abschnitten hergestellt wird. "Bei dieser Bauweise wird das Brückenfeld nur zu ca. 20 Prozent seiner Länge hergestellt. Dort schließt der nächste Überbau an – und genau hier besteht die Gefahr, dass an diesem Punkt ‚die Schalung aufmacht‘, da sich Traggerüste beim Betonieren aufgrund der Last verformen und ein Versatz zwischen den Betonierabschnitten entsteht. Unsere Lösung war eine sogenannte Koppelfugenanspannung, die dem Druck des Betons entgegenwirkt", so Christoph Merdian von Doka Deutschland.

Das Lehrgerüst wurde mit Ankern an den vorherigen Betonierabschnitt aufgehängt und bildete damit den Übergang von einer Unterstellungskonstruktion zu einem aufgehängten System. Die Konstruktion wurde mittels UniKit-1000-Hydraulikpressen an den bereits erstellten Überbau angepresst. Um auch den Druck auf die Schalung im Blick zu haben, wurde beim Brückenneubau auch DokaXact Pressure beim Betonieren einer Stützmauer eingesetzt.

Der kabellose Sensor wird direkt an der Schalungsplatte montiert, um den Frischbetondruck beim Betoniervorgang zu überwachen. Für die Stützmauer wurde mit vormontierten Schalungsplatten in einer Schalungshöhe von 8,00 m und einer Betonierhöhe von 7,50 m gearbeitet. Während des Betriebs erfasste die Anlage einen Spitzendruck von ca. 50 kN/m². Noch 2026 soll das Projekt abgeschlossen werden.

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