Sanierung am Berliner Funkturm:
Peri modernisiert denkmalgeschützte Konstruktion mit präziser Gerüsttechnik
Der Berliner Funkturm erhält zum 100. Geburtstag eine umfassende Sanierung. Peri Gerüste ermöglichen sichere Abläufe in großer Höhe.
Der Berliner Funkturm im Jahrhundertumbau
Wenn ein Wahrzeichen wie der Berliner Funkturm in sein Jubiläumsjahr startet, richtet sich der Blick weit über die Hauptstadt hinaus auf das, was ingenieurtechnisch möglich ist. Die denkmalgeschützte Stahlfachwerkkonstruktion zählt seit 1926 zu den ikonischen Bauwerken Berlins. Für seine Sanierung im Vorfeld des 100. Geburtstags kommt eine maßgeschneiderte Gerüstlösung von Peri zum Einsatz – ein Projekt, das zeigt, wie anspruchsvoll Sanierungen in großer Höhe geplant und umgesetzt werden müssen.
Sanierung im denkmalgeschützten Bestand
Seit Mitte 2025 ziehen sich rund um die Turmkonstruktion neue Arbeits- und Schutzgerüste nach oben. Ziel ist es, den historischen Stahlbau rechtzeitig zum Jubiläum wieder in voller Strahlkraft erlebbar zu machen. Der alte Anstrich wird sorgfältig entfernt, der Korrosionsschutz erneuert und die gesamte Struktur neu beschichtet.
Anfang 2026 soll der Turm – inklusive Restaurantkanzel und Aussichtsplattform – wieder vollständig zugänglich sein. Der Aufwand zeigt, wie eng die Anforderungen des Denkmalschutzes, der Arbeitssicherheit und des modernen Betonbau- und Stahlbaumanagements verzahnt sind.
Gerüsttechnik für extreme Bedingungen
Für den aktuellen Bauabschnitt vertraut das Projektteam erneut auf das modulare Peri UP System. Bereits bei früheren Arbeiten diente ein freistehendes 48-Meter-Gerüst als Basis. Nun wird zwischen Restaurantkanzel und 126 Metern Höhe gearbeitet – ein Bereich, in dem Windlasten, verjüngte Geometrien und eingeschränkte Auflagerpunkte präzise Planung erfordern.
Da eine vollständige Einrüstung des Funkturms statisch nicht möglich war, entwickelten die Peri Ingenieure gemeinsam mit der Universal Gerüstbau GmbH ein sukzessiv kletterndes Konzept, das die Turmform respektiert und gleichzeitig sichere Arbeitsbereiche ermöglicht.
Modulare Lösungen mit hoher Tragfähigkeit
Die Gerüste wanderten abschnittsweise nach oben und unten, abhängig von der jeweiligen Arbeitsetappe. Als tragende Basis diente ein Trägerrost aus VARIOKIT Komponenten, der die Lasten punktgenau in die bestehende Stahlstruktur ableitet.
Die Kombination aus geringer Bauhöhe, reduzierter Materialmasse und integrierten Unterspannungen erhöhte die Tragfähigkeit, ohne die filigrane Konstruktion zusätzlich zu belasten. Vor allem in über 120 Metern Höhe zahlte sich die modulare Bauweise aus:
handliche Bauteile ließen sich zu tragfähigen, über 10 Meter langen Trägern koppeln – ein entscheidender Vorteil für Montage- und Sicherheitsprozesse.
Ingenieurbau mit Symbolcharakter
Dass der Berliner Funkturm zum Jubiläum in neuem Glanz erstrahlt, ist nicht nur ein kulturelles, sondern auch ein ingenieurtechnisches Statement. Die Sanierung zeigt eindrucksvoll, wie moderne Gerüste, effiziente Bauabläufe und präzise Planung zusammenwirken müssen, um ein historisches Bauwerk für kommende Generationen zu sichern.
Für Berlin entsteht so weit mehr als ein restauriertes Wahrzeichen: ein Beispiel dafür, wie smarte Lösungen im Höhenzugang die Zukunft der Bestandsmodernisierung prägen - auch die von Peri.




















