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Artikel und Hintergründe zum Thema

Nagelplattenkonstruktionen

Damir Mioc | Damir Mioc,

Aktuelle Studie „Klimamonitoring von Dächern in Nagelplattenbauweise“ liegt vor

Eine vom Fachgebiet Ingenieurholzbau am Institut für Stahlbau der RWTH Aachen University im Auftrag der MiTek Industries GmbH durchgeführte Studie ist abgeschlossen. Gegenstand der Untersuchung war der Einfluss des Dachklimas auf die Entwicklung der Gleichgewichtsfeuchte einer Dachkonstruktion im eingebauten Zustand.

Darstellung der Objektstandorte auf DWD-Klimakarten der Referenzperiode 1961-1990, wie sie für die Studie „Klimamonitoring von Dächern in Nagelplattenbauweise“ berücksichtigt wurden: Lufttemperatur vieljähriger Mittelwert (l.), Niederschlagshöhe vieljähriger Mittelwert (r.)

© Angepasst mit Genehmigung: Deutscher Wetterdienst/MiTek

Nagelplattenbinder haben sich als leichtgewichtige, hochlastaufnehmende und nachweisbar robuste Tragwerkselemente in der Baupraxis bewährt. Die MiTek Industries GmbH ist Hersteller der hochwertigen Verbindungselemente und Entwickler der Bemessungssoftware Pamir. Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung ist MiTek daran interessiert, die technischen Produkteigenschaften und die Anwendungszusammenhänge von Nagelplatten fortwährend zu überprüfen. Dazu wurde aktuell in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Ingenieurholzbau am Institut für Stahlbau der RWTH Aachen University eine Studie durchgeführt.

Gegenstand der Studie war die Bewertung der klimatischen Randbedingungen von Nagelplattenkonstruktionen in Deutschland. Von April 2020 bis März 2023 wurden dazu umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. In Dachräumen von typischen Anwendungen, wie Verbrauchermärkten, Wohnhäusern und Büros oder Kitas wurden Sensoren platziert, über die die Lufttemperatur und die relativen Luftfeuchte erfasst wurden. Die RWTH Aachen war beauftragt, die gemessenen Daten ergebnisoffen auszuwerten und zu bewerten.

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 Die Untersuchung zeigt einen zyklischen Verlauf des Dachklimas im Laufe des Jahres. Dabei haben die relative Luftfeuchtigkeit und die berechnete Ausgleichsfeuchte an der Holzoberfläche ihren Hochpunkt im Winter und den Tiefpunkt im Sommer. Im Mittel liegt die berechnete Holzfeuchteschwankung an der Oberfläche bei 9,1 %. Alle Dachtypen konnten den Nutzungsklassen I oder II nach DIN EN 1995-1-1 zugeordnet werden.

 Für die Praxis zeigt sich, dass die bisher für die Bemessung oft angenommene Nutzungsklasse II nach DIN EN 1995-1-1 zutreffend ist. Für einige Dachtypen scheint sogar die Zuordnung zur Nutzungsklasse I zulässig. Bei Interesse kann die Studie auf der Internetseite der  RWTH Aachen heruntergeladen werden: https://publications.rwth-aachen.de/record/968137

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