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Artikel und Hintergründe zum Thema

Fassade

Jessica Stütz,

Keramik für den Holzbau

Keramikfassaden von Tonality für den Holzbau: Dank der einschalig produzierten Keramik kann die erforderliche Unterkonstruktion deutlich reduziert werden. Durch die innenliegende Dämmung soll die vorgehängte hinterlüftete Keramikfassade von Tonality zudem die Aufbauhöhe an der Fassade minimieren.

Laut Herstellerangaben ist die Keramikfassade von Tonality prädestiniert für den Einsatz in Kombination mit Holzunterkonstruktionen und soll Architekten eine designorientierte, langlebige und wirtschaftliche Fassadenlösung nach Cradle-to-Cradle Gesichtspunkten bieten © buero-magma.com #bueromagma

Das zu Leipfinger-Bader gehörende Unternehmen Tonality stellt ein steigendes Architekteninteresse an Keramikfassaden für Holzbauten fest. Die aufkommenden Fragen beziehen sich dabei insbesondere auf das Gewicht der Keramikfassade. „Das Gewicht an der Holzfassade ist ein wichtiges Thema für Architekten und sorgt bei ihnen gleichzeitig oftmals für Unsicherheiten, die sich in der Regel jedoch im Gespräch schnell ausräumen lassen,“ erklärt Michael Klein, Vertriebsmanager DACH bei Tonality (Leipfinger-Bader).

Aufbau der vorgehängten hinterlüfteten Tonality-Keramikfassade bei Holzbauten (links) sowie Massivbauten (rechts). Der Aufbau für die Holzständerbauweise weicht dabei wesentlich vom Standardaufbau für die Massivwand ab © Leipfinger-Bader

Einschalig und leicht 

Denn die einschalig produzierte Tonality-Fassadenkeramik verfügt - laut Herstellerangaben - über ein geringes Flächengewicht von nur etwa 40 Kilogramm pro Quadratmeter. Trotz ihrer Einschaligkeit bietet die Tonality-Keramik dabei alle Möglichkeiten bei der Profilierung: So ist eine Profiltiefe von bis zu 29 Millimetern problemlos möglich.

Brandschutz als Entscheidungsfaktor

Die Keramikelemente werden darüber hinaus in die Baustoffklasse A1 eingeordnet. Damit sind sie nicht brennbar und enthalten naturgemäß keine brennbaren Bestandteile. „Immer mehr Planer entscheiden sich auch aus Brandschutzgründen für eine Keramikfassade“, erklärt Klein. Ab gewissen Gebäudeklassen müssen bei Holzfassaden oftmals kostspielige Sprinkleranlagen installiert werden. Beim Einsatz einer Keramikfassade kann unter bestimmten Voraussetzungen darauf verzichtet werden. Es sind die regionalen beziehungsweise objektspezifischen Brandschutzvorschriften zu berücksichtigen.

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Ein Hinterlüftungsspalt von 20 bis 30 Millimetern ist charakteristisch für die vorgehängte hinterlüftete Keramikfassade. Er soll die Gebäudesubstanz zuverlässig vor Feuchtigkeitsschäden schützen © Leipfinger-Bader

Mehr vermietbare Wohnfläche

Die vorgehängte hinterlüftete Tonality-Keramikfassade soll bei Holzbauten überdies einen besonders schlanken Wandaufbau gewährleisten, da sich die erforderliche Dämmung innenliegend befindet und die einschalige Keramik eine circa 30 Millimeter geringere Aufbautiefe gegenüber einer zweischaligen Keramikplatten aufweist. Damit sorgt sie rechnerisch nicht für zusätzliche Zentimeter an der Fassade und spart diese sogar ein. Das Gebäude verfügt damit insgesamt über mehr vermietbare Innenfläche – ein wichtiger Faktor gerade im Fall von Grenzbebauungen, bei denen oft jeder Zentimeter entscheidet.

Hoher Vorfertigungsgrad

Leipfinger-Bader arbeitet in diesem Kontext zudem an der Erhöhung des Vorfertigungsgrades der Keramikfassade für die Holzbauweise. Denkbar ist beispielsweise, dass die Unterkonstruktion bereits im Werk vormontiert und als fertiges Modul zur Baustelle geliefert wird. Dort müsste die Keramik dann nur noch eingehängt werden – Entwicklungen, die das modulare Bauen fördern, Fachkräfte entlasten und den Baufortschritt beschleunigen sollen.

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