Interview zum Jubiläum

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Enke feiert 100 Jahre Tradition

Das Familienunternehmen Enke aus Düsseldorf stellt Flüssigkunststoffe her und feiert in diesem Jahr sein 100. Betriebsjubiläum. Die Redaktion hat mit Geschäftsführer Hans-Ulrich Kainzinger und seinem Sohn Max, dem designierten Nachfolger aus der vierten Generation, über die Besonderheiten in einem Familienunternehmen und die Leidenschaft für den Beruf gesprochen.

Die dritte und die vierte Generation: Hans-Ulrich Kainzinger, Geschäftsführer von Enke, und sein Sohn und Prokurist Max Kainzinger

© Enke-Werk, Johannes Enke GmbH & Co. KG

Herr Kainzinger, 100 Jahre Enke – was bedeutet das für Sie als Geschäftsführer?

Hans-Ulrich Kainzinger: Das ist nach 50 und 75 Jahren bereits das dritte nennenswerte Jubiläum, an dem ich teilnehmen darf. Für mich ist das eine Verpflichtung, das Unternehmen auch weiterhin auf Kurs zu halten, um das nächste Jubiläum auch wieder als Familienunternehmen begehen zu können.

Max Kainzinger: Und für mich ist es eine große Ehre, unser Unternehmen zukünftig in der vierten Generation weiterführen zu dürfen.

Wie feiern Sie das Jubiläum?

Max Kainzinger: Wir wollten möglichst viele unserer Kunden erreichen und haben deshalb am Donnerstag auf der Dach + Holz in Stuttgart eine Jubiläums-Messeparty mit Lasershow und Videos aus 100 Jahren Unternehmensgeschichte gefeiert. Außerdem wird es im Oktober, dem Monat der Firmengründung, eine große Feier mit unseren aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern geben.

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Stichwort Familienunternehmen: Wo liegen die Unterschiede zu den großen Konzernen?

Hans-Ulrich Kainzinger: Wir haben kurze Entscheidungswege und werden nicht durch überflüssige Strukturen in unserer Entwicklung gebremst. Wir können schnell entscheiden und auch mal unkonventionelle Wege gehen, wenn wir es wollen!

Max Kainzinger: Bei uns kennt jeder jeden, und alle tragen ihren Teil zum Erfolg bei. Die Leidenschaft fürs Unternehmen, wie sie bei uns gelebt wird, kann sich meiner Meinung nach nur entwickeln, wenn man schon seit der Kindheit dabei ist und dadurch Produkte und Leute kennt.

Wie und wann sind Sie im Unternehmen gestartet?

Max Kainzinger: Ich habe parallel zu meinem BWL-Studium seit 2018 als Assistent der Geschäftsführung im Unternehmen gearbeitet. Zuvor hatte ich aber schon seit meinem 15. Lebensjahr in den Sommerferien regelmäßig im Betrieb gejobbt, um mein Taschengeld aufzubessern und Einblicke zu kriegen. Im ersten Jahr war ich in der Produktion, habe Produkte abgefüllt und den Staplerschein gemacht. Im Jahr darauf habe ich dann im Labor gearbeitet und so jedes Jahr etwas Neues gelernt.

Auszug aus dem Sonderheft "Maschinen - Materialien - Methoden" 08.2024.

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