Krane + Hebebühnen

Susanne Frank,

Ausgefallene Geometrien mit Standardelementen geschalt

Auf der Großbaustelle des Werkzeugherstellers Hahn+Kolb in Ludwigsburg kam auch bei komplexen Baukörpern Standardschalung zur Anwendung. Der Verzicht auf kostenintensiven Sonderschalungsbau machte das Projekt wirtschaftlicher.

Einer der weltweit führenden Werkzeugdienstleister hat seinen Firmensitz von Stuttgart nach Ludwigsburg verlegt. Seit September 2013 gehen die rund 400 Mitarbeiter der Hahn+Kolb Werkzeuge GmbH auf dem neuen, rund 48.000 m großen Firmengelände in der Ludwigsburger Schlieffenstraße ihrer Tätigkeit nach, zu der unter anderem der weltweite Versand von Zerspanungswerkzeugen, Messtechnik, Betriebseinrichtungen, allgemeinen Werkzeugen, Handlingsystemen und Maschinen zählt. Neben dem neuen Logistikzentrum sind an dem neuen Standort das Verwaltungsgebäude, die Akademie sowie das Technikzentrum untergebracht. Die optisch auffällige und technisch anspruchsvolle Architektur der Gebäudekomplexe, deren Konzeption sich in erster Linie an Nachhaltigkeitsaspekten orientiert, wurde harmonisch in das Umfeld integriert. Unter bautechnischen Gesichtspunkten erwähnenswert ist der Umstand, dass die Rohbauten der Gebäude nicht mit kostenintensiver Sonderschalung realisiert werden mussten, sondern in bauseitig montierter Standardschalung der ULMA Betonschalungen und Gerüste GmbH. So wurden beim Neubau von Hauptverwaltung und Logistikzentrum unter anderem ORMA-Rahmenschalung und ENKOFLEX-Deckenschalung verwendet. Darüber hinaus setzte das ausführende Bauunternehmen, die LEONHARD WEISS GmbH & Co.KG, Ingenieurbau Satteldorf, rautenförmige Sonderstützenschalung mit ORMA-Universalelementen, T-60 Lasttürme als Decken-Traggerüst und Stahl-Traggespärre für geneigte Wandschalungen ein.

Anzeige

Beim Entwurf des Gebäudeensembles, der in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Architekturbüro SHA Sigrid Hintersteininger Architects entstand, wurde viel Wert auf Grünflächen gelegt. Hinzu kommt: Der Strom wird zum Teil aus alternativen Energiequellen bezogen. Auch die schalungstechnische Umsetzung des anspruchsvollen Entwurfs wurde letztendlich den Nachhaltigkeitsaspekten gerecht. So entwickelten die Baupartner gemeinsam ein Konzept, das den Einsatz von herkömmlicher Schalung aus dem Standardprogramm des Schalungsherstellers ULMA vorsah. „Neben rund 3000 m² Wandschalung aus ORMA Rahmenschalung und ca. 1.500 m² Enkoflex Deckenschalung kamen 12 rautenförmige Sonderstützenschalungen aus ORMA-Universalelementen, 40 Stahl-Traggespärre für die geneigte Wandschalung sowie 88 T-60 Lasttürme als Decken-Traggerüst bei dem Projekt zum Einsatz“, erläutert Anwendungstechniker Ralf Winter, ULMA Betonschalungen und Gerüste GmbH, Niederlassung Südwest.

Zu den technischen Besonderheiten zählte insbesondere die Schalung der unter 45° und 26° geneigten Außenwände der Baukörper, die bei der Betonage aufgrund der Wandneigung mit Außenrüttlern verdichtet werden musste. Sie wurde mit Stahl-Traggespärre – bestehend aus Stahlgurtung und Spindelstreben – und ORMA-Rahmenschalung ausgeführt. „Dass es sich dabei ausschließlich um Produkte aus dem ULMA-Standardprogramm handelt, machte sich vor allem unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bemerkbar“, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Andreas Abdul, Niederlassungsleiter Süd, ULMA Betonschalungen und Gerüste GmbH. „Da aufgrund dieser Vorgehensweise die Schalung aus Mietteilen komplett bauseits montiert werden konnte, war ein kostenintensiver Sonderschalungsbau überflüssig.“ So wurde die Schalung für die rautenförmigen Stützen mit ORMA-Universalelementen sowie die Holzeinlagekästen ebenso wie für die geneigten und im Grundriss rautenförmigen Fassadenstützen vom Leonhard Weiss Schalungsbau ausgeführt.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren