Domico Architekturpreis
Preise für Design und technische Perfektion
Mit dem Domigius, dem internationalen Architektenpreis von Domico, wird sehr gute Architektur ausgezeichnet. Im heurigen Jahr hatte es die Jury wieder besonders schwer. Ästhetisches Design und technische Perfektion dominierten den Wettbewerb. Bei der Domico Jubiläumsgala am Wolfgangsee wurden Gewinner und Nominierte gefeiert. Ein starkes Signal für die kreativen Möglichkeiten, die Metall in der Architektur bietet.
Der erste Preis beim Domigius Architekten-Award ging an das Projekt Großwärmepumpe Ebswien
© smartvoll/Dimitar Gamizov1. Preis: Großwärmepumpe Ebswien, Planer: smartvoll Architekten ZT KG, Ausführender: Plattenhardt + Wirth Österreich GmbH
Am Areal der Hauptkläranlage Wien steht die leistungsstärkste Großwärmepumpe Europas, in deren Inneren die Restwärme des gereinigten Wassers in Energie für bis zu 112 000 Wiener Haushalte transformiert wird. All das mit zu 100 Prozent erneuerbarer Energie. Was erstmal komplex klingt, lässt sich auf eine einfache Gleichung herunterbrechen: Abwasser-Schmutz = Wasser + Energie. Auch wenn es sich bei der Maschinenhalle, in der die Großwärmepumpe untergebracht ist, um ein reines Funktionsgebäude handelt, muss Funktion nicht automatisch als Synonym für eine einfallslose, introvertierte Standardlösung stehen – im Gegenteil. Als zeitgemäßes Industriegebäude soll es dem innovativen Energiegewinnungsprozess, der im Inneren vonstattengeht, gerecht werden.
Der zweite Preis beim Domigius Architekten-Award ging an das Projekt Lean Factory Oertli
© Joshua Loher2. Preis: Lean Factory Oertli, Planer: Bänziger Lutze Architektur AG, Ausführender: K & K Fassaden
Die dreigeschossige Oertli Lean Factory besteht aus zwei Gebäudevolumen mit 11000 m2 Gesamtfläche, die über einen Innenhof und verschiedene Erschließungszonen miteinander verbunden sind. Ein weiteres verbindendes Element ist das Haupttreppenhaus mit seinen auskragenden Betonstufen und den gebäudehohen homogenen Sichtbetonwänden. Das filigrane Stahltreppengeländer mit Holzhandlauf bildet einen dezenten Kontrast dazu. Der östliche Baukörper schließt direkt an das bestehende Reinraum-Gebäude an und erweitert die Reinraum- sowie die Produktionsflächen für Operationsgeräte und Instrumente um ein Mehrfaches. Zudem wurden flexibel einteilbare Büro- und Meeting-Bereiche geschaffen.
Der dritte Preis beim Domigius Architekten-Award ging an das Projekt Bikehouse Tretkurbel
© HOCH3 Bau- & Projektmanagement GmbH)3. Preis: Bikehouse Tretkurbel, Planer: HOCH3 Bau- & Projektmanagement GmbH, Ausführender: Helmut Vollmer Leichtmetallbau GmbH
Das Ziel war, eine attraktive und repräsentative Verkaufsfläche für den Fahrradladen zu gestalten. Das gelang uns vor allem durch die doppelte Raumhöhe und einer besonders hohen Verglasung zur Straßenseite, die Licht und Leben von draußen einfängt und in den Hauptverkaufsraum bringt. Eine Mezzanin-Ebene erweitert den Raum und bewahrt zugleich seinen Charakter – ein echtes Highlight, das für einen beeindruckenden Effekt sorgt. Die klare Trennung der Zugänge für die Verkaufsfläche, Anlieferung, Wohnung und auch der beiden Büros runden das durchdachte Gebäudekonzept ab und schafft eine funktionale Struktur mit einer ansprechenden Fassade – nicht nur zur Straßenseite.











