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Artikel und Hintergründe zum Thema

Eröffnung der NEST-Einheit

Kai Ingmar Link,

"STEP2": Neue Technologien für nachhaltiges Bauen von Empa

Am 30.08.2024 wurde die NEST-Unit "STEP2", ein innovatives Gebäudemodul im Forschungs- und Innovationsgebäude der Empa, offiziell eröffnet. Diese Einheit markiert einen bedeutenden Fortschritt im Bereich des ressourcenschonenden Bauens und demonstriert, wie neue Technologien und Materialien zur Marktreife gebracht werden können.

Die Eröffnungsfeier des NEST STEP 2 © Empa

Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Minimierung des CO2-Fußabdrucks präsentiert "STEP2" zukunftsweisende Lösungen, die den Material- und Energieverbrauch im Bausektor erheblich reduzieren sollen.

Step 2 - ressourceneffizientes Bauen im Gebäudebereich

Der Bausektor ist in der Schweiz der größte Verbraucher von Rohstoffen, produziert die meisten Abfälle und ist für ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Angesichts dieser Herausforderungen entwickelt die Empa gemeinsam mit über 150 Partnern seit mehr als acht Jahren im NEST-Gebäude Technologien zur Senkung des Ressourcenverbrauchs im Bauwesen. Die NEST-Einheit "STEP2" vereint zahlreiche Innovationen, die alle auf eine effiziente Nutzung von Material und Energie abzielen.

Innovative Decken- und Treppenkonstruktionen aus Beton von Empa

3D-gedrucktes Schalungsteil für die Treppe «Cadenza». © New Digital Craft

Ein Highlight der Einheit "STEP2" ist die multifunktionale Geschossdecke, konzipiert als Rippen-Filigrandecke. Sie ermöglicht Spannweiten von bis zu 14 Metern und eignet sich besonders für den Bau von Bürogebäuden und Hochhäusern. Durch den Einsatz digitaler Planungsmethoden und 3D-gedruckter Schalungen konnte der Materialeinsatz im Vergleich zu herkömmlichen Betondecken um rund 40 Prozent reduziert werden. Zusätzlich übernimmt die Decke Funktionen wie Schalldämmung und Wärmespeicherung, was zu einem ausgeglichenen Raumklima beiträgt.

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Die Erschließung des zweiten Obergeschosses erfolgt über eine digital gefertigte Betontreppe namens "Cadenza". Diese Treppe demonstriert die erfolgreiche Anwendung computergestützter Designtechnologien und 3D-Druckverfahren, mit denen eine komplexe Form bei reduziertem Materialeinsatz realisiert wurde.

Empa - Energieeffizienz und anpassungsfähige Fassaden

Die Treppe wird angeliefert © ew Digital Craft

Das Energiekonzept von "STEP2" beinhaltet eine neu entwickelte Doppelfassade mit integrierter Beschattung und natürlicher Belüftung. Diese Fassade optimiert das Raumklima und steigert die Energieeffizienz des Gebäudes. Als Plattform für zukünftige Innovationen ermöglicht die Fassade den einfachen Austausch von Modulen zur Erprobung und Weiterentwicklung neuer Technologien.

Nachhaltige Materialien und Recycling von Empa

Die digital gefertige Betontreppe "Cadenza". © Zooey Braun

Ein weiterer Schwerpunkt von "STEP2" liegt auf der Verwendung recycelter und wiederverwendbarer Materialien. In Zusammenarbeit mit BASF wurden Verfahren entwickelt, um aus Abfallstoffen wie Textilresten und Kaffeesatz leistungsfähige Bodenbeläge und Wandpaneele herzustellen. Diese innovativen Materialien tragen zur Reduzierung des Rohstoffverbrauchs und der Treibhausgasemissionen bei.

Empa - STEP2 als Innovationsplattform

3D-gedruckte Akustikboxen werden ins Deckensystem der STEP2-Unit integriert. © Empa

Die NEST-Unit "STEP2" fungiert als Plattform für Co-Creation und Innovation. Sie wird von BASF und Empa gemeinsam genutzt, um den Übergang von der Forschung zur Marktreife zu beschleunigen. Olivier Enger, Senior Innovation Manager bei BASF, unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit: "Bei NEST sitzen wir an der Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft und können entscheidend dazu beitragen, dass neue Technologien in der Baubranche Fuß fassen."

Die vorgefertigten Deckenelemente werden auf der Baustelle montiert. © ROK Architekten

Die Eröffnung der NEST-Unit "STEP2" markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu nachhaltigerem und ressourcenschonenderem Bauen. Durch die Entwicklung und Umsetzung dieser neuen Technologien leistet die Empa einen wertvollen Beitrag zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks im Bausektor und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Die hier vorgestellten Innovationen haben das Potenzial, den Mauerwerksbau und Betonbau grundlegend zu verändern und somit einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Die Herausforderungen der Bauindustrie: Eine Analyse der aktuellen Baukrise

Die fertig eingebaute Decke auf der STEP2-Baustelle. © ROK Architekten

Das Baugewerbe sieht sich gegenwärtig mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die als "Baukrise" bezeichnet werden müssen. Diese Krise hat weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Baubranche, angefangen bei der Materialbeschaffung bis hin zur Fertigstellung von Bauprojekten. In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf die Ursachen, Auswirkungen und potenziellen Lösungsansätze für die aktuelle Baukrise.

Ein Zeichen in der Baukrise: die Aktion BauZukunft

Die vorgefertigten Fassadenelemente werden auf der Baustelle montiert © ROK Architekten

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

Alternative Antriebe für Baumaschinen: Ein Weg in die Zukunft

Ein spritzbarer Tonschaum dient der Isolation des Bodens.

Alternative Antriebe von Baumaschinen sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.


In eigener Sache: Feedback gesucht!

Aussenansicht von NEST in der Abenddämmerung. © Zooey Braun

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