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Artikel und Hintergründe zum Thema

Baustelle der Zukunft

dpa,

WDH/Bauindustrieverband offen für 3D-Druck im Hausbau

Der wirtschaftliche Druck auf die kriselnde Baubranche wächst. Laut Bauindustrieverband Ost setzte sich der negative Trend bei den Auftragseingängen fort. Zudem stieg die Zahl der Insolvenzen im ersten Vierteljahr dieses Jahres. Hoffnungen setzt die Branche auf einen einfacheren und kostengünstigeren Wohnungsbau.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte im Juli während einer USA-Reise gesagt, Häuser könnten auch in Deutschland in großem Stil mit 3D-Druckern gebaut werden. © dpa

Das Bundesbauministerium ermöglicht es Planern und Bauherren, sich auf niedrigere Baustandards zu einigen. Dies sei ein wichtiges Signal für die Branche, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost, Robert Momberg, der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. "Positiv zu bewerten ist, dass der Gebäudetyp E hier eine dringend benötigte Flexibilität im Bauprozess bietet." E steht für einfach oder experimentell. Wohnungsbauverbände hatten beklagt, es werde oft nach Goldstandard gebaut, weil man andernfalls rechtliche Probleme fürchte. Zudem fordert der Verband eine Offensive zur Entbürokratisierung.

Verband sieht keinen flächendeckenden Einsatz von 3D-Druckern für Hausbau Spielt der 3D-Druck wie er etwa in den USA zur Herstellung von ganzen Gebäuden genutzt wird in der Zukunft auch in Deutschland eine Rolle? Der Bauindustrieverband Ost zeigt sich offen in Sachen digital gebaute Häuser. "Die Entwicklung des 3D-Drucks als Bauverfahren ist grundsätzlich begrüßenswert, wird jedoch das traditionelle Bauen nicht ablösen", meinte Momberg. Unterschiedliche Bauordnungen in den Bundesländern dürften einen flächendeckenden Einsatz erschweren.

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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte im Juli während einer USA-Reise gesagt, Häuser könnten auch in Deutschland in großem Stil mit 3D-Druckern gebaut werden. "Das ist genau das, was wir in Deutschland brauchen." Auftragseingänge gesunken. Entspannung ist beim kriselnden Wohnungsbau kaum in Sicht. Baukosten sind mittlerweile so hoch, dass etwa viele Wohnungsgenossenschaften und kommunale Unternehmen neue Projekte auf Eis gelegt haben.

Das Gesamtvolumen der Auftragseingänge von Januar bis Mai 2024 sank in Ostdeutschland laut Verband insgesamt nominal um 0,9 Prozent auf 7,53 Milliarden Euro. "Damit wurde der bereits niedrige Wert des Auftragseinganges des Jahres 2023 nochmals leicht unterschritten (7,6 Mrd. Euro), so Momberg. Beim Hochbau setzten sich massive Rückgänge fort. Halbjahreszahlen lagen aber noch nicht vor.

Bauindustrie: Insolvenzen besorgniserregend

In den neuen Bundesländern stieg seit 2020 die Zahl der Insolvenzen im Bauhauptgewerbe kontinuierlich, wie der Verband mitteilte. 2023 habe sie mit 255 Fällen den höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht. Besonders besorgniserregend sei, dass im ersten Quartal 2024 die Insolvenzen in den neuen Bundesländern weiter auf 74 Fälle gestiegen seien - ein Anstieg von mehr als 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. "Die kontinuierliche Zunahme der Insolvenzen seit 2021 zeigt, dass die Branche zunehmend unter erheblichem wirtschaftlichem Druck steht."

Der Bauindustrieverband Ost vertritt die Interessen von um die 260 Bauunternehmen mit rund 20 000 Beschäftigten in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Deutschland könnten in den nächsten Jahren noch deutlich weniger Wohnungen gebaut werden als zuletzt. Das Münchner Ifo-Institut erwartet, dass sich die Talfahrt in der Branche weiter fortsetzt. Für das Jahr 2026 sagen die Experten nur noch 175.000 neu gebaute Wohnungen voraus. Das wären über 40 Prozent weniger als die knapp 300.000 Wohnungen des Jahres 2022.

Die Herausforderungen der Bauindustrie: Eine Analyse der aktuellen Baukrise

Das Baugewerbe sieht sich gegenwärtig mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die als "Baukrise" bezeichnet werden müssen. Diese Krise hat weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Baubranche, angefangen bei der Materialbeschaffung bis hin zur Fertigstellung von Bauprojekten. In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf die Ursachen, Auswirkungen und potenziellen Lösungsansätze für die aktuelle Baukrise.

Ein Zeichen in der Baukrise: die Aktion BauZukunft

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

Alternative Antriebe für Baumaschinen: Ein Weg in die Zukunft

Alternative Antriebe von Baumaschinen sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

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