München als Treffpunkt der Bauzukunft
bauma 2025 – Mehr als nur Bagger
Wenn sich 600.000 Gäste aus über 200 Ländern in München versammeln, ist klar: Die bauma 2025 ist weit mehr als eine Leistungsschau für Bagger, Radlader und Dumper.
Sie ist ein Spiegelbild der gesamten Bauindustrie – von Schalungen und Gerüsten über Sensortechnologie bis hin zu innovativer Arbeitskleidung. Wer in diesen Tagen über das Messegelände schlendert, spürt den Puls einer Branche, die sich neu erfindet.
Schalungen und Gerüste: Peri, Doka, alkus und die Suche nach Effizienz
Peri präsentierte auf dem Freigelände Nord unter dem Motto „Zusammen gestalten wir die Zukunft“ ein breites Spektrum an Neuheiten für Schalungen und Gerüste.
Im Mittelpunkt standen praxisnahe Lösungen, die Effizienz und Sicherheit auf Baustellen steigern sollen. Die neue Generation der Maximo-Rahmenschalung überzeugt mit einer innovativen Beschichtung, die Korrosionsschutz und Nachhaltigkeit vereint. Besucher konnten live erleben, wie sich mit Peri-Systemen Arbeitsabläufe im Wohnungs- und Infrastrukturbau optimieren lassen – ein Marktplatz der Möglichkeiten, der die Zukunft des Bauens greifbar macht.
Auch Doka und die Umdasch Group setzten auf der bauma 2025 starke Akzente. Insgesamt 40 neue Lösungen für Schalungen, Gerüstbau und Digitalisierung wurden vorgestellt. Robert Hauser, CEO von Doka, bringt es auf den Punkt: „Wir können die Zukunft nicht mit den Methoden von gestern gestalten.“ Besonders im Fokus: die Digitalisierung des Schalungsprozesses, Automatisierung und nachhaltige Materialien. Mit der Xlife top feierte eine Schalungsplatte aus vollständig recyceltem Kunststoff Premiere. Das DokaXshore-Traggerüst mit werkzeugloser Montage und der DokaXbot-Lift, ein semi-autonomer Roboter für Deckenschalungen, zeigten, wie Automatisierung und Sicherheit Hand in Hand gehen.
Layher zeigte auf der bauma 2025 nicht nur, wie echte Nachhaltigkeit funktioniert, sondern auch wie schnell die eigenen Produkte auf- und abgebaut sind. Und das unter Berücksichtigung aller Sicherheitsvorschriften. Auf dem großen Messestand konnten die Besucher die gesamte Produktpalette erleben. Vom Gerüst über digitale Planungstools bis hin zur Steigtechnik für mehr Sicherheit in Industrie und auf der Baustelle.
alkus feierte auf der bauma nicht nur 25-jähriges Jubiläum, sondern präsentierte auch eine neue Gerüstplatte aus Polypropylen. Die Partnerschaft mit Compoform unterstreicht das Ziel, nachhaltige und langlebige Alternativen zu klassischen Baustoffen zu etablieren. Reparaturvorführungen und Leichtbauplatten für Gerüstanwendungen zeigten, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch sein müssen.
Vemaventuri: Sensorik für den Betonbau
Nicht nur die sichtbaren Strukturen, auch die unsichtbaren Prozesse auf der Baustelle standen im Fokus. Vemaventuri, Spezialist für Sensortechnologie und Datenerfassung, zeigte, wie präzise Sensorik die Qualitätssicherung im Betonbau revolutioniert. Die Sensoren liefern Echtzeitdaten zu Betondruck, Temperatur und Reifegrad. So können Bauleiter fundierte Entscheidungen treffen, Ressourcen effizient nutzen und Fehleinschätzungen vermeiden. Die Digitalisierung macht auch vor dem Beton nicht halt – und eröffnet neue Wege zu mehr Nachhaltigkeit und Effizienz.
Mewa: Arbeitskleidung, die mitdenkt
Wer auf der bauma unterwegs war, kam an Mewa nicht vorbei. Die Anforderungen an Arbeitskleidung sind hoch: Schutz, Komfort und Flexibilität müssen stimmen – egal bei welchem Wetter. Mewa präsentierte Lösungen, die sich individuell kombinieren lassen und dem Mix & Match-Prinzip folgen. Von der wetterfesten Jacke bis zur atmungsaktiven Hose: Die Kollektion zeigte, dass funktionale Arbeitskleidung längst zum Innovationsfeld geworden ist.
Die Vielfalt der bauma 2025
Die bauma 2025 hat bewiesen, dass die Zukunft des Bauens nicht nur von großen Maschinen geprägt wird. Schalungen, Gerüste, Sensortechnik und Arbeitskleidung sind die leisen, aber entscheidenden Innovationstreiber. Unternehmen wie Peri, Doka, alkus, Vemaventuri und Mewa zeigen, wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Effizienz zusammenspielen. Die Messe in München bleibt damit das Schaufenster einer Branche, die sich immer wieder neu erfindet – und dabei weit mehr bietet als nur Bagger.













