Jahreshauptversammlung und Seminartag in Freising

Damir Mioc,

Sonnenhaus-Institut e.V. bestätigt Vorstandschaft im Amt

Architekt Georg Dasch, der dem Verein seit seiner Gründung 2004 vorsteht, dankte den Mitgliedern einmal mehr für das Vertrauen und wertete das Wahlergebnis als sehr positives Zeichen. Während es in anderen Vereinen, die auf ehrenamtlicher Arbeit basieren, oft genug Probleme gebe, Ämter überhaupt zu besetzen, so Dasch, sei das im Sonnenhaus-Institut e.V. noch nie der Fall gewesen.

V.l.: Gründungsmitglieder Thomas Hartmann und Wolfgang Hilz; Michael Hoevel (Schatzmeister), Josef Jenni, Rainer Körner (2. Vorsitzender), Jörg Linnig (Beisitz), Georg Dasch (1.Vorsitzender), Bernd Kerscher (Schriftführer) © Sonnenhaus-Institut e.V.

Ein besonderer Dank ging an die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die auch dieses Mal die Räumlichkeiten für die Versammlung zur Verfügung stellte. Auch das Sonnenhaus-Seminar, das am folgenden Tag an der Hochschule stattfand, kam bei Mitgliedern und externen Teilnehmern sehr gut an.

Innovationsmanager Tim Mitterer von den Stadtwerken München gab einen hochspannenden Einblick in das aktuelle Thema Flexible Stromtarife. Eine interessante Thematik für alle Sonnenhaus-Freunde, die sich mit den Themen Speicherung von Energie und Autarkie seit Jahrzehnten intensiv beschäftigen. Noch scheint das digitale Management der Prozesse auf Netzseite optimierbar, aber von den steigenden regenerativen Strommengen und einer angebots- bzw. bedarfsorientierten Bepreisung erwartet man sich ein interessantes Potential für Speicherung und noch mehr Unabhängigkeit.

Fast nahtlos dazu der folgende Vortrag von Josef Jenni aus der Schweiz, der einen aktuellen Überblick über die Speichermöglichkeiten von solarer Wärme gab, wobei durchaus auch strombasierte Wärmeerzeugung, z.B. mit Wärmepumpen, eine Rolle spielen. Jenni gilt als „der“ Pionier und Wegbereiter des Sonnenhaus-Konzeptes. Er fertigt in seinem Betrieb in der Nähe von Bern mit 85 Mitarbeitern Energieanlagen und Pufferspeicher.

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Zwei weitere Vorträge befassten sich mit der technischen Auslegung und Genehmigung von wasserführenden Holzöfen. Diese Technik war in den letzten Jahren aufgrund der Feinstaubproblematik unter Druck des Gesetzgebers geraten. Das Sonnenhaus-Institut vertritt zwar die Auffassung, dass Holz aufgrund der limitierten Ressourcen keine breite Lösung für die Grundlast sein kann. Aber für „klassische“ Sonnenhäuser, die einen Großteil Ihres Wärmebedarfs allein über Solarthermieanlagen generierenden, ist die Holzfeuerung weiterhin eine elementare Lösung für den Restwärmebedarf.

Vom Konzept Sonnenhaus mit PV und Wärmepumpe hat sich die Bayernwerk AG inspirieren lassen. Bei seinem bezugsfertigen Bürogebäude in Bamberg entschied sich der Netzbetreiber für eine ambitionierte hybride Energielösung, von der man sich über 60 Prozent Eigenversorgung verspricht. Als Vertreter der Bayernwerk AG, die seit fünf Jahren Mitglied im Sonnenhaus-Institut ist, gab Betriebsrat Gerhard Lehner im Rahmen der Jahreshauptversammlung einen Kurzvortrag zu dem beeindruckenden Projekt, das im Frühsommer offiziell eröffnet wird.

Dass Beispiel zeigt, dass das Sonnenhaus-Konzept up-to-date ist und auch im größeren Stil moderne, klimagerechte Lösungen für unterschiedliche Anwendungen bietet.

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