Baugewerbe INTERNATIONAL

Kai Ingmar Link,

Tomorrow.Building World Congress zeigt Zukunftstrends für nachhaltiges Bauen

Der Tomorrow.Building World Congress (TBWC) hat sich als wichtige Plattform für innovative und nachhaltige Lösungen im Bauwesen etabliert.

Die zweite Ausgabe der Messe, die im November in der Fira de Barcelona stattfand, bot einen umfassenden Einblick in die Zukunft der Baubranche und unterstrich die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels hin zu nachhaltigeren Praktiken. © Tomorrow.Building World Congress

Die zweite Ausgabe der Messe, die im November in der Fira de Barcelona stattfand, bot einen umfassenden Einblick in die Zukunft der Baubranche und unterstrich die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels hin zu nachhaltigeren Praktiken. Ione Ruete, Direktorin des TBWC, betonte die Bedeutung solider Grundlagen für eine nachhaltige Zukunft: "Im Laufe der Geschichte hat sich gezeigt, dass der Schlüssel zu einem dauerhaften und nachhaltigen Projekt darin besteht, ihm eine solide Grundlage zu geben.

Unsere Gesellschaft bewegt sich unaufhaltsam auf eine urbanere Zukunft zu, in der die Metropolen immer dichter besiedelt werden. Diese eher urbane Zukunft erfordert daher eine moderne Stadtplanung, die in der Lage ist, innovative, nachhaltige und flexible Strukturen zu schaffen." Ein zentraler Trend, der auf dem Kongress diskutiert wurde, ist die Integration neuer Technologien und nachhaltiger Praktiken in den Bauprozess. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung von Building Information Modeling (BIM) und spezialisierter Baumanagement-Software. BIM ermöglicht eine verbesserte Koordination zwischen allen Projektbeteiligten durch ein detailliertes dreidimensionales digitales Modell.

Dies führt zu erhöhter Effizienz, verbesserter Qualität, Kostenreduktion und optimiertem Projektmanagement. Die industrielle Bauweise wurde als weiterer wichtiger Trend identifiziert. Bei dieser Methode können 60 bis 90 Prozent eines Gebäudes in einer Fabrik vorgefertigt werden, bevor die Teile auf der Baustelle zusammengefügt werden. Dies verspricht eine effizientere und nachhaltigere Bauweise. Nachhaltigkeit stand im Mittelpunkt vieler Diskussionen auf dem TBWC. Die Experten betonten die Notwendigkeit, das Kreislaufprinzip in der Bauindustrie zu etablieren und eine Kultur der Wiederverwendung und des Recyclings von Materialien zu fördern.

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Angesichts der Tatsache, dass der Bausektor für 37 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist und 50 Prozent aller Rohstoffe verbraucht, wurde die Dringlichkeit sofortigen Handelns deutlich. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Integration von Grünflächen in städtische Umgebungen. Die Experten plädierten dafür, städtische Vegetation nicht nur als dekoratives Element zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil des urbanen Ökosystems. Grünere Städte können zur Senkung der Temperaturen, Verbesserung der Luftqualität und Steigerung des Wohlbefindens der Bürger beitragen.

Der TBWC fand in Verbindung mit dem Smart City Expo World Congress, dem Tomorrow.Mobility World Congress und Tomorrow.Blue Economy statt. Diese Kombination schuf eine einzigartige globale Plattform für urbane Innovation und unterstrich die Vernetzung verschiedener Sektoren in der Stadtentwicklung. Die nächste Ausgabe des Tomorrow.Building World Congress ist für den 4. bis 6. November 2025 in Barcelona geplant. Angesichts der drängenden Herausforderungen im Bausektor und der vielversprechenden Innovationen, die auf der diesjährigen Veranstaltung präsentiert wurden, dürfte die kommende Messe auf großes Interesse in der Branche stoßen.

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