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Artikel und Hintergründe zum Thema

Produktionshalle

Jessica Stütz,

Die gebaute Unternehmens-DNA

Wenn ein Unternehmen binnen weniger Jahre von zwei auf 50 Mitarbeitende wächst, dann braucht man nicht lange zu rechnen, um zu der Erkenntnis zu gelangen: Wir haben keinen Platz!

Auf werbewirksame bunte Firmenschilder verzichtete der Bauherr. Das Gebäude spricht für sich. Lediglich das in die Schalung gefräste S weist auf Holzbau Schmäh hin

© Holzbau Schmäh

Endlich mehr Raum – so ging es auch Sebastian Schmäh, der die elterliche Zimmerei seit 2003 in sechster Generation führt. Das alte Betriebsgelände in Meersburg war viel zu klein und hatte zu wenig Kapazitäten für das, was der Unternehmer in Zukunft vorhat. Die Entwicklung der letzten Jahre war rasant und er hat in dieser Phase Strukturen in seinem Unternehmen implementiert, auf die man so im Handwerk nicht allzu oft stößt. Rund ein Drittel der Mitarbeitenden sind junge Leute in der Ausbildung. „Wir arbeiten zu rund 70 Prozent in der Denkmalpflege, und der Rest verteilt sich auf den gesamten Holzbaubereich. Damit sind wir sehr breit aufgestellt“, berichtet Sebastian Schmäh. Breit aufgestellt ist auch sein Team: mehr als 50 Männer und Frauen, im Büro, in der Zimmerei, in der Schreinerei, auf der Baustelle und sogar im Freiwilligen Sozialen Jahr. Für die nächsten 150 Jahre Unternehmensgeschichte soll der Neubau nun gerüstet sein. Das erfordert viel Weitblick.
 

Der Neubau des Unternehmenssitzes bedeutet nicht nur eine Erweiterung, sondern auch eine Modernisierung des Unternehmens, das für hochwertigen Holzbau und komplexe Restaurierungsprojekte in der Region bekannt ist. Und so war es auch von vornherein klar, dass ein Neubau nicht einfach „Standard“ sein würde. Den eigenen Werkstoff und das eigene Produkt mit allen Sinnen erlebbar zu machen, war eine Leitidee der Neubauplanung.

Entstanden ist ein Komplex, der nicht nur Raum für Verwaltung und Produktion bietet, sondern vielmehr echter Lebensraum sein will. Nur einfach irgendeine Produktionsstätte in die Landschaft zu setzen, wäre dem Anspruch des Unternehmers nicht gerecht geworden. Und zum landläufigen Hallenbau in Holzbauweise hat Sebastian Schmäh ohnehin seine eigene Meinung: „In den meisten Fällen ist es im Hallenbau in Holz ja so, dass zunächst eingespannte Betonstützen montiert werden. Dann werden sie mit Holzbindern geschmückt und das Ganze als Holzbau betitelt. Das war nicht unser Anspruch. Wir wollten echten Holzbau erlebbar machen und all seine Vorzüge auch unserem Team zugutekommen lassen“, formuliert der Unternehmer klar. 

Der bisherige Firmensitz lag recht zentral in Meersburg und platzte aus allen Nähten. Darüber hinaus wohnen die Schmähs auch dort. Und weil der Unternehmer sehr vorausschauend agiert, wollte er diese Nähe auf lange Sicht auflösen. Das neue Gelände am Rande des Meersburger Gewerbegebiets konnte Schmäh von der Stadt erwerben, die ein großes Interesse daran hatte, den Betrieb in der Stadt zu halten. „Mit der Entscheidung, in Meersburg zu bleiben und an diesem Ort neu zu bauen, investieren wir bewusst in folgende Generationen und unsere Tradition. Unser künftiges Firmengebäude wird zeigen, was im Holzbau möglich ist und wofür wir stehen: handwerkliche Qualität, vorausschauende Planung, moderne Holzbauarchitektur und wertvolle Teamarbeit“, erläutert Sebastian Schmäh.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie im E-Paper mikado 04.2024.

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