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Gefüllte Ziegel recyclen ohne Hemmnisse
Ziegel ohne Verfüllung oder mit Perlit verfüllte Ziegel können einfach dem Stoffkreislauf zurückgegeben werden. Darauf macht Clemens Kuhlemann, Geschäftsführer Deutsche Poroton, aufmerksam.
Die aktuelle Recyclingdiskussion entstand 2007, als die Kammern mit künstlichen Mineralfasern (KMF) verfüllt wurden. Es keimte erneut der Verdacht auf, KMF seien krebserregend. Fakt ist jedoch, dass Dämmstoffe aus Mineralwolle, die nach dem 1. Juni 2000 produziert wurden, nachweislich als nicht krebserregend eingestuft sind. RAL-Güte- und Prüfbestimmungen sowie DIBt-Zulassungen belegen das.
Da die Bestandteile von Mineralwolle und Ziegel bekannt sind, gilt nach der Verfahrensweise § 8, Absatz 8 Deponieverordnung (DepV) für Gemische aus Ziegel, Beton und Keramik die Abfallverzeichnisverordnung (AVV) 17 01 07 (Bauschutt) – also die Ablagerung ohne weitere Analyse auf Deponien ab DK 0. Nach Auslegung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) erfolgt die Einstufung der mit KMF Mauerziegel nach der abfall- beziehungsweise entsorgungsbestimmenden Komponente, in diesem Fall der Dämmstofffüllung nach dem Abfallschlüssel 17 06 04. Dabei ist das Abfallrecht, unter anderem die DepV und die Anforderungen des Arbeitsschutzes, zu beachten. Nach den Grundsätzen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) hat die stoffliche Verwertung immer Vorrang vor der Beseitigung. Deshalb sind Ziegel mit Dämmstoffpads einfach zu trennen. Bei den kleinen Mengen Ziegel-Bruchstück, Verschnitte und Reste ist das händisch umsetzbar.
Die Mitgliedsbetriebe der Deutschen Poroton übernehmen bereits mit der Entwicklung ihrer Baustoffe Verantwortung für Ressourcenschonung und Recycling. Zuvor jedoch stellen sie dem Markt ein langlebiges, werterhaltendes System an Ziegelprodukten zur Verfügung, welche 100 Jahre und mehr gebrauchsfähig sind.
Informationen zum Thema liefern auch das Baugewerbe-Merkblatt Nr. 18:








