Organisation

Susanne Frank,

Rundum wohlfühlen

Heutzutage reicht es nicht aus, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Genauso wichtig ist es, sich Gedanken darüber zu machen, wie Sie diese Fachkräfte langfristig in Ihrem Betrieb halten können. Wir zeigen auf, worauf es Arbeitnehmern tatsächlich ankommt und an welchen Stellschrauben Sie für eine stärkere Bindung drehen können. 

Theo van der Burgt

Immer wieder passiert es, dass Bauunternehmen die besten Mitarbeiter von Wettbewerbern oder branchenfremden Betrieben abgeworben werden. Nicht selten ist man es auch selber schuld, da man das Thema Mitarbeiterbindung vernachlässigt hat.

Dabei ist es eine der wichtigsten unternehmerischen Aufgaben in Zeiten des Fachkräftemangels. Leistungsstarke Mitarbeiter wollen in einem Unternehmen arbeiten, das den Vorstellungen eines zeitgemäßen Arbeitgebers entspricht.

Das geht deutlich über die Firmengeschichte und das daraus resultierende Image hinaus. Fragen, wie Ihr Unternehmen in Zukunft in Richtung Markt und Kunden, und vor allem in Sachen Mitarbeiterführung aufgestellt ist, gewinnen zunehmend an Bedeutung!

Bei der Mitarbeiterbindung geht es in erster Linie um immaterielle Einflussfaktoren. Insbesondere der Stellenwert der Kommunikation und der damit verbundenen, vielseitigen Möglichkeiten innerhalb des Führungskonzeptes wächst stetig!

Mitarbeiter haben eine klare Erwartungshaltung an ihren Arbeitgeber bzw. ihre Führungskraft: Inhalte um die Unternehmensphilosophie, das Betriebsklima und den Führungsstil werden bedeutsamer und wirken nachhaltiger auf die Bindung der Mitarbeiter als kurzfristig wirksame materielle Zuwendungen.

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Lohnverbesserungen, Leistungs- und Zielprämien, Zusatzvergütungen oder Boni sind für anspruchsvolle Mitarbeiter kein Ausgleich zu fehlenden Führungsinhalten.

Aus den Mitarbeitererwartungen lassen sich die wichtigsten Anforderungen an ein bindungsorientiertes Führungskonzept ableiten. Dabei unterscheidet man 4 Kernthemen.

Leitlinien und Unternehmensphilosophie: Die langfristige Entwicklungsperspektive des Unternehmens gibt Mitarbeitern Sicherheit! Konkret ausformulierte, ergänzende Wertvorstellungen in Parametern wie Fairness, Berechenbarkeit, Loyalität u.a. dokumentieren das Verständnis zum Umgang miteinander und erleichtern die Zusammenarbeit.

Feedback-Kultur: Führung und Mitarbeiter sollten eine zeitnahe Informationspolitik zur Unternehmensentwicklung pflegen. In regelmäßigen Arbeitsgesprächen können Ziele (Wo wollen wir hin?), Stände der Zielerreichung (Wo stehen wir jetzt?), bereits erreichte Zwischenergebnisse und erforderliche Gegensteuerungsmaßnahmen besprochen werden, die eine konstruktive Feedback-Kultur kennzeichnen.

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