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Artikel und Hintergründe zum Thema

Non-Profit-Organisation

Kai Ingmar Link,

DGNB stärkt Präsidium und setzt Zeichen

Trotz der angespannten Lage in der Bau- und Immobilienwirtschaft verzeichnet die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) eine beeindruckende Entwicklung.

Das neu gewählte DGNB Präsidium: Prof. Josef Steretzeder, Jens Böhnlein, Prof. Dr.-Ing. Anke Karmann-Woessner, Dr. Andreas Gruber, Nicole Wallner, Prof. Amandus Samsøe Sattler, Martin Haas, Prof. Anett-Maud Joppien, Prof. Matthias Rudolph, Prof. Alexander Rudolphi, Thomas Kraubitz (v.l.n.r.) Es fehlen: Hermann Horster, Markus Müller © DGNB

Als unabhängige Non-Profit-Organisation hat sie sich zur führenden Plattform für Nachhaltigkeit im Bauen entwickelt. Im Zentrum stehen Bildung, Zertifizierung und der fachliche Diskurs – getragen von einem Netzwerk, das seit 2020 kontinuierlich wächst. Mit 2.820 Mitgliedsorganisationen und einem weltweit aktiven Expertennetzwerk markiert das Jahr 2024 einen neuen Höhepunkt der Vereinsgeschichte.

Die Fortbildungsplattform DGNB Akademie verzeichnete eine Vervielfachung ihres Umsatzes gegenüber 2020. Allein im vergangenen Jahr haben sich rund 3.000 Personen zu DGNB Auditoren, ESG-Managern und weiteren qualifizierten Fachkräften weitergebildet. Auch die Nachfrage nach der DGNB Zertifizierung steigt: Über 7.700 Projekte befinden sich derzeit in der Bearbeitung, zusätzlich zu fast 13.000 bereits ausgezeichneten Projekten. Damit ist die DGNB heute nicht nur in Europa führend, sondern auch international ein anerkannter Akteur für nachhaltiges Bauen.

Erweiterung des höchsten ehrenamtlichen Gremiums

Im Zuge dieser Entwicklung wurde auf der Mitgliederversammlung am 25. Juni 2025 in Stuttgart das Präsidium neu gewählt und strukturell angepasst. Um die wachsenden Anforderungen zu bewältigen und zusätzliche fachliche Perspektiven einzubinden, wurde das höchste ehrenamtliche Gremium der DGNB von zehn auf 13 Mitglieder erweitert.

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„In dem Maße, wie wir uns über das Wachstum in allen Bereichen freuen, so sehen wir es auch als Ansporn und Verantwortung, konsequent weiterzumachen – gerade in der aktuellen Zeit, in der unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung vieles wieder infrage gestellt wird“, erklärt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „So beschäftigen wir uns mit immer neuen Bereichen der gebauten Umwelt und versuchen, dort eine positive Veränderung in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu bewirken.“

Neun bestehende Präsidiumsmitglieder wurden für weitere zwei Jahre bestätigt, darunter DGNB-Präsident Prof. Amandus Samsøe Sattler. Neu hinzugekommen sind Jens Böhnlein von Siemens Healthineers, Dr. Andreas Gruber von der Deutschen Kreditbank AG (DKB), Markus Müller von der Architektenkammer Baden-Württemberg und Nicole Wallner von der Ten Brinke Group. Sie bringen unterschiedliche fachliche Hintergründe mit – von Architektur über Immobilienfinanzierung bis hin zu unternehmerischer Nachhaltigkeitsstrategie.

Impulse für zukunftsfähiges Bauen

Die Stimmen der neuen Mitglieder unterstreichen die thematische Vielfalt und Relevanz der DGNB. Jens Böhnlein erklärt: „Es motiviert mich, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten die DGNB als Impulsgeberin für zukunftsfähiges Bauen zu stärken.“ Für Dr. Andreas Gruber liegt der Fokus auf dem systemischen Wandel: „Immobilien sind der kritische Faktor. Die DGNB ist eine der wichtigsten Stimmen in diesem Zusammenhang.“

Auch Markus Müller hebt die strategische Zusammenarbeit zwischen Architektenkammern und DGNB hervor: „Der unfassbare Wissenspool, den die DGNB über viele Jahre aufgebaut hat, ist essenziell – nicht nur für die Baupraxis, sondern auch für politische Prozesse.“ Nicole Wallner wiederum betont die Rolle der DGNB als Plattform, die den Dialog zwischen Akteuren fördert und Bauunternehmen bei der Integration nachhaltiger Prinzipien unterstützt: „Ich möchte dazu beitragen, dass das DGNB System weiter optimiert und als integraler Bestandteil für den Erfolg zukunftsfähiger Bauprojekte anerkannt wird.“

Strategisch aufgestellt für die Zukunft

Mit der Erweiterung des ehrenamtlichen Gremiums und der Neuwahl des Präsidiums sendet die DGNB ein klares Signal: Nachhaltiges Bauen ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Die Einbindung verschiedenster Akteursperspektiven – von Wissenschaft über Architektur bis hin zur Finanzwirtschaft – ist dabei kein Selbstzweck, sondern strategisches Fundament.

Die DGNB versteht sich als Plattform, Motor und Stimme einer Bewegung, die den Wandel in der gebauten Umwelt vorantreibt. In einer Zeit, in der Fragen der Nachhaltigkeit, des Ressourcenverbrauchs und der Klimaneutralität auf dem Prüfstand stehen, ist diese Rolle wichtiger denn je. Als Non-Profit-Organisation mit einem starken ehrenamtlichen Rückgrat zeigt die DGNB, wie zivilgesellschaftliches Engagement und fachliche Expertise wirkungsvoll zusammenfinden können.

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