Lagebericht

Jessica Stütz,

Holzbau in Baden auf Erfolgskurs

Neue Rekordwerte bei Holzbauquote, Ausbildung und Zukunftsvertrauen – Zimmererhandwerk bestätigt seine Schlüsselrolle für Klimaschutz, Wohnungsbau und regionale Wertschöpfung.

Wohnbau (Neubau) 2025 Genehmigungen mit überwiegend verwendetem Baustoff Holz Deutschland Durchschnitt = 24,4 % (Vj. 24,1 %) © Quelle: https://www.holzbau-deutschland.de/fileadmin/user_upload/eingebundene_Downloads/Lagebericht_2026_mit_Statistiken.pdf

Die Zimmereien und Holzbaubetriebe in Baden blicken mit berechtigtem Optimismus auf das laufende Jahr. Der aktuelle Lagebericht Zimmerer/Holzbau 2026 von Holzbau Deutschland zeigt eine widerstandsfähige Branche mit steigenden Umsätzen, einer erfreulichen Ausbildungssituation und einer bundesweiten Spitzenstellung Baden-Württembergs beim Holzbau. Für Holzbau Baden e.V. sind diese Ergebnisse ein deutlicher Beleg dafür, dass sich nachhaltiges Bauen, handwerkliche Qualität und unternehmerische Innovationskraft erfolgreich ergänzen.

Der Lagebericht prognostiziert für 2026 einen weiteren Umsatzzuwachs von rund drei Prozent, nachdem bereits 2025 ein Plus von 2,9 Prozent erreicht wurde. Gleichzeitig steigt die Holzbauquote im Wohnungsneubau bundesweit auf 24,4 Prozent, während Baden‑Württemberg mit 38,6 Prozent den Spitzenplatz aller Flächenländer einnimmt. Auch im Nichtwohnbau erreicht das Land mit 33,8 Prozent einen herausragenden Wert. Diese Zahlen unterstreichen die führende Rolle des Holzbaus im Südwesten.

Gerade im Verbandsgebiet von Holzbau Baden e.V. entstehen seit Jahren anspruchsvolle Holzbauprojekte im Wohnungs-, Gewerbe- und öffentlichen Bau. Die Mitgliedsbetriebe prägen mit ihrem Know-how die Entwicklung moderner Bauweisen und leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Baden-Württemberg bundesweit Maßstäbe setzt.

Anzeige

Besonders erfreulich entwickelt sich der Berufsnachwuchs. Die Zahl der Auszubildenden im Zimmererhandwerk stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Frauenanteil auf 6,4 Prozent. Das ist der höchste bisher erreichte Wert. Damit gewinnt das Zimmererhandwerk nicht nur insgesamt an Attraktivität, sondern spricht zunehmend junge Frauen für technische, kreative und klimarelevante Berufe an.

Holzbau ist aktiver Klimaschutz. Holz bindet über Jahrzehnte Kohlendioxid, ersetzt energieintensive Baustoffe und ermöglicht ressourcenschonende Bauweisen. Moderne Holzgebäude verbinden Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und hohe Wohnqualität. Wer heute auf Holz baut, investiert nicht nur in die eigene Immobilie, sondern zugleich in Klima, regionale Wertschöpfung und kommende Generationen. Die Sorge, mehr Holzbau führe automatisch zu einer Übernutzung der Wälder, entbehrt jeder fachlichen Grundlage. Deutschlands nachhaltig bewirtschaftete Wälder liefern Jahr für Jahr deutlich mehr Holz, als derzeit für den Holzbau genutzt wird. Wer mit Holz baut, setzt deshalb auf einen nachwachsenden Baustoff, stärkt die heimische Wertschöpfung und leistet aktiven Klimaschutz.

Das Zimmererhandwerk gehört zu den Zukunftshandwerken Deutschlands. Digitale Planung, Robotik, Vorfertigung und traditionelles Handwerk greifen heute nahtlos ineinander. Die Betriebe bieten anspruchsvolle Karrierewege vom Auszubildenden bis zum Meister, Techniker oder Unternehmer und verbinden Nachhaltigkeit mit modernster Technik.

„Die Zahlen des aktuellen Lageberichts sind ein starkes Signal für unsere Betriebe und für alle Bauherren. Holzbau ist die Zukunft fürs Klima prima. Wir sind außerordentlich stolz auf unsere Zimmererinnen und Zimmerer, die jeden Tag Spitzenleistungen erbringen und zeigen, wie leistungsfähig das Handwerk in Baden ist. Dass immer mehr junge Menschen und insbesondere junge Frauen diesen Beruf wählen, freut uns ganz besonders. Jetzt gilt es, den Holzbau durch verlässliche politische Rahmenbedingungen weiter zu stärken und Verbraucher zu ermutigen, beim Bauen bewusst auf den nachwachsenden Rohstoff Holz zu setzen. Gleichzeitig brauchen wir mehr junge Menschen, die sich für eine handwerkliche Karriere entscheiden. Akademisierung allein wird den Fachkräftebedarf unseres Landes nicht lösen. Das Freiwillige Handwerksjahr kann hier eine wichtige Brücke zwischen Schule und Beruf schlagen und dem Handwerk die Aufmerksamkeit geben, die es verdient.“ – Cornelia Rupp-Hafner, Hauptgeschäftsführerin Holzbau Baden e.V.

Freiwilliges Handwerksjahr

Holzbau Baden e.V. spricht sich dafür aus, das Freiwillige Handwerksjahr als festen Baustein der Berufsorientierung zu etablieren. Schulabgänger erhalten dadurch die Möglichkeit, verschiedene Gewerke praktisch kennenzulernen und ihre Talente im Handwerk zu entdecken. Dies stärkt berufliche Karrieren, sichert Fachkräfte und eröffnet jungen Menschen hervorragende Zukunftsperspektiven.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Vollholzelemente

Wohnen und arbeiten unter einem Dach

Am Ufer des Starnberger Sees hat sich die Künstlerin Isabel Schützer de Magalhães einen lang gehegten Lebenstraum erfüllt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann entstand in Ambach ein Wohn- und Atelierhaus, das konsequent auf Natürlichkeit, Wohngesundheit und...

mehr...

FORUM HOLZBAU

19. Europäischer Kongress in Köln

Termin vormerken: Der 19. Europäischen Kongress "Effizientes Bauen mit Holz im urbanen Raum" (EBH 2026) im Kölner Veranstaltungszentrum "Gürzenich" findet am 07./08. Oktober 2026 statt. Veranstalter ist wie gewohnt FORUM HOLZBAU, flankiert von...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Jubiläum

Rubner feiert 100-jähriges Jubiläum

Die Rubner Gruppe feiert im Jahr 2026 ihr 100-jähriges Bestehen. Was 1926 mit einem kleinen Sägewerk in Südtirol in Kiens begann, hat sich über ein Jahrhundert hinweg zu einer erfolgreichen, international tätigen Unternehmensgruppe im Holzbau...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren