Straßensanierung
Stabilität und attraktive Optik dank Ecoprec
Das sind zwei Aspekte, die bei der Sanierung innerstädtischer Straßen im Fokus stehen: Reine Asphaltflächen halten Verkehrsbelastungen stand, sind jedoch nicht gerade attraktiv.
Gepflasterte Flächen sind zwar meistens schöner, nur nicht immer geeignet, Verkehrsbelastungen aufzunehmen. Zudem besteht die Gefahr, dass Wasser in die Pflasterbettung gelangt. Die Folge: ausgespülte Fugen und Steine.
Die Fußgängerzone der Turmstraße in Lörrach soll sich künftig von der Palmstraße über die Turmstraße bis in die Straße Am Hebelpark erstrecken. Als wichtiges Gestaltungselement der Palmstraße wird ein Teil des Straßenquerschnitts mit einer offenen, wassergebundenen Decke ausgebildet.
Ein wichtiger Aspekt bei der Sanierungsmaßnahme war die Flächenbefestigung. Hierzu Stefan Weber vom Tiefbauamt: "Die drei Straßenzüge sollten mit einem Pflasterbelag versehen werden, der eine hohe Aufenthaltsqualität sowie ein klares, visuelles Signal zur Verkehrsberuhigung bietet. Außerdem möchten wir mit der Sanierung auch eine Prägung des Straßenraums für den Langsamverkehr und für die Fußgänger erreichen. Der Bahnhofsplatz erhält eine städtebauliche und gestalterische Verknüpfung mit dem Zentrum Lörrachs. Hierfür ist ein Betonpflaster mit einer attraktiven Oberfläche gefordert", so Weber. Auch sei die Belastung durch Busse zu berücksichtigen – bis zu 135 fahren hier täglich.
Daher schaltete die Verwaltung Erich Lanicca vom Fachberatungsbüro für Pflasterungen und Natursteinbeläge ein, um Ausführungsvorschläge zu entwickeln. Auf Empfehlung des Gutachters und unter Abwägung gestalterischer, technischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte, wurde die Ausführung der exponierten Kurven- und Kreuzungsflächen sowie im Straßenbereich Am Hebelpark und in der Turmstraße in einer Sonderbauweise unter Verwendung des speziellen Bettungs- und Fugenmaterials Ecoprec von SF-Kooperation vorgesehen. "Dieses Material hat den großen Vorteil, dass es durch Steinbewegungen kaum zermahlen wird. Damit die Steinbewegungen von Anfang an minimiert werden, ist im Leistungsverzeichnis die Fugenverdichtung mittels Kontrolle mit der Fugensonde ausgeschrieben worden, denn die Grundvoraussetzungen für eine funktionierende Pflasterung ist eine optimal verdichtete Fugenfüllung. Ein rechtzeitiges Nachsanden der Fugenvertiefungen wird dringend empfohlen", so Lancia. Das ist außerdem hydrophob und benötigt keine untere Entwässerungsebene aus Drainbeton oder Drainasphalt. Und erfüllt die optischen Anforderungen.
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 05_2024.












