Elektrisch, leise und effizient:

Kai Ingmar Link,

Wie EAG mit kompakten Siebanlagen neue Maßstäbe im Baustoffrecycling setzt

Auf der InfraTech zeigt EAG eine kompakte Siebanlage für Abbruch und Recycling, die Effizienz, Robustheit und geringen Platzbedarf vereint.

Geringster Platzbedarf: Entnahme direkt am Ort der Beschickung. © EAG

Elektrische Siebtechnik für anspruchsvolle Baustellen

Im modernen Straßen- und Tiefbau gewinnt die Wiederaufbereitung mineralischer Baustoffe zunehmend an Bedeutung. Platzmangel auf innerstädtischen Baustellen, steigende Entsorgungskosten und strengere Umweltauflagen verlangen nach Lösungen, die leistungsfähig, leise und effizient arbeiten. Genau hier setzt die EAG Einfach Aufbereiten aus Dresden an, die ihre kompakte Siebtechnik erstmals auf der InfraTech in Essen einem breiten Fachpublikum vorstellt.

Mit dem Baustoff-Recyclingsieb SBR3 adressiert EAG gezielt Bauunternehmen, die im Abbruch und Recycling eine wirtschaftliche Alternative zur externen Aufbereitung suchen. Die Anlage ist konsequent auf den rauen Baustellenalltag ausgelegt und verbindet einfache Handhabung mit hoher mechanischer Belastbarkeit.

Robustheit als Grundlage für verlässliche Leistung

Ein zentrales Konstruktionsmerkmal der Siebanlage ist der über dem Siebdeck angeordnete Stangensizer. Er sorgt dafür, dass größere Gesteinsbrocken, Bordsteine oder Gehwegplatten bereits vor dem eigentlichen Siebvorgang zuverlässig abgeschieden werden. Diese Vorselektion schützt das Siebdeck und trägt wesentlich zur Betriebssicherheit bei. Unterstützt wird dies durch die Wahl großer Drahtstärken bei den Siebbelägen sowie durch die massiv ausgeführten Profil- und Blechstärken der vollständig ausgeschweißten Konstruktion.

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Baustoff-Recyclingsieb SBR 3 – einfach, robust und leistungsstark © EAG

Die technische Auslegung zahlt sich insbesondere bei schwierigen Materialien aus. Das hohe Kraft-Gewicht-Verhältnis des Kreisschwingers ermöglicht in Kombination mit der verstellbaren Siebneigung und der wählbaren Motordrehrichtung Beschleunigungswerte von über 5g. Damit eignet sich das System nicht nur für trockene Böden, sondern auch für feuchte Aushubmaterialien, die im Baustellenalltag häufig anfallen. Nach Herstellerangaben lassen sich selbst solche Materialien noch mit einer 16-Millimeter-Quadratmasche zuverlässig trennen.

Effizienz durch Reduktion auf das Wesentliche

Während klassische Flachdeck- oder Trommelsiebanlagen oft aufwendige Fördertechnik und großzügige Stellflächen benötigen, verfolgt EAG einen bewusst reduzierten Ansatz. Die Materialaufgabe erfolgt direkt auf das elektrisch betriebene Siebdeck mit einer Breite von zwei Metern und einer Länge von 2,4 Metern. Das gesiebte Material wird an gleicher Stelle unter dem Siebdeck entnommen. Durch dieses Prinzip entfallen zusätzliche Förderbänder, was nicht nur die Investitionskosten senkt, sondern auch den Platzbedarf deutlich reduziert.

In der Praxis bedeutet das kürzere Fahrwege für den Radlader, geringeren Koordinationsaufwand auf der Baustelle und eine insgesamt ruhigere Logistik. Gerade auf beengten Baustellen im urbanen Raum erweist sich dieser Ansatz als klarer Vorteil gegenüber komplexeren Siebanlagen.

Flexibel einsetzbar im Abbruch und Recycling

Die aktuelle Ausführung des SBR3 ist für den Einsatz mit Radladern im Bereich von fünf bis 15 Tonnen Betriebsgewicht ausgelegt. Je nach Siebbelag lassen sich Trennschnitte zwischen sechs und 60 Millimetern realisieren. Damit deckt die Anlage ein breites Spektrum typischer Anwendungen im Abbruch und im Baustoffrecycling ab, vom Vorsieben von Aushubmaterial bis zur Aufbereitung von Recyclingbaustoffen für den Wiedereinbau.

Im Breitbandausbau: Grob, fein, nass, trocken? Alles mit einer Siebanlage: SBR3 © EAG

Der elektrische Antrieb trägt zusätzlich dazu bei, Emissionen und Geräuschentwicklung zu reduzieren. Das ist nicht nur aus ökologischer Sicht relevant, sondern erleichtert auch Genehmigungsprozesse und den Einsatz in lärmsensiblen Bereichen.

Sichtbarkeit auf der InfraTech als Branchensignal

Dass EAG die Siebanlage erstmals auf der InfraTech präsentiert, unterstreicht die wachsende Bedeutung kompakter Aufbereitungstechnik für den Infrastrukturbau. Die Fachmesse gilt als zentrale Plattform für innovative Lösungen im Straßen-, Tief- und Infrastrukturbau und bietet den passenden Rahmen, um praxisnahe Technik einem fachkundigen Publikum zu vermitteln.

Für Entscheider im Bauwesen wird damit deutlich, dass moderne Siebanlagen nicht zwangsläufig groß, laut oder komplex sein müssen.

Vielmehr zeigt das Beispiel von EAG, wie durchdachte Konstruktion und konsequente Fokussierung auf den Baustellenalltag wirtschaftliche und technisch belastbare Lösungen für Abbruch und Recycling entstehen können.

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