Hydraulik in Aktion
Zeppelin - Die nötige Kraft für Bewegung
Eingesetzt werden Hydraulikzylinder zum Heben, Senken, Verschieben oder Verriegeln von Lasten. Eine besondere Form nutzen sogenannte Boom Trucks. Das sind spezielle Hubgeräte in der 50-, 60- oder 75-Tonnen-Klasse, die die Otto-Morof-Unternehmensgruppe für Lasten von bis zu 75 Tonnen einsetzt.
Große Lasten durch Engstellen in der Produktion horizontal sowie vertikal zu befördern und flexibel zu bleiben: Kein Problem für den Boom Truck. Dank seiner Bauhöhe von weniger als drei Metern kann er Hallentore problemlos passieren. Und erreicht eine Hubhöhe von über sieben Metern. "Häufig besteht jedoch ein Platzproblem. Wer will schon sein Dach gerne für einen Autokran öffnen? Das ist bei einem Boom Truck hinfällig", meint Thomas Morof. Im Arbeitsprozess drücken die vorderen Zylinder die Lasten nach oben, während die hinteren Zylinder dagegenhalten, damit der Hydraulikölkreislauf konstant bleibt. In vier Stufen können die Zylinder teleskopartig ausgefahren werden. Ein dünner Ölfilm unterstützt das Gleiten der Zylinder. Wegen der starken Kräfte verbiegen sich die Zylinder aber oft.
Dann aber weiß Patrick Jedrzejczak, Zeppelin-Serviceberater, Rat. Für die aufwendige Reparatur holte er jedoch seinen Kollegen, Frank Penzersinski, Mitglied der Hydraulikspezialisierung, zur Hilfe. "In Köln sitzen unsere Experten, die auf das Fachgebiet Hydraulik spezialisiert sind. Viele wissen gar nicht, welche komplexen Arbeiten Zeppelin in Eigenregie mit eigenen Mitarbeitern durchführen kann", so Jedrzejczak. "Durchschnittlich 200 Zylinder sind vorrätig – das Angebot reicht für Mini- bis Großbagger", so der Serviceberater. Repariert und aufbereitet werden neben Hydraulikzylindern von Cat alle Hydraulikzylinder mit einem maximalen Betriebsgewicht von fünf Tonnen. Im Fall der Otto-Morof-Unternehmensgruppe stellte Zeppelin in vier Wochen die Hydraulikzylinder wieder her. "Das waren allerdings schon ganz besondere Dimensionen, mit denen wir es hier zu tun hatten. Es war eine Hausnummer und kommt nicht alle Tage vor", erklärt Frank Penzersinski.
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 10_2024.











