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Bagger

Max Kandler,

Neue Cat Technik schafft Platz: Vom Betonfertigteilwerk zum Gartencenter

Auf dem Gelände eines ehemaligen Betonfertigteilwerks in Königsbrunn wurden einst Betonbauteile für Bauprojekte von Hochtief gefertigt. Die Produktion ist dort jedoch seit längerer Zeit eingestellt. Nun wird das Areal einer neuen Nutzung zugeführt: Die Baumarktkette Globus sowie ein Gartencenter von Dehner entwickeln und bebauen das weitläufige Grundstück neu. Voraussetzung dafür ist der vollständige Rückbau der bestehenden Produktionsanlagen. Mit dem Abbruch von rund 250 000 Kubikmetern umbautem Raum ist das Abbruchunternehmen Hafner Baumgartl beauftragt. Umfang und Komplexität des Projekts erfordern den Einsatz leistungsstarker Maschinentechnik.

Eine starke Bewehrung der Fundamente macht den Rückbau zu einem Kraftakt. © Zeppelin

Auf der Baustelle kommt geballte Cat Technik zum Einsatz. Zum bestehenden Maschinenpark mit einem Cat 336, einem Cat 330 sowie einem Cat 330 FLN wurde kürzlich ein weiterer Kettenbagger ergänzt. Der neue Cat 340 wurde von der Zeppelin Niederlassung Ulm ausgeliefert, begleitet von Gebietsverkaufsleiter Uwe Fuhrmann und Serviceberater Joachim Steck. In der Straight-Boom-Ausführung erreicht die Maschine mit ihrem geraden, teleskopierbaren Ausleger ohne Zusatzgelenk eine Reichweite von bis zu 14 Metern. Damit lassen sich auch höher gelegene Bauteile effizient zurückbauen – ein entscheidender Vorteil für die Abbruchprojekte von Hafner Baumgartl.

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Im Vergleich zu innerstädtischen Abbruchmaßnahmen bietet das Gelände des ehemaligen Betonfertigteilwerks ausreichend Platz für den Einsatz großer Maschinen. Dennoch stellt das Areal die Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Dazu zählen unter anderem vorhandene Bahngleise, ehemalige Kranbahnen, stark bewehrte Fundamente sowie massive Bodenplatten. Mit den eingesetzten Cat Baumaschinen lassen sich diese Anforderungen bewältigen. Der 40-Tonnen-Bagger kommt dabei genau zum richtigen Zeitpunkt zum Einsatz, da er den Betrieb schwerer Anbaugeräte ermöglicht, darunter ein Pulverisierer mit einem Gewicht von knapp vier Tonnen. „Der Bagger hat die Kraft, die wir brauchen“, bewertet Unternehmer Daniel Hafner die Leistung der Maschine.

Zur Ausstattung der neuen Geräte gehören unter anderem Stielschutz, Löffelzylinderschutz sowie ein Kettenabstreifer am Laufwerk. Zusätzlich hat sich das Unternehmen über einen Full-Service-Vertrag und eine Maschinenbruchversicherung abgesichert. „Tauchen dennoch Probleme auf, gibt es einen Ansprechpartner, der nach einer Lösung sucht“, erklärt der Firmeninhaber. Die enge Betreuung ist ein Grund dafür, dass auf der Baustelle überwiegend Cat Maschinen eingesetzt werden. „Es kann immer was sein, zum Beispiel mit der Elektronik, aber als Unternehmen sind wir gut aufgestellt“, erläutert Uwe Fuhrmann. Serviceberater Joachim Steck ergänzt: „Unsere Monteure verstehen ihr Handwerk.“

Dank der Straight-Boom-Ausführung kommt der Kettenbagger auf bis zu 14 Meter Reichweite. Damit lassen sich Gebäude rückbauen, die Hafner Baumgartl als Bauprojekte im Blick hat. © Zeppelin

Für den Materialumschlag ist ein Cat Radlader 966M im Einsatz, der die Brechanlage kontinuierlich mit Abbruchmaterial versorgt. Der anfallende Beton wird direkt vor Ort aufbereitet. Das gewonnene Recyclingmaterial dient anschließend zur Auffüllung von Teilflächen und wird als Unterbau für Straßen und Gebäude genutzt. „Wir nutzen die zur Verfügung stehenden Ressourcen neu und gewinnen mit unserem zertifizierten Recyclingmaterial einen Ersatzbaustoff, der jetzt und in der Zukunft an Bedeutung gewinnt. Leider spielt die Bürokratie eine große Rolle, da mit neuen Verordnungen auch erhebliche Verwaltungsarbeiten entstehen, die unsere Arbeit nicht wirklich leichter macht“, sagt Daniel Hafner.

Für das Unternehmen Hafner Baumgartl hat der Auftrag eine besondere Bedeutung. Die Baustelle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Firmensitz in der Hunnenstraße 36, sodass die Maschinisten lediglich die Straßenseite wechseln müssen. Für Daniel Hafner war es daher naheliegend, dieses Projekt unbedingt realisieren zu wollen. Mit einem Volumen von 250 000 Kubikmetern umbautem Raum handelt es sich um den zweitgrößten Auftrag in der Unternehmensgeschichte. Lediglich der Rückbau eines Bahnschwellenwerks inklusive Hochregallager mit 330 000 Kubikmetern war bislang umfangreicher.

„Vor vier Jahren haben wir unseren neuen Standort in Königsbrunn bezogen. Es war nicht einfach, einen passenden Platz für unser Büro und die angrenzende Werkstatt samt Stellflächen für unseren Maschinenpark im Umkreis von Augsburg zu finden“, beschreibt der Geschäftsführer die damalige Situation. Daniel Hafner ist seit 2010 im Familienbetrieb tätig und übernahm das Traditionsunternehmen aus Königsbrunn bei Augsburg im Jahr 2021 von seinem Schwiegervater Walter Baumgartl. Der Betrieb beschäftigt rund 17 Mitarbeiter. „Früher haben wir ein breiteres Spektrum an Leistungen angeboten. Inzwischen konzentrieren wir uns auf unser Kerngeschäft, den Abbruch und das Recycling“, erläutert Hafner.

Dabei setzt das Unternehmen auf ein eingespieltes Team aus erfahrenen Maschinisten, darunter Max Schneider, Hans Uhl und Michael Weigl. Vor Beginn eines Abbruchs werden die einzelnen Arbeitsschritte gemeinsam besprochen. „Wie fangen wir an, wo ist es am sinnvollsten? Jeder aus dem Team bringt sich ein. Ohne sie geht gar nichts. Wir sind ein eingeschworenes Team, das seit vielen Jahren gut zusammenarbeitet. Jeder weiß genau, was er tun muss“, betont der Unternehmer. Die Sorgfalt zeigt sich auch im Umgang mit den Maschinen: Selbst nach rund 11 000 Betriebsstunden im schweren Abbruch sind kaum Abnutzungserscheinungen erkennbar. Dieser Anspruch gilt auch für den neuen Cat 340, der künftig ein fester Bestandteil des Maschinenparks bleiben soll.

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