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Artikel und Hintergründe zum Thema

Straßenbau mit Präzision

Kai Ingmar Link,

Storz modernisiert zentrale Bahnhofsplätze

Storz erneuert die Bahnhofsplätze in Konstanz und Tuttlingen: moderne Verkehrsknotenpunkte, Betonbauweise und effiziente Straßenbau-Technik.

Mit seiner markanten Stahldachkonstruktion prägt der neue Tuttlinger Konrad-Adenauer-Platz das Stadtbild. © Storz

Zwei Städte, ein Ziel: Leistungsfähige Verkehrsknotenpunkte

Konstanz und Tuttlingen haben in den vergangenen Monaten zwei ihrer prägendsten öffentlichen Räume neu strukturiert. Beide Städte entschieden sich für umfassende Modernisierungen ihrer Bahnhofsplätze – ein Schritt, der nicht nur das Stadtbild verändert, sondern auch die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs neu definiert. Storz übernahm als Hauptauftragnehmer die komplexen Arbeiten und setzte auf robuste Straßenbau-Lösungen, die den langfristigen Belastungen durch Busverkehr und Lieferströme standhalten.

Der Einsatz moderner Baumaschinen, präziser Tiefbautechnik und leistungsfähiger Bagger prägte die Bauabschnitte sowohl am Bodensee als auch im Baarland. Trotz unterschiedlicher städtebaulicher Anforderungen verfolgten beide Projekte dieselbe Philosophie: langlebige Infrastruktur, klare Verkehrsführung und zukunftsfähige Bauweise.

Tuttlingen: Ein neuer Konrad-Adenauer-Platz als urbanes Drehkreuz

Angesichts der erheblichen Verkehrsbelastung durch Busse hat man die Fahrbahndecken in Beton ausgeführt. © Storz

In Tuttlingen entstand aus einem in die Jahre gekommenen Areal ein neuer Busbahnhof, der städtebaulich wie funktional Maßstäbe setzt. Das Projekt, bei Storz mit 3,7 Mio. Euro verbucht, transformierte eine ehemalige Asphaltfläche in ein modernes Verkehrszentrum. Die Arbeiten begannen mit umfangreichen Rückbauarbeiten und der Einrichtung eines Interimsbusplatzes, bevor die eigentlichen Tiefbauarbeiten starteten.

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Neue Entwässerungssysteme, Schwerlastschlitzrinnen, Kanäle, Leitungsgräben und Kontrollschächte bilden heute die technische Grundlage des Platzes. Die Betonbauweise wurde bewusst gewählt, um die täglichen Belastungen durch hunderte Busfahrten sicher zu tragen. Ergänzt wird die Infrastruktur durch stabile Köcherfundamente, die die markante Stahlkonstruktion tragen. Die Dachform prägt das neue Gesicht des Platzes und verschattet die dunkler eingefärbten Betonflächen, die exakt auf die Anforderungen der Busachsen abgestimmt sind.

Das STORZ-Team nach getaner Arbeit: Markus Elsen, Jakob Krickl, Mathias Erath, Guido Wagner, Stefan Lehrmayer, Frank Pfeiffer, Sebastian Holzhauer, Marcel Raab. © Storz

Für die Freiraumgestaltung war das Storz-Unternehmen Schöppler verantwortlich. Das Team legte funktionale Außenanlagen, großflächige Pflasterarbeiten und eine klimaresiliente Bepflanzung an. Mehrere Baumarten schaffen ein harmonisches Bild, während ein Bewässerungssystem aus Regenwassernutzung die nachhaltige Pflege gewährleistet.

Konstanz: Straßenbau im internationalen Verkehrsknoten

Während in Tuttlingen die Stadtmitte neu geordnet wurde, lag der Fokus in Konstanz auf der Modernisierung eines der meist frequentierten Verkehrsknotenpunkte der Region. Der Bahnhofsplatz der Grenzstadt verbindet Linien aus Baden und dem schweizerischen Thurgau. Täglich fahren hier hunderte Busse, darunter auch deutlich schwerere Elektrobusse, weshalb sich die Verantwortlichen für eine Betonfahrbahn entschieden, die auf hohe Dauerlasten ausgelegt ist.

Ein Konstanzer Stadtbus, ein sogenannter „Roter Arnold“, am Lago-Kreisel, der südlichen Zufahrt zum Bahnhofsplatz. Einer von 700 täglich. © Storz

Über 3.800 Quadratmeter Beton wurden in über 50 Bauabschnitten hergestellt. Die Flächen unterscheiden sich in ihrer Oberflächenstruktur, angepasst an Lage und Verkehrsführung. Storz führte gemeinsam mit Schleith sämtliche Tiefbauarbeiten aus – vom Leitungsbau über den Untergrund bis zur fertigen Verkehrsfläche. Insgesamt wurden rund 7.500 Quadratmeter bearbeitet, inklusive Entwässerung, Straßenunterbau und Oberbau.

Das Projekt war nicht nur bautechnisch anspruchsvoll. Historische Bodenfunde, darunter Reste des Kapuzinerklosters und Teile der ehemaligen Stadtmauer, verlangsamten den Baufortschritt und erforderten intensive Abstimmungen mit Archäologie und Denkmalschutz. Trotz dieser Herausforderungen blieb das Projekt im Zeitrahmen. Mit 6,9 Mio. Euro schlägt es im Storz-Projektportfolio zu Buche.

Viele Bürger feierten mit bei der Einweihung ihres neuen Konstanzer Bahnhofsplatzes, nach zweieinhalb Jahren Bauzeit und knapp 10 Mio. Euro Investitionssumme. © Storz

Auch hier integrierte man nachhaltige Lösungen wie Regenwasserzisternen zur Bewässerung der Baumpflanzungen. Die neue Platzgestaltung verbindet moderne Infrastruktur mit einem historischen Umfeld, dessen architektonische Prägung weiterhin sichtbar bleibt.

Baumaschinen und Bagger als Schlüssel zum Projekterfolg

Zufriedene Bauleute vor dem historischen Hotel Halm bei der Einweihung des neugestalteten Platzes: Markus Elsen, Alexander Müller (Schleith), Guido Wagner, Thomas Rohrer (Schleith), Josef Bosch, Josua Grothaus, Joachim Wiedenbach, Tobias Mayer © Storz

Beide Bauvorhaben verdeutlichen, wie entscheidend moderne Baumaschinen und leistungsstarke Bagger im heutigen Straßenbau sind. Die präzise Ausführung in eng getakteten Bauabschnitten, das Arbeiten unter laufendem Verkehr und die Umsetzung schwerer Betonfahrbahnen wären ohne aktuelle Maschinenstandards nicht realisierbar gewesen. Storz setzte auf eine Kombination aus Erfahrung, Maschinenkompetenz und effizienten Abläufen, um hohe Qualitätsstandards unter Termindruck zu erreichen.

Ein Beitrag zur städtischen Zukunftsentwicklung

Manche nennen Konstanz liebevoll die „nördlichste Stadt Italiens“. Der neue Bahnhofsplatz unter dem Campanile wartet jetzt auf die nötigen Cafés. © Storz

Mit den fertiggestellten Bahnhofsplätzen stärken Konstanz und Tuttlingen ihre Position als regionale Verkehrszentren. Beide Projekte zeigen, wie moderne Straßenbaukonzepte städtische Räume funktional, nachhaltig und gestalterisch aufwerten können. Storz beweist, dass regionale Tiefbaukompetenz in Verbindung mit moderner Maschinentechnik leistungsfähige Infrastruktur schafft – heute und für kommende Jahrzehnte.

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