Dekarbonisierung

Damir Mioc,

Rolls Royve Power Systems vereint Effizienz und Klimaziele

Die Dekarbonisierung erreicht zunehmend auch schwere Bergbau- und Baustellenfahrzeuge. Rolls-Royce Power Systems entwickelt ein Hybridantriebssystem für Muldenkipper, das Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen im Tagebau reduzieren soll.

Die Dekarbonisierung von Fahrzeugen ist ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Baubranche. © Pelemedia (Symbolbild, erstellt mit KI)

Der geplante Praxistest ab Herbst 2026 steht exemplarisch dafür, wie alternative Antriebssysteme in energieintensiven Schwerlastanwendungen wirtschaftlich nutzbar sein könnten.

Steigende Rohstoffnachfrage, strengere Klimaziele und zunehmender Kostendruck verändern längst die Anforderungen im globalen Bergbau. Der Transport im Tagebau gilt als zentraler Hebel für mehr Effizienz und geringere Emissionen, verursachen doch Muldenkipper einen erheblichen Anteil der Produktionskosten.

Rolls-Royce Power Systems entwickelt deshalb ein Hybridsystem, das mtu-Motoren der Baureihe 4000 mit einem elektrischen Antriebsstrang kombiniert. Das Konzept nutzt Bremsenergie bei der Bergabfahrt, speichert diese in Batterien und aktiviert sie anschließend bei Bergauffahrten zur Unterstützung der Radmotoren. So arbeitet der Dieselantrieb unter geringerer Last, was zur Folge hat, dass sich Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß reduzieren.

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"Rolls-Royce reagiert mit dieser neuen Entwicklung auf das wachsende Bestreben der globalen Bergbauindustrie, effizienter und nachhaltiger zu arbeiten", erklärt Cobus van Schalkwyk, Vice President Global Mining bei Rolls-Royce Power Systems.

Je nach Topografie und Einsatzprofil der Mine sollen sich laut Unternehmen bis zu 30 Prozent Kraftstoff und CO2-Emissionen einsparen lassen. Besonders relevant ist dabei der modulare Aufbau des Systems. Das Hybridantriebssystem soll sich an unterschiedliche Fahrzeugtypen und Betriebsbedingungen anpassen lassen und perspektivisch auch zur Nachrüstung bestehender Muldenkipper geeignet sein. "Der Transport im Tagebau mit Muldenkippern verursacht den größten Anteil der Produktionskosten – und einen erheblichen Teil der Emissionen. Hybride Antriebssysteme bieten hier einen wirksamen Hebel für Kostensenkung und Dekarbonisierung", so van Schalkwyk.

Die Entwicklung reiht sich ein in die Riege zahlreicher Initiativen, die zeigen, dass sich die Elektrifizierung zunehmend auch auf schwere Spezialfahrzeuge ausweitet. Neben Produktivität und Betriebssicherheit werden Energieeffizienz und Emissionsreduktion zu strategischen Wettbewerbsfaktoren.

Mit dem geplanten Praxistest ab Herbst 2026 will Rolls-Royce zeigen, wie sich das System unter realen Bedingungen im schweren Tagebaubetrieb bewährt.

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