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Alternative Antriebe

Kai Ingmar Link,

JCB stellt emissionsarmen Walzenzug VM118D mit EU-Stufe-V-Motor vor

Mit dem neuen Walzenzug VM118D setzt JCB einen bemerkenswerten Meilenstein in der Verdichtungstechnik. In einem Markt, der von wachsendem Kostendruck, anspruchsvollen Emissionsvorgaben und technologischem Wandel geprägt ist, liefert der britische Hersteller eine Maschinenlösung, die in mehrfacher Hinsicht Maßstäbe setzt.

Walzenzug VM118D: Der global erste Walzenzug über 10 t mit 55 kW EU-Stufe-V-Motor – ohne Diesel-Exhaust-Fluid (DEF) © JCB

Es ist die erste Verdichtungsmaschine über zehn Tonnen Einsatzgewicht, die die strengen Vorgaben der EU-Stufe V erfüllt – und das ohne den Einsatz von Diesel-Exhaust-Fluid (DEF). Diese Weltneuheit bringt neue Perspektiven für Unternehmen im Straßenbau, die zunehmend auf Effizienz, Umweltverträglichkeit und geringe Betriebskosten achten müssen.

Herzstück des neuen Modells ist der JCB-eigene 430 Dieselmotor mit einer Leistung von 55 kW. Anders als bei vergleichbaren Maschinen ist für die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte kein SCR-System notwendig. Damit entfällt nicht nur die regelmäßige Nachbefüllung mit DEF, sondern auch der Wartungsaufwand für zusätzliche Abgasnachbehandlungssysteme. Die Maschine zeigt, dass technologische Innovation im Straßenbau nicht nur emissionsärmer, sondern auch wirtschaftlicher sein kann.

Effizienz trifft auf Funktionalität

Der VM118D vereint Komponenten aus bewährten Modellen: Die Frontpartie mit Vibrationsbandage stammt vom 116D, das Heck samt EU-Stufe-V-Antrieb vom VM117. Entstanden ist daraus eine globale Plattform für den Straßen- und Tiefbau, die anspruchsvolle Anforderungen erfüllt – sei es auf Großbaustellen, bei Erdarbeiten oder im kommunalen Einsatz.

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Ein vierstufiges Traktionssystem sorgt für präzise Kraftübertragung – selbst bei bis zu 55 Prozent Steigfähigkeit. Zwei Frequenzbereiche, variable Amplituden und Zentrifugalkräfte von bis zu 256 kN ermöglichen eine optimale Verdichtung in jeder Schichtstärke.

Die massive Bandage mit 28 Millimeter Grund- und 10 Millimeter Zusatzstärke ist auf harte Einsätze ausgelegt und erhöht gleichzeitig die Lebensdauer der Maschine. In der Serienkonfiguration kommt der VM118D als Glattmantelwalze, eine Stampffuß-Variante wird folgen.

Intelligente Verdichtung serienmäßig vernetzt

Ein weiteres zentrales Merkmal ist die digitale Konnektivität. Der neue Walzenzug ist serienmäßig mit JCB LiveLink ausgestattet. Das System überträgt Echtzeitdaten zur Maschinennutzung, Position, Wartung und Betriebsdauer – eine wichtige Grundlage für Flottenmanagement und präventive Wartung im Baugewerbe.

Der Vertrag für LiveLink ist für fünf Jahre inkludiert. Optional lässt sich das System durch JCB IntelliCompaction erweitern, das eine noch präzisere Verdichtung auf Basis von Bodensensorik erlaubt.

Der neu konstruierte Motorraum mit weit öffnender Haube ermöglicht einen komfortablen Zugang zu allen Wartungspunkten auf Bodenhöhe. Die Sicht nach hinten wurde durch eine abgeschrägte Haube weiter verbessert – ein Detail, das die Sicherheit auf der Baustelle erhöht und zugleich den Bedienkomfort steigert.

Komfortkabine mit klarem Fokus auf Bedienerfreundlichkeit

Der Arbeitsplatz des Fahrers wurde vollständig überarbeitet. Die neue ROPS/FOPS-Kabine verfügt über eine durchgehende Flachverglasung, die nicht nur für ein luftiges Raumgefühl sorgt, sondern auch bei Glasschäden den Austausch erleichtert. Klimatisierung und LED-Arbeitsbeleuchtung sind serienmäßig, ergänzt durch vier Rundumleuchten.

Das zentrale Bedienelement ist ein intuitives 7-Zoll-Display aus der aktuellen X-Serie der JCB-Bagger. Zusammen mit einem Drehrad zur Navigation lässt sich die Maschine mit minimalem Schulungsaufwand effizient bedienen.

Optional stehen weitere Sicherheitsfunktionen wie eine Rückfahrwarnung mit weißem Rauschen, eine Wegfahrsperre sowie eine integrierte Beleuchtungseinrichtung zur Verfügung. Damit erfüllt der Walzenzug nicht nur technische, sondern auch arbeitsschutzrechtliche Anforderungen im modernen Straßenbau.

Ein Maschinenkonzept für eine neue Bauära

Mit dem VM118D bringt JCB eine Maschine auf den Markt, die sich bewusst gegen technologische Überkomplexität stellt – und dennoch mit intelligenter Technik, hoher Umweltverträglichkeit und praxisnaher Effizienz punktet. Der Verzicht auf DEF bei gleichzeitiger Einhaltung der EU-Stufe V bedeutet einen echten Fortschritt für viele Unternehmen, insbesondere im Straßenbau.

Für ein Baugewerbe im Wandel liefert JCB damit nicht nur eine technische Innovation, sondern auch ein klares Bekenntnis zur Vereinfachung durch intelligente Lösungen.

Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen

Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

Neue Wege aus der Baukrise

Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.

Chancen für die Bauwirtschaft

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

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