Baugewerbe-EXKLUSIVINTERVIEW
Gute Arbeitskleidung für den Bau – im Mietservice der DBL
Gute Arbeitskleidung für den Bau – professionell, imagegerecht und sicher im textilen Mietservice. Thomas Krause von der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing im Interview mit Baugewerbe-Chefredakteur Kai Ingmar Link.
Baugwerbe: Was macht gute Arbeitskleidung für den Bau aus?
Thomas Krause:
Gute Arbeitskleidung muss die Mitarbeiter in ihrem Gewerk bei Indoor- und Outdooreinsätzen schützen, sie müssen sich komfortabel darin bewegen können und die Kleidung sollte berufsspezifische Features mitbringen.
Der Schutz:
Auf Basis einer Gefährdungsanalyse, die der Unternehmer erstellt, empfehlen wir beispielsweise die entsprechende Schutz- und Arbeitskleidung. Die Mitarbeiter sollten mit moderner Funktionskleidung wie Softshell-, Fleece-, oder Wetterjacken gegen Wind und Wetter geschützt sein. Und bei Bedarf – etwa bei Arbeit in der Dämmerung oder beim schnellen Wechsel von Indoor- zu Outdoortätigkeiten – sollten sie auch mit normgerechter Warnschutzkleidung ausgestattet werden.
Der Komfort:
Arbeitskleidung für den Bau muss gleichzeitig robust und dabei doch leicht und angenehm zu tragen sein. Hautfreundliches Mischgewebe von nicht allzu schwerer Grammatur, dazu eine ergonomische Schnittführung sowie sinnvoll platzierte Stretcheinsätze an Hosen (Knie und Gesäß) und Jacken (Ellenbogen, Rücken und Schulterbereich) bringen den Profis am Bau mehr Bewegungsfreiheit. Wichtig: ein breites Größenspektrum!
Funktionale Details:
Ein durchdachtes Taschenkonzept mit geräumigen Beintaschen, doppelten Zollstocktaschen, Hammerschlaufen, Kniepolstertaschen oder auch zusätzlicher Smartphonetasche sollten nicht fehlen. Verstärkungen der Taschen mit Cordura-Besatz machen Sinn. Ebenso Reflexpaspeln, verlängerte Rückenteile bei Westen und Jacken. Eben alles, was den Arbeitsalltag erleichtert. Dazu gehört auch, wenn sich beispielsweise die Fleecejacke in die Wetterjacke einzippen lässt.
BGW: Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit die Kleidung Teil des DBL-Sortiments werden können?
Krause: Da wir ein textiler Mietdienstleister sind, schafft es in unser Sortiment nur qualitativ hochwertige Arbeitskleidung. Material, Verarbeitung, Details – alles muss hier passen. Dazu arbeiten wir seit Jahren mit namhaften europäischen Herstellern von Berufskleidung zusammen – entwickeln häufig mit diesen gemeinsame Kollektionen. Und machen dann auch entsprechende Waschtests mit den einzelnen Artikeln. Hintergrund: Arbeits-kleidung, gerade auch im Bau, ist enormen Beanspruchungen und Verschmutzungen ausgesetzt. Wichtiges Kriterium ist hier für uns, dass die Arbeitskleidung industriewäschetauglich ist – und lange hält. Das ist ja auch das Konzept unseres nachhaltigen Mietmodells: Wir halten hochwertige Arbeitskleidung durch zertifizierte Waschprozesse und sorgfältige Pflege – dazu gehört auch die fachgerechte Reparatur – so lange wie möglich im Einsatz.
BGW: Warum macht es Sinn, Arbeitskleidung zu mieten?
Krause: Am Ende ist die Entscheidung für die Arbeitskleidung auch eine betriebswirtschaftliche Investition. Und hier sind wir beim Thema Kosten. Für viele Bauunternehmen der entscheidende Faktor. Klar sollte hier sein, dass professionelle Berufskleidung finanziellen Einsatz erfordert. Hier können die Betriebe entscheiden, ob sie die Kleidung kaufen oder leasen. Wird gekauft, fallen zunächst hohe Anschaffungskosten an. Es muss zudem geklärt werden, wer dann Lagerung, Pflege und Wäsche übernimmt. Im DBL Leasing gehört das alles mit zum Full-Service. Mit uns entfallen hohe Investitionskosten. Durch transparente und faire Leasingverträge können die Unternehmen mit klar kalkulierbaren monatlichen Kosten rechnen – und mit der Entlastung rund um die Organisation der Kleidung für ihr Team. Das übernehmen wir.
BGW: Wie funktioniert die Betreuung der Kunden durch DBL genau?
Krause: Unsere Betreuung ist umfassend: Wir beraten im Vorfeld persönlich und vor Ort, finden für jeden Betrieb und jedes Budget eine individuelle Bekleidungslösung. Nach der Ausstattung jedes einzelnen Mitarbeiters mit passender Arbeitskleidung – hier gerne auch mit individuellen Anproben und Tragetest – sorgen wir dafür, dass jeder im Team stets seine frisch gepflegte personalisierte Arbeitskleidung griffbereit hat. Wir bereiten die Kleidung fachgerecht auf, normierte Schutzkleidung in PSA-zertifizierten Waschprozessen. Das gibt den Betrieben die Sicherheit, dass ihre Mitarbeiter stets ordentlich und bei Bedarf normgerecht ausgestattet sind. Unsere Servicefahrer liefern die frisch gepflegte Arbeitskleidung auf Wunsch in mit den Kunden abgesprochenen Intervallen bis in die Spinde der Betriebe – hierfür stellen wir auch Schrank- oder Hängesysteme bereit – und nehmen die verschmutze Kleidung gleichzeitig mit. Beschädigte Kleidung – auch PSA – wird von geschultem Fachpersonal repariert. Verschlissene Kleidung wird ausgetauscht. Durch dieses routinierte Zusammenspiel ist der gute Auftritt gesichert. Wichtig für uns: Als ein bundesweiter Verbund von mittelständischen textilen Mietdienstleistern sind unsere regionalen DBL Partner nah am Kunden. Vorteil: Wir können sehr flexibel bei Änderungswünschen wie Mitarbeiterwechsel reagieren. Es gibt immer persönliche Ansprechpartner vor Ort. Zudem bieten wir natürlich auch digitalen Service, wie ein 24/7 erreichbares Kundenportal und eine Reparatur App. Unsere Kunden haben die Wahl.
BGW: Bieten Sie nur selbstentwickelte Kleidung an oder auf das Sortiment anderer Hersteller?
Krause: Wir haben selbst entwickelte Kleidung im Programm wie etwa die Premiumkollektion DBL meisterhaft oder unseren jüngsten Neuzugang, DBL Forward. Darüber hinaus arbeiten wir, wie schon erwähnt, mit namhaften europäischen Herstellern zusammen und haben entsprechend vielfältige und moderne Kollektionen im Programm. Wir freuen uns hier, unseren Kunden eine tolle Auswahl an Workwear, ergänzenden Funktionsartikeln und auch schützender PSA zu bieten. Eben alles aus einer Hand. Das ist mit uns möglich.
BGW: Wie haben sich die Ansprüche der Kunden in den vergangenen Jahren verändert und wie trägt DBL dem Rechnung?
Krause: Zum einen haben sich die Anforderungen der Profis geändert. Die wollen heute eine hochwertige, moderne Arbeitskleidung und bevorzugen ganz bestimmte Marken. Da gibt es Favoriten – und die haben wir im Mietprogramm. Hier gilt es heute auch – Stichwort Fachkräftemangel – als Wertschätzung, wenn die Unternehmen ihren Mitarbeitern die Lieblingsmarke zur Verfügung stellen und auch gleichzeitig die Pflege dieser Kleidung übernehmen. Zuhause selbst die Arbeitskleidung waschen oder reparieren, will heute kaum einer! Das wird schon als Entlastung empfunden, wenn es vom Arbeitgeber organisiert wird und der Profi sich um nichts kümmern muss. Andererseits ist die Branche oft auch preissensibel und hier können wir mit unserem breiten Angebot an Kollektionen im Leasing attraktive Angebote machen.
BGW: Berufskleidung ist ein wichtiger Faktor für den Arbeitsschutz. ABER: Was kann Berufskleidung noch? Ich denke zum Beispiel sofort an die Außenwirkung für Unternehmen und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel?
Krause: Das ist der Punkt. Ein einheitlicher, CI-gerechter Auftritt ist die Visitenkarte des Unternehmens, das hat Außenwirkung. Die Bereitstellung hochwertiger Arbeitskleidung steigert zudem – wie oben erläutert – die Mitarbeiterzufriedenheit. Mit uns gelingt ein guter Auftritt. Durch eine Vielzahl von Kollektionen in einem breiten Farbspektrum können wir das professionelle CI-gerechte Erscheinungsbild optisch unterstützen. Auch die Veredelung mit individuellem Firmenlogo oder Emblem der Kleidung übernehmen wir auf Wunsch. Auch bei PSA.
BGW: Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Wie reagiert DBL darauf?
Krause: Ebenfalls ein wichtiger Punkt. Hier reagieren wir mit fair produzierten Mietkollektionen, haben viele Artikel aus recycelten Materialien im Programm – das hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt. Wichtigstes Kriterium für Nachhaltigkeit bei Kleidung ist allerdings deren Langlebigkeit. Und genau dafür steht ja unser Mietkonzept und unser umweltschonender Servicekreislauf. Durch sehr sorgfältige, ressourcensparende Waschprozesse und Reparatur halten wir die Arbeitskleidung so lange wie möglich im Einsatz. Mit uns ist Kleidung kein schnelllebiger Wegwerfartikel. Das überzeugt auch immer mehr unserer Kunden in den unterschiedlichsten Branchen.
BGW: Aktuell erlebt die Branche eine harte Krise. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf DBL und wie reagieren Sie?
Krause: Trotz mannigfacher Krisen ist die Stimmung immer noch gut, die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Berufskleidung stabil. Das liegt sicher nach wie vor am dringlichen Thema Fachkräftemangel und Nachwuchsgewinnung – da hat sich auch 2024 bislang nichts geändert. Auch haben wir hier gute Argumente für unseren Full-Service, da er unseren Kunden in organisatorischer und auch finanzieller Hinsicht Entlastung bringt. Leasing ist hier für Unternehmen eine Alternative. Denn es senkt die Investitionen der Betriebe in die Vorratshaltung und Lagerung, verbessert die individuelle Liquidität – gerade während und nach Krisenzeiten ein entscheidendes Kriterium.
BGW: Und in Zukunft? Welche Ideen und Projekte will DBL in der kommenden Zeit vorantreiben?
Krause: Die Innovationen am Markt für Arbeits- und Schutzkleidung beobachten wir genau. Und reagieren, wenn nötig. Denn wir möchten unseren Kunden auch in Zukunft sehr moderne, schützende und nachhaltige Arbeitskleidung für ihre Mitarbeiter anbieten – und das zu fairen Konditionen im Mietservice. Eben hochwertig und effizient. Wir sehen uns hier für die Branche als verlässlichen Partner und unsere regionale Präsenz als Stärke. Zudem arbeiten die regionalen DBL Partner weiter an ihren nachhaltigen Prozessen und tätigen Neuinvestitionen – etwa im Bereich erneuerbare Energien und ressourcenschonende Produktionsverfahren. So sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt.
BGW: Vielen Dank für das Gespräch!
Dieses Exklusivinterview erschien zuerst in Ausgabe 10_2024.













