Baustelle

Restaurierungsarbeiten an historischem Denkmal am „Tor nach Westfalen“

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica wird derzeit mit einem Gesamtbudget von 16 Millionen Euro restauriert. Die Eröffnung ist für Juli dieses Jahres geplant. Dirks Natursteinprojekte verbaut dort 1.500 Tonnen Sandstein. Zum Einsatz kommen dabei zwei Teleskoplader der Roto-Serie von Merlo.

Teleskoplader von Merlo
Zwei drehbare Teleskoplader von Merlo ersetzen Krane bei der Restaurierung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals in Porta Westfalica. Fotos: Merlo

Seit über zehn Monaten sind zwölf Mann der Firma Dirks Natursteinprojekte bei Wind und Wetter auf dem berühmten deutschen Hügel in Porta Westfalica zu Gange. Die Mitarbeiter des Natursteinbetriebes bauen insgesamt 19 Bögen und 100 m Böschung aus Obernkirchener Sandstein (Naturlager) auf. Dafür verarbeiten sie 900 t Böschungs- und 600 t Bogensteine.

Für die vielen erforderlichen Transporte auf dem engen Baustellen-Plateau arbeiten Dirks Steinmetze mit zwei Merlo-Teleskopladern der Roto-Serie: ein Merlo Roto 38.16 mit 415° drehbaren Oberwagen, 3,8 t maximaler Hubkraft und 16 m nach oben ausfahrbarem Ausleger und ein Roto 45.21 MCSS. Dieses Gerät besitzt einen endlos drehbaren Oberwagen, hebt bis zu 4,5 t und erreicht eine Hubhöhe von maximal 21 m.

Dirks beschäftigt sich in der vierten Generation speziell mit der Denkmalpflege und dem Restaurieren von Kirchen. Bernd Dirks, Geschäftsführer des Steinmetz- und Steinbildhauer-Betriebes, resümiert: „So einen Auftrag bekommt man nur einmal im Leben. Das Besondere ist die große Menge an Steinen, die angefordert wurde. Und die geometrische Herausforderung, die Ringterrasse so zu rekonstruieren, wie sie vor der Zerstörung infolge des zweiten Weltkriegs war.“

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Schwenken, drehen und rangieren, auch wenns eng wird

Bauleiter Rudi Apel zur Entscheidung für die Teleskoplader: „Wir haben Merlos, weil sie in vielen Bereichen besser einzusetzen sind als Radlader oder Krane. Früher hatten wir Krane, aber wir brauchen Flexibilität. Wenn wir oben Stücke haben, die gewendet werden müssen, können wir den Merlo drehen und wieder zurückschwenken. Außerdem ist der Merlo ruhiger als ein Kran.“

Bei Kranen kommt es aufgrund der größeren Seillänge und des Windes leichter zu Verschiebungen beim Materialablassen. Wegen der geringen Abmessungen bei eingefahrenen Abstützungen und des 360°-Rundumblicks von der Kabine aus können die Bediener die Merlos gut durch die schmalen Baustellengänge rangieren. Der 38er misst in der Breite 2,24 m, der 45er 2,4 m. Beide Geräte haben einen feinfühligen Hydrostatantrieb und drei Lenkungsarten: Allrad, Vorderrad und Hundegang.

Merlos erster Kran
Merlos erster Kran aus dem Jahr 1974.

Blick zurück zu den Anfängen

1974 entwickelte Merlo das erste Kranmodell mit Abstützungen und einem drehbaren und ausfahrbaren Kranarm. Anfang der neunziger Jahre kam die Roto-Serie mit rotierendem Oberwagen hinzu. Es folgten verschiedene Abstützungsvarianten, umfangreiche Sicherheitssysteme und Verfeinerungen. Eine Besonderheit der Baureihe ist das mögliche Verfahren der Maschine mit geschwenktem Oberwagen. Die Rotoren gehören heute auf vielen Baustellen wegen ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten selbstverständlich dazu.

Beim größeren 45.21 sind Apel der längere Arm und die höhere Hubkraft wichtig. Er agiert häufig mit einer Winde, die 650 kg wiegt. Dazu kommt eine Tonne Böschungssteine, die die Steinmetze vorn an den Teleskoparm anhängen und möglichst weit an und über die Brüstung hinausfahren. Dank der Funkfernsteuerung, die bei allen aktuellen Roto-Modellen zur Serienausstattung gehört, können sie nahe an die Brüstung heran und die Stücke millimetergenau absetzen.

Laut Apel brauchen sie zwei Merlos: einen für die Kolonne, die Bögen an der Brüstung setzt. Die zweite Kolonne errichtet mit dem zweiten Teleskopen die Böschung. Die beiden bewegen alles, was Dirks in Porta Westfalica an Equipment braucht. Mit einer Speismulde laden sie Schutt, Reste vom Abarbeiten, Werkzeug und Steine.

Dirks‘ Merlo-Partner, die Anton Hülsken GmbH & Co. KG, vertreibt seit 25 Jahren Merlo-Teleskoplader. Laut Geschäftsführer Klaus Hülsken war ursprünglich vorgesehen, die Baustelle mit zwei bis drei Kränen zu bestücken. „Auf der engen Baustelle die Steine zu laden und dann gleichzeitig zur Verarbeitung wieder herunter zu lassen, wäre mit einem Kran nicht so möglich gewesen,“ so Hülsken.

Regional-Vertriebsleiter Marcel Skiba von Merlo ist nach einem Besuch in Porta Westfalica stolz darauf, die „Königsklasse Roto“ auf einer kaiserlichen Baustelle zu sehen.

Mildred Schaub

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