zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Konjunkturausblick 2026

Kai Ingmar Link,

Setolite "Die Digitalisierung auf Baustellen wird weiter voranschreiten"

Die Bauwirtschaft steht an einem Wendepunkt. Nach Jahren geprägt von Kostensteigerungen, Auftragsrückgängen und politischer Unsicherheit richtet sich der Blick nun auf 2026.

Marc Schultz, Geschäftsführer bei Setolite. © Setolite

Zwischen anhaltender Krise und vorsichtiger Zuversicht stellt sich für viele Unternehmen dieselbe Frage: Bleibt der Druck hoch – oder beginnt eine Phase der Stabilisierung?

Im Interview sprechen wir darüber, wie die Branche das Jahr 2026 einschätzt, welche wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen entscheidend werden und wo trotz aller Herausforderungen neue Perspektiven entstehen. Es geht um Zahlen und Trends – aber auch um Stimmungen, Erwartungen und konkrete Handlungsoptionen für die Praxis

Baugewerbe Magazin: Wie blicken Sie auf das kommende Geschäftsjahr: Welche Entwicklungen erwarten Sie für Ihr Unternehmen und für die Baubranche insgesamt?

Marc Schultz, Geschäftsführer bei Setolite: Die Digitalisierung auf Baustellen wird weiter voranschreiten. Gleichzeitig führen steigende Sicherheits- und Umweltauflagen zu einer höheren Komplexität der Projekte, eröffnen jedoch auch Raum für innovative Lösungen.

Im Bereich der Baustellenbeleuchtung gewinnen energieeffiziente, bedarfsgerechte Steuerungen – etwa durch Zeitsteuerung oder Bewegungssensorik – weiter an Bedeutung. Parallel ermöglichen technologische Fortschritte eine höhere Lichtausbeute bei gleicher Leistungsaufnahme. Moderne Optiken und Linsentechnologien tragen zudem dazu bei, Licht gezielt einzusetzen und unerwünschte Lichtemissionen sowie Lichtverschmutzung zu reduzieren.

Anzeige

BGW: Welche größten Herausforderungen erwarten Sie im kommenden Jahr für Ihr Unternehmen?

Schultz: Eine der größten Herausforderungen wird der zunehmende Zielkonflikt zwischen steigenden Umweltanforderungen – etwa an insekten- oder fledermausfreundliche Beleuchtung – und dem gleichzeitigen Anspruch an maximale Sicherheit und Effizienz auf Baustellen sein.

Diese Anforderungen erhöhen den technischen und wirtschaftlichen Aufwand vieler Projekte. Für Hersteller von professioneller Beleuchtungstechnik ergibt sich daraus jedoch auch die Chance, sich mit innovativen, praxisgerechten Lösungen klar vom Wettbewerb abzuheben.

BGW: Welche Erwartungen haben Sie an Politik, Auftraggeber und die Branche insgesamt für das kommende Jahr?

Schultz: Eine zentrale Erwartung an die Politik ist ein spürbarer Abbau bürokratischer Hürden. In der Praxis erleben wir weiterhin zunehmend komplexe Genehmigungsverfahren – sowohl im Bau selbst als auch bei begleitenden Prozessen wie Schwerlasttransporten.

Diese Verzögerungen erschweren eine verlässliche Projektplanung und führen häufig zu kurzfristigen Bauabschnitten und Beschaffungsentscheidungen. Vereinfachte und beschleunigte Verfahren würden nicht nur den Bauherren mehr Planungssicherheit geben, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Belebung der gesamten Baubranche leisten 

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren