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Artikel und Hintergründe zum Thema

Baukrise 2025

Kai Ingmar Link,

Neues Vergabegesetz: Nachhaltigkeit im Tiefbau messbar machen

Die Baukrise verschärft den Druck auf die Branche, effizient und nachhaltig zu bauen. Mit dem neuen Vergabegesetz setzt die Bundesregierung ein klares Signal:

Am 6. August 2025 hat der Bundestag das Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge beschlossen. © Pelemedia (Symbolbild)

Nachhaltigkeit, CO₂-Bilanz und Lebenszykluskosten sollen künftig zentrale Kriterien öffentlicher Ausschreibungen werden. Für den Tief- und Wohnungsbau eröffnet sich damit die Chance, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität miteinander zu verbinden – ein entscheidender Schritt, den auch die Aktion BauZukunft und der Bundesverband Betonkanalsysteme (FBS) aktiv begleiten.

Einheitliche Nachhaltigkeitskriterien für den Tiefbau

Am 6. August 2025 hat der Bundestag das Gesetz zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge beschlossen. Kernpunkt ist die Möglichkeit, verbindliche Nachhaltigkeitskriterien in Vergabeverfahren festzulegen. Damit endet der bisherige Flickenteppich, in dem Ausschreibungen je nach Kommune unterschiedliche Maßstäbe anlegen. Einheitliche Vorgaben schaffen Klarheit für Auftraggeber und Bieter – insbesondere im Tiefbau, wo langlebige Baustoffe und verlässliche Infrastruktur im Fokus stehen.

CO₂ und Lebenszyklus im Mittelpunkt

Nachhaltigkeit wird im Bauwesen erst dann greifbar, wenn sie messbar ist. Das neue Vergabegesetz verankert deshalb die Pflicht, den gesamten Lebenszyklus eines Produkts in den Blick zu nehmen. Für Betonkanalsysteme bedeutet das: Von der Herstellung über Betrieb und Wartung bis hin zum vollständigen Recycling am Ende der Nutzung. Diese Betrachtung macht die CO₂-Bilanz transparent und vergleichbar. Nur so lassen sich die langfristigen Vorteile nachhaltiger Lösungen gegenüber kurzfristig günstigeren Alternativen realistisch abbilden.

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Praxisbeispiele aus dem Verband

Der Bundesverband Betonkanalsysteme (FBS) zeigt, wie Nachhaltigkeit konkret umgesetzt werden kann. Seine Mitglieder setzen auf Ökobilanzen (EPDs/LCAs), die Kreislaufwirtschaft berücksichtigen. Damit wird deutlich: Die Baustoffe von heute sind die Rohstoffe von morgen. Besonders im Wohnungsbau eröffnet diese Sichtweise neue Perspektiven, da langlebige Produkte und ressourcenschonende Systeme nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile schaffen.

Verordnung entscheidet über Wirkung

Mit dem Gesetz ist der Rahmen gesetzt, doch entscheidend wird die kommende Verordnung. Sie muss bundeseinheitliche Kriterien definieren und anwenderfreundliche Instrumente bereitstellen – von standardisierten Nachweisen bis hin zu einem transparenten Monitoring. Nur so können Bauunternehmen und Vergabestellen Planungs- und Rechtssicherheit gewinnen. Der FBS bringt hier seine Expertise ein und fordert praxisnahe Lösungen, die sowohl ökologische Wirkung als auch wirtschaftliche Machbarkeit in Einklang bringen.

Nachhaltigkeit als Antwort auf die Baukrise

Die Baubranche steht unter hohem Druck: steigende Kosten, Fachkräftemangel und die anhaltende Baukrise. Umso wichtiger ist es, Nachhaltigkeit nicht als zusätzliche Hürde, sondern als Chance zu verstehen. Mit klaren Regeln für CO₂-Reduktion, Lebenszykluskosten und den Einsatz ressourceneffizienter Baustoffe kann das Vergabegesetz dazu beitragen, Bauprojekte zukunftssicher zu gestalten. Initiativen wie die Aktion BauZukunft zeigen, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können.

Neue Wege aus der Baukrise

Deutschland steht im Jahr 2025 vor einer seiner tiefgreifendsten wirtschaftlichen Herausforderungen: der anhaltenden Baukrise. Was sich schon in den Vorjahren abzeichnete, hat sich nun zu einem Flächenbrand entwickelt – mit dramatischen Folgen für Wohnungsbau, Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt. Bauunternehmen bremsen Investitionen, Projekte werden gestrichen, Mieter suchen vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Die Krise ist nicht länger ein Problem einzelner Branchen – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden.

Chancen für die Bauwirtschaft

Die Baubranche durchlebt derzeit eine ungewöhnlich Krise, die viele Unternehmen mit Sorgen und Unsicherheit erfüllt. Die Ursachen sind vielfältig: Angefangen bei einer schwächelnden Konjunktur bis hin zu politischen Unsicherheiten. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Aufträge zu erfüllen und gleichzeitig die Zukunft ihrer Mitarbeitenden zu sichern. In dieser Zeit der Krise möchte das Baugewerbe Magazin die Stimme der Bauunternehmen stärken und hat die Aktion BauZukunft ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, den Unternehmen ein Forum zu bieten, um ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu kommunizieren.

Die Zukunft der Baubranche: Elektrische Antriebe und innovative Lösungen

Alternative Antriebe sind nur eine Initiative der Baubranche, trotz Krise neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Elektro-Motoren, Wasserstoffmotoren und Hybridantriebe werden immer mehr entwickelt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und CO2-Neutralität zu erreichen. Doch damit stößt der Innovationsgeist der Branche noch lange nicht am Ende.

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