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Artikel und Hintergründe zum Thema

schlanke Bauweise

Kai Ingmar Link,

Nachhaltiger Industriebau: Flächenversiegelung bei Brüninghoff im Fokus

Brüninghoff setzt auf flächenschonende Ansätze:

Der Unternehmenssitz von Hald & Grunewald zeigt, dass der natürliche Baustoff Holz auch im Gewerbebau erfolgreich eingesetzt werden kann. © Brüninghoff

Die Reduktion des Flächenverbrauchs steht im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes. Die zunehmende Versiegelung des Bodens durch verdichtete Bebauung stellt jedoch ein wachsendes Problem dar, insbesondere angesichts häufig auftretender Extremwetterereignisse. Im Wohnungssektor werden bereits diverse Lösungsansätze diskutiert, während der gewerbliche und industrielle Bau noch hinterherhinkt. Brüninghoff zeigt jedoch, dass es bereits erfolgversprechende Lösungen gibt, insbesondere im Hallenbau.

Die Reduktion von Flächen und die Wiederverwertung sind entscheidende Ansatzpunkte, um die Umwelt- und Klimaauswirkungen der Bauwirtschaft zu begrenzen. Die Versiegelung des Bodens führt nicht nur zur Zerstörung der Artenvielfalt, sondern verstärkt auch die Klimaerwärmung und erhöht das Überflutungsrisiko. Neue Bauprojekte tragen maßgeblich zu diesem Problem bei.

Im Sinne der Nachhaltigkeit materialoffen gedacht: Im eigenen Betonfertigteilwerk setzt Brüninghoff auf Fassadenelemente aus Furnierschichtholz. Als nachwachsender Rohstoff leistet Holz einen wichtigen Beitrag zur Ressourceneffizienz. © Brüninghoff

Daher ist es wichtig, nicht nur auf ökologische Baustoffe zu setzen, sondern auch effiziente Methoden zur Flächennutzung zu entwickeln, sowohl in städtischen Gebieten als auch im industriellen Sektor.

Betonfertigteilwerk am Brüninghoff-Standort in Heiden: Um Heizlast und Wärmespeicherung zu optimieren, wurden die Außenwände so konstruiert, dass die thermische Hülle eine besonders hohe energetische Qualität aufweist. Sie überzeugt zugleich durch ihren hohen Holzanteil. © Brüninghoff

Maßnahmen zur Risikominderung bei Überflutungen
Um das Überflutungsrisiko zu senken, setzt Brüninghoff auf Renaturierungen zur Kompensation des Flächenverbrauchs. Dachbegrünungen und die Installation von Zisternen zur Auffangung von Regenwasser auf großen Industriedachflächen sind weitere Maßnahmen. Dies nicht nur spart Trinkwasser, sondern mindert auch die Auswirkungen von Starkregen. Bei Brüninghoff beispielsweise wird Regenwasser an ihrem Hauptstandort in einem unterirdischen 1.000-Kubikmeter-Tank gesammelt, wovon 200 Kubikmeter für Löscheinsätze reserviert sind. Dies ist ein Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.

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Umlaufende Mezzanine können beispielsweise für die Corlettenlagerung genutzt. © Brüninghoff

Flächenreduzierte Hallenkonzepte
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Hallenkonzepten, die möglichst wenig zusätzliche Fläche beanspruchen. Brüninghoff erkennt einen wachsenden Bedarf an zweigeschossigen Hallen, wie sie bereits erfolgreich für Projekte wie das Holzwerk van Roje realisiert wurden.

Der Firmensitz der Holzwerke van Roje verfügt über ein hochmodernes Brettsperrholz-Werk über zwei Etagen, wobei ein Teil der bis zu 30 Tonnen schweren Maschinen sich in der oberen Etage befindet. © Brüninghoff

Diese Konzepte berücksichtigen schwerste Maschinen im Obergeschoss und nutzen eine schlanke Konstruktion aus Stahlbetonstützen, Deckenplatten mit Stegen und Holzleimbindern. Auch im Logistikzentrum eines Möbel-Discounters wurde ein zweigeschossiges Hallenkonzept teilweise implementiert, um die bebaute Fläche optimal zu nutzen und die Flächenversiegelung zu minimieren.

Der klassische Industrie- und Gewerbebau sieht sich auch mit den Themen Wiederverwertung und Reduktion konfrontiert, um die Klima- und Umweltfolgen der Bauwirtschaft zu begrenzen. © Brüninghoff

Schlanke Konstruktion mit nachhaltigen Materialien
Eine schlanke Bauweise schafft nicht nur Raum, sondern trägt auch zur Ressourceneffizienz bei. Brüninghoff setzt beispielsweise in ihrem Betonfertigteilwerk auf Fassadenelemente aus Furnierschichtholz, die mit einem hinterlüfteten Stahl-Trapezblech verkleidet sind. Diese Konstruktion optimiert Heizlast und Wärmespeicherung und trägt durch den hohen Holzanteil zur Ressourceneffizienz bei.

Firmensitz der Holzwerke van Roje: Der Bau umfasst eine Halle, die mit einem dreigeschossigen Sozialtrakt in Brettsperrholzbauweise mit Erdgeschoss in massiver Bauweise kombiniert wird. Die dreischiffige Halle wird zweigeschossig ausgeführt. © Brüninghoff

Holz als nachwachsender Rohstoff spielt eine bedeutende Rolle in der Ressourcenwende, da er endliche Rohstoffe ersetzen oder deutlich reduzieren kann. Trotz des Fokus auf Effizienz im Industriebau sind nachhaltige Bauweisen möglich. Brüninghoff begleitet als verantwortungsbewusster Partner solche Projekte und trägt dazu bei, das Bewusstsein im Industrie- und Gewerbebau für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz zu stärken.

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