schlanke Bauweise
Nachhaltiger Industriebau: Flächenversiegelung bei Brüninghoff im Fokus
Brüninghoff setzt auf flächenschonende Ansätze:
Die Reduktion des Flächenverbrauchs steht im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes. Die zunehmende Versiegelung des Bodens durch verdichtete Bebauung stellt jedoch ein wachsendes Problem dar, insbesondere angesichts häufig auftretender Extremwetterereignisse. Im Wohnungssektor werden bereits diverse Lösungsansätze diskutiert, während der gewerbliche und industrielle Bau noch hinterherhinkt. Brüninghoff zeigt jedoch, dass es bereits erfolgversprechende Lösungen gibt, insbesondere im Hallenbau.
Die Reduktion von Flächen und die Wiederverwertung sind entscheidende Ansatzpunkte, um die Umwelt- und Klimaauswirkungen der Bauwirtschaft zu begrenzen. Die Versiegelung des Bodens führt nicht nur zur Zerstörung der Artenvielfalt, sondern verstärkt auch die Klimaerwärmung und erhöht das Überflutungsrisiko. Neue Bauprojekte tragen maßgeblich zu diesem Problem bei.
Daher ist es wichtig, nicht nur auf ökologische Baustoffe zu setzen, sondern auch effiziente Methoden zur Flächennutzung zu entwickeln, sowohl in städtischen Gebieten als auch im industriellen Sektor.
Maßnahmen zur Risikominderung bei Überflutungen
Um das Überflutungsrisiko zu senken, setzt Brüninghoff auf Renaturierungen zur Kompensation des Flächenverbrauchs. Dachbegrünungen und die Installation von Zisternen zur Auffangung von Regenwasser auf großen Industriedachflächen sind weitere Maßnahmen. Dies nicht nur spart Trinkwasser, sondern mindert auch die Auswirkungen von Starkregen. Bei Brüninghoff beispielsweise wird Regenwasser an ihrem Hauptstandort in einem unterirdischen 1.000-Kubikmeter-Tank gesammelt, wovon 200 Kubikmeter für Löscheinsätze reserviert sind. Dies ist ein Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.
Flächenreduzierte Hallenkonzepte
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Hallenkonzepten, die möglichst wenig zusätzliche Fläche beanspruchen. Brüninghoff erkennt einen wachsenden Bedarf an zweigeschossigen Hallen, wie sie bereits erfolgreich für Projekte wie das Holzwerk van Roje realisiert wurden.
Diese Konzepte berücksichtigen schwerste Maschinen im Obergeschoss und nutzen eine schlanke Konstruktion aus Stahlbetonstützen, Deckenplatten mit Stegen und Holzleimbindern. Auch im Logistikzentrum eines Möbel-Discounters wurde ein zweigeschossiges Hallenkonzept teilweise implementiert, um die bebaute Fläche optimal zu nutzen und die Flächenversiegelung zu minimieren.
Schlanke Konstruktion mit nachhaltigen Materialien
Eine schlanke Bauweise schafft nicht nur Raum, sondern trägt auch zur Ressourceneffizienz bei. Brüninghoff setzt beispielsweise in ihrem Betonfertigteilwerk auf Fassadenelemente aus Furnierschichtholz, die mit einem hinterlüfteten Stahl-Trapezblech verkleidet sind. Diese Konstruktion optimiert Heizlast und Wärmespeicherung und trägt durch den hohen Holzanteil zur Ressourceneffizienz bei.
Holz als nachwachsender Rohstoff spielt eine bedeutende Rolle in der Ressourcenwende, da er endliche Rohstoffe ersetzen oder deutlich reduzieren kann. Trotz des Fokus auf Effizienz im Industriebau sind nachhaltige Bauweisen möglich. Brüninghoff begleitet als verantwortungsbewusster Partner solche Projekte und trägt dazu bei, das Bewusstsein im Industrie- und Gewerbebau für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz zu stärken.


















