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Branchenüberblick

Damir Mioc,

72 Prozent der Handwerksbetriebe blicken optimistisch in die Zukunft

Trotz des Optimismus ist der Ausblick nicht sorgenfrei. Die größten Belastungen bleiben steigende Kosten für Material, Energie und Löhne (68 Prozent) sowie Bürokratie und gesetzliche Vorgaben (66 Prozent). Die anhaltende Rezession und schwache Nachfrage (50 Prozent) wirken deutlich; insgesamt bewertet etwa ein Drittel die Rezession als sehr stark oder deutlich spürbar. Der Fachkräftemangel wiegt ebenfalls schwer (49 Prozent) und beeinflusst bei 75 Prozent der Betriebe bereits die Planung für 2026.

Unter 200 Handwerksbetrieben aus dem Bauhandwerk geben 72 Prozent an, optimistisch auf 2026 zu blicken © Hero Software

Um dennoch erfolgreich zu sein, setzen die Unternehmen vor allem auf qualifiziertes Personal (68 Prozent), starke Kundenbeziehungen (54 Prozent) und moderne Technik/Digitalisierung (52 Prozent). Entsprechend planen viele Investitionen in Marketing und Vertrieb (56 Prozent), die Weiterbildung der Mitarbeitenden (54 Prozent) sowie in Digitalisierung und Software (50 Prozent).

Der Großteil der Betriebe (80 Prozent) ist mit dem wirtschaftlichen Erfolg in 2025 zufrieden und bewertet das Jahr überwiegend mit Schulnoten zwischen 1 und 3. Für 2026 richtet sich der Blick auf bessere Rahmenbedingungen: 84 Prozent wünschen sich weniger Bürokratie und einfachere Vorschriften, 74 Prozent fordern steuerliche Entlastungen. Auf persönlicher Ebene gehören bei den Handwerksunternehmern weniger Stress im Arbeitsalltag und eine bessere Work-Life-Balance zu den häufigsten Vorsätzen für das kommende Jahr.

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Im Rückblick auf 2025 dominiert die Digitalisierung des Handwerksbetriebs als Erfolgsthema. Rund zwei Drittel der Betriebe geben an, ihre Prozesse deutlich digitalisiert und papierbasierte Arbeit reduziert zu haben. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Neukundengewinne (54 Prozent) und Umsatzsteigerungen (51 Prozent).

„Digitalisierung ist im Handwerk kein Nice-to-have mehr, sondern ein unersetzlicher Produktivitätsmotor. Wer Angebote sowie Rechnungsstellung, Einsatzplanung und Dokumentation digital abbildet, Prozesse automatisiert und KI zur Hilfe nimmt, gewinnt Zeit für Wertschöpfung, reduziert Fehler und beschleunigt Wachstum. 2026 ist das Jahr, in dem Betriebe investieren sollten, um den Anschluss nicht zu verpassen und wettbewerbsfähig zu bleiben“, kommentiert Dr. Michael Kessler, Gründer und Geschäftsführer von Hero Software.

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