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Artikel und Hintergründe zum Thema

Marktzahlen 2024

Damir Mioc,

Abdichtungsbranche behauptet sich trotz Baukrise

Sowohl Polymerbitumenbahnen als auch Kunststoff- und Elastomerbahnen trugen zum Wachstum bei. Deutlich fiel der Zuwachs bei Kunststoffbahnen aus: Mit einem Plus von 14,5 Prozent erzielten sie 26,3 Mio. m². Auch Polymerbitumenbahnen verzeichneten ein Wachstum von 9,6 Prozent und kamen auf 83,5 Mio. m². Auch wenn das Niveau von 2022 noch nicht ganz erreicht ist, so zeigt sich doch für beide Abdichtungssysteme ein klarer Aufwärtstrend. Die Marktanteile bei neu abgedichteten Dachflächen bleiben konstant: 63 Prozent Bitumen, 37 Prozent Kunststoff/Elastomer. Diese Verteilung belegt die breite Akzeptanz beider Systeme, und das sowohl im Neubau als auch in der Sanierung.

Marktzahlen 2024: Abdichtungsbranche wächst trotz Baukrise – Absatz legt um 5,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu © Der dichte Bau GmbH

Planer, Verarbeiter und alle weiteren Baubeteiligten finden im neuen „abc – Technische Regeln Abdichtungen“ fundiertes Wissen rund um die Planung und Ausführung bahnenförmiger Abdichtungen. Herausgegeben von Der dichte Bau, bündelt das Regelwerk technische Vorgaben für Abdichtungen mit Bitumen-, Kunststoff- und Elastomerbahnen. Das „abc” steht online kostenfrei zur Verfügung und zusätzlich als PDF für alle registrierten Nutzer auf derdichtebau.de.

Die Fläche neu abgedichteter Flachdächer stieg 2024 auf 69,4 Mio. m², das bedeutet ein Plus von knapp 10 Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht den wachsenden Stellenwert von Flachdächern, der längst über die reine Gebäudeabdichtung hinaus geht. Dafür gibt es gute Gründe: Flachdächer bieten wertvolle Potenziale für Klimaschutz, Regenwassermanagement, Energiegewinnung sowie für urbane Nachverdichtung. Im Kontext nachhaltiger Stadtentwicklung sind genutzte Flachdächer inzwischen unverzichtbar – sie dienen als funktionale sowie auch als gestalterische Elemente. Entsprechend dieser Schlüsselrolle steigen auch die Anforderungen an fachgerecht ausgeführte Abdichtungen und deren Qualität.

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Der dichte Bau, Informationszentrum Flachdach- und Bauwerksabdichtung, fördert mit dem Zertifikat „Flachdach der Zukunft“ und mit dem jährlichen „Flachdach Contest“ die Nutzung flacher Dachflächen. Damit setzt es wichtige Impulse für nachhaltiges Bauen und für eine klimagerechte Stadtentwicklung. Weitere Informationen dazu unter: derdichtebau.de. Trotz der positiven Marktentwicklung schwächelt die Baukonjunktur insgesamt. Inflation, steigende Zinsen und hohe Materialkosten belasten die Umsatzentwicklung – preisbereinigt ging der Bauumsatz 2024 um 1,5 Prozent zurück. Besonders betroffen war der Wohnungsbau mit einem Rückgang von 5 Prozent, während hingegen der Tiefbau um 5 Prozent zulegen konnte.

Als erster Hoffnungsträger zu deuten: Im Dezember 2024 übertrafen die Genehmigungen für Einfamilienhäuser erstmals wieder den Vorjahreswert – eine Trendwende, die sich im Januar 2025 fortsetzte. Die Branche blickt zudem vorsichtig optimistisch auf die angekündigten Investitionsmaßnahmen der kommenden Bundesregierung.

Die Zahl der Beschäftigten in der Abdichtungsbranche ging 2024 um 1,2 Prozent zurück – der erste Rückgang nach 15 Jahren kontinuierlichen Wachstums. Hiervon besonders betroffen war erneut der Wohnungsbau. Erfreuliche Nachrichten kommen aus dem Ausbildungssektor. Die Zahl der Auszubildenden im 1. Lehrjahr stieg um 5,2 Prozent, die Ausbildungsquote insgesamt um 1,2 Prozent und der Anteil weiblicher Auszubildender sogar um 11,4 Prozent.

Die Branche blickt vorsichtig optimistisch ins weitere Jahr 2025. Aus gutem Grund: Stabile Absatzmengen und das wachsende Interesse an nachhaltigen Bauweisen unterstreichen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Konjunkturschwankungen. Für die Zukunft entscheidend sind Reformen bei Planung und Genehmigung sowie verlässliche Förderinstrumente.

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