Holz trifft Künstliche Intelligenz
Zukunftsweisender Austausch auf dem Lignotrend-Erfatag 2025
Die Lignotrend-Geschäftsführer Ralph und Matthias Eckert zeigten anhand aktueller Entwicklungen im Unternehmen wo digitale Methoden in Produktion und Holzbau stehen und wo die Schwelle zur KI-Nutzung liegt: So kommen im eigenen LT-Sägewerk in Ibach beispielsweise Scanner zur präzisen Materialanalyse zum Einsatz, was die Ausbeute an hochwertigem Material erhöht und damit Ressourcen schont.
Weiter optimieren digitale Systeme in der Lignotrend-Produktion den Energieverbrauch und tragen ihren Teil zur nachhaltigen Unternehmensstrategie bei. Auch der Planungs- und Bestellprozess könne mit KI effizienter gestaltet werden und die Kundenkommunikation verbessern, ohne jedoch die wertvolle persönliche Beratung durch die Lignotrend-Fachberater zu ersetzen.
Im Verlauf der Veranstaltung unterstrichen Keynote-Speaker Dr. Hubertus Porschen und Prof. Frank Hovenbitzer in ihren Vorträgen, dass KI als Werkzeug die Kreativität der Architekten und Fachplaner vor allem eher unterstützen, nicht aber ersetzen wird. Prof. Hovenbitzer warnte vor einem möglichen Verlust der Kontrolle über kreative Prozesse und betonte die Bedeutung der menschlichen Wahrnehmung für die Architekturqualität.
Wie gute Holzbauarchitektur made of Ligno heute aussehen kann, wurde am Beispiel einiger Referenzprojekte aufgezeigt: So verdeutlichten die neue Schulanlage Wiesental in Baar (CH), der Umbau des Sonderpädagogischen Bildungszentrums in Stegen sowie die Neubauten des Besucherzentrums im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen und des Bildungszentrums des Landesverbands für Obstbau, Garten und Landschaft (LOGL) in Weil der Stadt unter anderem, wie digitale Planungswerkzeuge und innovative Holzbaukonstruktionen effektiv zu Materialeffizienz und nachhaltiger Holz-Architektur beitragen.
Neben den Diskussionen um KI, an denen sich die Gäste rege beteiligten, stellte Lignotrend erneut zahlreiche Neuerungen im Bereich der eigenen Produktentwicklung vor. Besonders interessant die Ergebnisse aktueller Forschung zur Raumklimawirksamkeit von Brettsperrholz-Rippenelementen: In zwei bewohnten Mehrfamilien-Klimaholzhäusern wurden gemeinsam mit den Hochschulen Biel und Rottenburg die seit vielen Jahren vorhandenen Erfahrungen durch Messungen verifiziert: Die positiven Auswirkungen der feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften von Rippenelementen auf das Raumklima konnten eindrucksvoll belegt werden.









