Dozer und Grader
3D-Technologie statt Planierraupe
Die neuartige technische Plattform für die Maschinensteuerungen für Dozer und Bagger – Trimble Earthworks – wurde Anfang 2017 eingeführt. Seitdem bewährt sie sich erfolgreich auf Baustellen in Deutschland: bei langjährigen Kunden der Sitech Deutschland GmbH ebenso wie bei Firmen, die sich erst seit kurzem mit dem Thema 3D-Technologie beschäftigen. Wir beleuchten zwei Projekte näher.

Für die Georg Eichele Bauunternehmung GmbH war es ein logischer Schritt, auch die neueste Entwicklung der schon bewährten Systeme einzusetzen, um Erdbauprojekte präziser und in noch kürzerer Zeit abzuschließen. Für andere Unternehmen, wie die HBB GmbH, bildet die innovative Plattform den aktuellen Anstoß, sich mit dem Thema 3D-Technologien zu beschäftigen und sich für den Einsatz der brandneuen Technologie zu entscheiden. Verfügbar ist die neue Generation der Maschinensteuerung über die Sitech Deutschland GmbH, dem Exklusivpartner von Trimble für den Vertrieb und Service von Maschinensteuerungs- und Baustellenmanagementsystemen in Deutschland.
Ausgereiftes System
Schon seit rund zehn Jahren setzt die Georg Eichele Bauunternehmung GmbH aus dem Ostalb-Kreis die Trimble-Produkte gewinnbringend in ihren vielfältigen Leistungsbereichen ein – vom Straßenbau über den Tief-, Rohrleitungs- und Betonbau bis hin zum Ingenieur- und Gewässerbau. Angefangen hat alles mit dem GCS900-System. „Für uns ist es nach wie vor das ausgereifteste Maschinensteuerungssystem am Markt, noch dazu, da die Hauptkomponenten unter den verschiedensten Maschinen wie Bagger, Grader, Raupen oder Walzen wechselbar sind“, sagt Geschäftsführer Markus Eichele. Sein Unternehmen verfügt inzwischen über 20 Trimble Ready vorgerüstete Baumaschinen, die mit insgesamt 15 Dual-GNSS-Systemen (3D) betrieben werden. GNSS ist die Abkürzung für global navigation satellite system. Das bedeutet, die Systeme können alle weltweit verfügbaren Satelliten-basierende Navigationssysteme nutzen und sind auch für zukünftige Systeme wie das europäische Galileo-System vorbereitet. Die für die Satellitenstationen notwendigen Korrekturdaten werden permanent und mit hohem Durchsatz über die 15 eigenen Basisstationen geliefert. Der Trimble-eigene Korrekturdatendienst VRS Now wird flexibel zur schnellen Erstellung eines Flächenaufmaßes eingesetzt.
Maschinensteuerung ist Teil der Firmenstrategie
Dass jeder Ketten- und Mobilbagger größer zwölf Tonnen standardmäßig eine Trimble-Steuerung erhält, ist Teil der Firmenstrategie. Ausschlaggebend für diese Grundsatzentscheidung sind aus Unternehmenssicht zum einen die vielen unmittelbaren praktischen Vorteile wie die deutliche Steigerung der Effizienz und Präzision.Zum anderen sieht man sich durch diesen Schritt auch für die Zukunft bestens gerüstet. „Wir erwarten, dass sich BIM (Building Information Modeling) nicht nur im öffentlichen Bau, sondern auch im gesamten Straßen- und Tiefbau schnell durchsetzen wird“, argumentiert Markus Eichele.
Remote-Zugriff spart Wegezeiten
Aus diesem Grund hat die Eichele GmbH die vorhandenen Maschinensteuerungssysteme komplett vernetzt. „ Dieser Schritt bringt unseren Partnern viele Vorteile“, erläutert Gerwin Geisel, Verkaufsleiter Sitech Deutschland. „Schnell können Planänderungen via Internet auf die Maschinensteuerung und Bauvermessungssysteme verteilt werden, aufgenommene Punkte, wie Hausanschlussenden oder Rohrmuffen werden direkt ins Büro übertragen. Der Remote-Zugriff spart Wegezeiten und damit Geld“, so Geisel weiter. So war es für die Georg Eichele Bauunternehmung quasi folgerichtig und selbstverständlich, sofort nach Produkteinführung im Frühjahr 2017 das neue Trimble Earthworks auf zwei Baggern zu installieren.
Intuitive Bedienbarkeit überzeugt Anwender

Die HBB GmbH entschied sich Mitte des Jahres endgültig für moderne Systeme zur Maschinensteuerung auf der Baustelle. Schon seit einigen Jahren beschäftigte sich Geschäftsführer Hermann Böhl mit dem Thema 3D-Technologien im Bereich Tief-, Erd- und Wasserbau. Das Unternehmen aus Bad Berleburg investierte 2015 in eine Trimble UTS Vermessungsstation mit integriertem GPS-System und setzte sofort auf die Business Center Software HCE für den automatischen Datenaustausch zwischen dem Büro und den Bauleitern sowie Baupersonal und Maschinenführern auf der Baustelle. So war man nach kurzer Einarbeitungszeit auch dank der Unterstützung der Sitech-Fachleute schnell mit den Maschinen vertraut.
Als nun die Anschaffung eines Kettenbaggers anstand, entschied sich Hermann Böhl, für die brandneue Trimble Earthworks Baggersteuerung. „Mit der vor zwei Jahren angeschafften Business Center Software HCE haben wir schon viele umfassende digitale Geländemodelle (DGM) gerechnet, jetzt können wir beide Systeme verbinden und die erstellten Daten werden unmittelbar synchronisiert, ob vom Büro auf die Baustelle an den Bagger oder umgekehrt“.
Maschinensteuerung spart Planierraupe ein
Dabei konnte die innovative Plattform der Maschinensteuerung von Beginn an in der Praxis überzeugen. Das neue 10-Zoll Trimble TD520 Touchscreen Display nebst der übersichtlichen Anzeige in 3D fand auf Anhieb den Beifall von Maschinenführer Ulrich Dienst. „Die Anzeige ist intuitiv zu bedienen, zeigt klar und deutlich Informationen über Auftrag bzw. Abtrag zur Löffelstellung“, so Dienst. Gleichermaßen überzeugend war aus Unternehmenssicht die zukunftsweisende Ausrichtung der Earthworks Plattform, denn es besteht die Möglichkeit, das integrierte 3D-Automatik-Nachrüstsystem für Bagger zu nutzen. Mit der automatischen Abziehfunktion wird das Anlegen glatter, ebener oder geneigter Flächen erheblich vereinfacht, so dass auf der Baustelle auf den zusätzlichen Einsatz einer Planierraupe verzichtet werden kann, was wiederum Zeit und Kosten spart.
„Gleich beim ersten Einsatz auf einer Baustelle in der Nähe von Arnsberg, konnten wir eine erhebliche Effizienzsteigerung verzeichnen“, erzählt Hermann Böhl und verweist auf den deutlich reduzierten Vermessungsaufwand während des Bauablaufs. Als weiteren überzeugenden Pluspunkt nannte er die spürbare Zeitersparnis: „Änderungen im Geländemodell konnten kurzfristig erfolgen, auf die Maschine übertragen und zeitnah umgesetzt werden.“ Denn der Maschinenführer sieht das Modell und die Änderungen in 3D auf seinem Display und ist so jederzeit in der Lage, darauf zu reagieren. Entsprechend gehen die Vorteile des Einsatzes von Maschinensteuerungssystemen weit über die unmittelbar betroffene Baustelle hinaus: Am Ende werden dadurch Kapazitäten freigesetzt, Baumaschinen und Mitarbeiter kommen nun anderweitig schneller zum Einsatz.








