Aus Baugewerbe Unternehmermagazin 7-8/20

Ein Schwergewicht im Flussbett

Die Tour de Murg ist eine 64 Kilometer lange Fahrradstrecke im nördlichen Schwarzwald. Während die Radler überwiegend separate Fahrrad- und Wirtschaftswege oder ruhigere Straßen nutzen können, verlaufen rund 700 Meter der Strecke immer noch auf der vielbefahrenen Bundesstraße B 462. Nun wurde das Bauunternehmen Grötz aus Gaggenau mit der Errichtung eines neuen Radwegs beauftragt. Grötz mietete für das Projekt einen CAT 336 F von Zeppelin Rental.

Die Bauunternehmung Grötz nutzte einen CAT 336 F für die Anlegung einer Baustraße direkt im Flussbett der Murg. © Zeppelin Rental

Das Herzstück der zu errichtenden sicheren Radwegverbindung zwischen Weisenbach und Gernsbach-Hilpertsau stellt ein neues Brückenbauwerk dar. Die Schrägseilkonstruktion mit S-förmigem Grundriss, einer Breite von vier Metern und einer Spannweite von 55 Metern soll die Murg frei queren. Abgespannt wird sie an zwei Pylonen, die in der Murg gründen. Doch bevor die Stahlbrücke eingehoben werden kann, sind vorbereitende Arbeiten erforderlich.

So errichtete die Grötz Bauunternehmung eine provisorische Baustraße, die am und im Flussbett der Murg verläuft. Für diese Arbeiten kam über einen Zeitraum von etwa acht Wochen ein Kettenbagger CAT 336 F mit Felstieflöffel und Greifer aus dem Mietpark von Zeppelin Rental zum Einsatz. „Damit die Maschine sicher am und im Wasser arbeiten und unser Kunde die Vorgaben des Bauherrn erfüllen konnte, haben unsere Techniker Bagger und Greifer mit Bio-Öl ausgestattet“, erklärt Vertriebsrepräsentant Lars Huber von Zeppelin Rental, der das Projekt betreut. Bio-Hydraulikflüssigkeiten sind schnell biologisch abbaubar und im Fall einer Havarie nicht toxisch für Lebewesen im Wasser.

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Baustraße: Die Natur bestimmt die Regeln
Die provisorische Baustraße in der Murg verläuft von der Baustelleneinrichtungsfläche bis zur Höhe eines Brückenwiderlagers. Sie hat eine Länge von etwa 200 bis 250 Meter. Vor Ort tätig ist die Grötz Bauunternehmung bereits seit Mitte Februar dieses Jahres. Mitte März lieferte Zeppelin Rental dann den 37-Tonnen-Bagger an. „Wir wollten zwingend eine Maschine des Herstellers Caterpillar und hatten vom Auftraggeber die Bioöl-Vorgabe“, erzählt Polier Fredi Knörr von der Grötz Bauunternehmung. „Bei Zeppelin Rental war ein Bagger in der gewünschten Größenordnung mit den benötigten Anbauteilen und biologisch abbaubaren Hydraulikflüssigkeiten verfügbar.“ Aufgrund eines angrenzenden Flora-Fauna-Habitat-Gebiets konnte die Baustraße nur im Fluss verlaufen.Insgesamt baut Grötz in etwa 12.000 bis 15.000 Tonnen Steinmaterial ein.

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