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Artikel und Hintergründe zum Thema

Konjunkturausblick 2026

Kai Ingmar Link,

Probst: "Politisches und internationales Umfeld bleibt Herausforderung"

Die Bauwirtschaft steht an einem Wendepunkt. Nach Jahren geprägt von Kostensteigerungen, Auftragsrückgängen und politischer Unsicherheit richtet sich der Blick nun auf 2026.

Till von Buttlar, Geschäftsführer bei Probst Handling. © Probst

Zwischen anhaltender Krise und vorsichtiger Zuversicht stellt sich für viele Unternehmen dieselbe Frage: Bleibt der Druck hoch – oder beginnt eine Phase der Stabilisierung?

Im Interview sprechen wir darüber, wie die Branche das Jahr 2026 einschätzt, welche wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen entscheidend werden und wo trotz aller Herausforderungen neue Perspektiven entstehen. Es geht um Zahlen und Trends – aber auch um Stimmungen, Erwartungen und konkrete Handlungsoptionen für die Praxis

Baugewerbe Magazin: Wie blicken Sie auf das kommende Geschäftsjahr?

Till von Buttlar, Geschäftsführer bei Probst Handling: Wir blicken mit vorsichtigem Optimismus auf 2026. Nach den herausfordernden Jahren in der Bauwirtschaft erwarten wir eine Stabilisierung, getragen vor allem vom Tiefbau sowie Infrastruktur- und Wirtschaftsbau. Für die Branche wird ein moderates Wachstum von rund 2–3 Prozent prognostiziert. Der Wohnungsneubau bleibt aufgrund schwacher Genehmigungszahlen in den Vorjahren noch gedämpft, erste positive Signale werden vermutlich frühestens ab 2027 spürbar. Probst profitiert insbesondere dort, wo Material gehoben oder Pflaster verlegt wird. Produktivitätssteigerung und Ergonomie werden für unsere Kunden weltweit immer wichtiger. Entsprechend erwarten wir für unsere Gruppe eine stabile bis positive Entwicklung.

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BGW: Welche größten Herausforderungen erwarten Sie im kommenden Jahr?

Von Buttlar: Das politische und internationale Umfeld bleibt eine zentrale Herausforderung. Hohe Bürokratie in der Branche, steigende Baukosten oder Zölle in den USA sind nur einige Beispiele für Faktoren, die uns als Mittelständler spürbar beeinflussen. Entscheidend wird sein, darauf flexibel zu reagieren, ohne den Blick für das zu verlieren, was mittel- und langfristig zählt, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Für uns heißt das: unsere Qualitäts- und Effizienzvorteile noch klarer herauszustellen und gleichzeitig konsequent in Digitalisierung, KI und zukunftsfähige Produkte zu investieren – ohne den Fokus auf das Kerngeschäft zu verlieren.

BGW: Welche Erwartungen haben Sie an Politik, Auftraggeber und die Branche?

Von Buttlar: Für echte Veränderung muss Bauen wieder schneller und leistbarer werden. Dafür braucht Deutschland eine radikale Entschlackung der Bürokratie, unkomplizierte Genehmigungsprozesse und Planungssicherheit.

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