Schaltechnik
Aluträger machen Schule
Das alte Schulgebäude von Ammerbuch-Altingen in Baden-Württemberg war nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren und wurde im Herbst 2019 abgerissen. Auf dem Gelände nach Plänen der Architektengemeinschaft Dasch Zürn + Partner die neue Grundschule mit Sporthalle. Zum Einsatz kamen unter anderem Deckenschalungen von Mayer Schaltechnik.
Das neue Gebäude: ein zweigeschossiger Bau mit knapp 10.000 Quadratmeter Bruttofläche, Investitionssumme rund 15 Millionen-Euro. Die vier ineinander verschränkten Baukörper mit den Klassen- und Fachräumen sind um Lichthöfe gruppiert, im mittleren Gebäude befinden sich die Aula mit einem repräsentativen Treppenaufgang, dahinter die als Mehrzweckraum nutzbare Sporthalle. Der Bezug ist zu Beginn des Schuljahres 2021/2022 vorgesehen.
Alu statt Holz
Den mit rund zweieinhalb Millionen Euro veranschlagten Rohbau hatte die Bauunternehmung Edbauer & Dormeyer aus Haigerloch-Gruol, nach rund acht Monaten Bauzeit bereits im Oktober abgeschlossen: 15.000 Kubikmeter umbauter Raum, gebildet von rund 2800 Wänden in Ortbeton und fast 3000 Quadratmeter Decken zwischen 25 und 40 cm Dicke sind eine respektable Leistung für das familiengeführte Bauunternehmen mit 20 Mitarbeitern. Bei der klassischen Flex-Deckenschalung über den 3,4 bis 4,2 Meter hohen Räumen gab es ein ungewöhnliches Ausführungsdetail: Statt wie üblich die Joche aus herkömmlichen H20-Holzträgern zu stellen, legen die Bauunternehmer Minimax Träger von Mayer auf die Stützen auf. Mayer Schaltechnik hatte diese teleskopierbaren Aluträger ursprünglich zur wirtschaftlichen Unterstützung von Filigrandecken entwickelt, wo sie wegen ihrer deutlich höheren Tragfähigkeit gegenüber Holzträgern die erforderliche Stützenzahl erheblich reduzieren – in den meisten Fällen braucht man nur noch die Hälfte.
Sparen mit weniger Stützen
Weil die Jochträger einer Ortbetondeckenschalung die Betonierlasten ebenso in die Stützen abtragen müssen, wie bei einer Fertigteildecke, war man bei Edbauer & Dormeyer auf die Idee gekommen, mithilfe von Minimax auch bei einer normalen Flex-Deckenschalung die Stützenzahl zu reduzieren: Nur noch halb so viele Stützen, die angeschafft oder gemietet, auf die Baustelle gefahren, auf der Baustelle gestellt und umgesetzt und schließlich wieder abtransportiert werden müssen. So spart Edbauer & Dormeyer mit Minimax bei jeder Deckenschalung bares Geld. Das gilt bei „normalen“ Deckenstärken ebenso, wie bei den bis zu 40 cm dicken in Ammerbuch. Allerdings musste Roland Dormeyer wegen der hohen Betonlasten der 40 cm starken Decken hochtragfähige Titan HV Spindelstützen und Traggerüsttürme Titan von Ischebeck einsetzen, die im Treppenhaus über zwei Geschosse durchgehend gestellt wurden. Aber immer gibt das Minimax-System das Stützenraster mit 2,37 Meter beziehungsweise 2,21 Meter vor und bei den Jochen variiert der Abstand je nach Deckenstärke zwischen einem und eineinhalb Metern.









