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Bauhof 4.0

Kai Ingmar Link,

Doka setzt auf KI: So verändert künstliche Intelligenz den Bauhof

Die Bauindustrie steht an einem Wendepunkt: Effizienz, Transparenz und Geschwindigkeit entscheiden heute über den Erfolg auf der Baustelle.

Mit einem unternehmenseigenen KI-Service ermöglicht Doka die automatische Zählung und Identifizierung von Produkten im Lager. © Doka

Während viele Unternehmen noch über den Einsatz smarter Technologien diskutieren, hat Doka bereits einen Schritt voraus gemacht. Mit einem eigenen KI-Service, der Materialien wie Schalungen und Gerüste automatisch erkennt und zählt, bringt der internationale Schalungsspezialist künstliche Intelligenz direkt auf den Bauhof – und perspektivisch auch auf die Baustelle.

„Mit Hilfe unseres KI-Services werden unsere Produkte in den Doka-Lagern automatisch gezählt und identifiziert. Dies ermöglicht es, dass Rücklieferungen schneller abgewickelt, Material schneller wieder einsatzbereit gemacht und Bestände zuverlässiger geplant werden können“, erklärt Robert Hauser, CEO von Doka. Für ihn ist der technologische Fortschritt nicht nur ein Effizienzgewinn: „Mithilfe von KI schaffen wir ein objektives, transparentes Verfahren und verbessern die Kommunikation. Das stärkt das Vertrauen unserer Kunden.“

Wenn Baustoffe mitdenken

Früher war die Rückgabe von Mietmaterial eine zeitintensive Aufgabe. Mitarbeiter prüften Schalungselemente und Gerüste manuell, eine Arbeit, die Fehlerquellen in sich trug. Heute genügt ein Foto mit dem Smartphone oder Tablet: Die KI erkennt das Produkt, schlägt eine Kategorie vor und übernimmt nach Bestätigung die automatische Zählung. Alle Ergebnisse werden mit Bilddokumentation gespeichert und sind jederzeit nachvollziehbar.

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Über 20 Produktgruppen – von Gerüstartikeln bis hin zu Framax-Schalungselementen – werden bereits digital erfasst. Mehr als 40.000 Anwendungen und über 1,5 Millionen gezählte Einzelteile mit einer Genauigkeit von über 98 Prozent belegen, wie praxistauglich die Technologie ist. Ihr entscheidender Vorteil: Die KI erkennt auch beschädigte oder verschmutzte Materialien zuverlässig, etwas, das RFID-Systeme oder Standard-Bilderkennungs-Apps bislang nicht leisten.

KI als strategisches Werkzeug im Betonbau

Mit einem unternehmenseigenen KI-Service ermöglicht Doka die automatische Zählung und Identifizierung von Produkten im Lager. © Doka

Das intelligente Zählsystem ist mehr als nur ein digitales Hilfsmittel im Lager. Es ist ein Schlüsselbaustein in Dokas Digitalisierungsstrategie. Bereits heute testet das Unternehmen Einsatzmöglichkeiten direkt beim Kunden, etwa auf Großbaustellen mit hohem Materialumschlag. Erste Rückmeldungen von der bauma 2025 in München bestätigen das Potenzial.

Parallel dazu setzt Doka Künstliche Intelligenz auch in anderen Bereichen ein. Das System „Statistical Return Planning“ etwa prognostiziert anhand von Daten, wann Schalungen und Gerüste von der Baustelle zurück ins Lager kommen. Das macht die Materiallogistik planbarer, reduziert Engpässe und verbessert die Ressourcennutzung.

Doka 360: Die Zukunft der Baustelle

Mit der Plattform Doka 360 geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter. Sie verbindet erstmals alle zentralen Prozesse des Schalungs- und Betonbaus: von der Planung über die Lieferung bis zur Rückgabe. Sensoren im Beton und an den Schalungen liefern Echtzeitdaten, die in die Plattform einfließen. Entscheidungen können dadurch schneller, transparenter und datenbasiert getroffen werden – ein echter Paradigmenwechsel für die Baustelle.

Ab Sommer 2025 startet Doka 360 mit einer exklusiven Early-Access-Phase in Deutschland und den USA. Damit macht das Unternehmen deutlich, dass KI, digitale Vernetzung und datengetriebene Prozesse keine Zukunftsvisionen mehr sind, sondern bereits heute beginnen, die Arbeit auf Baustellen und Bauhöfen nachhaltig zu verändern.

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