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Artikel und Hintergründe zum Thema

Ersatzneubau Nisterbrücke in Rheinland-Pfalz:

Kai Ingmar Link,

Doka in Top in (V-)Form

Die neue Nisterbrücke nördlich von Hachenburg in Rheinland-Pfalz zeichnet sich durch eine beeindruckende Konstruktion aus.

2-fach geneigt, 1-mal gedreht: Da die Pfeileräste nicht linear zueinander verlaufen, kam statt einer konventionellen Schalungslösung eine Kombination aus Traggerüst und Trägerschalung zum Einsatz. © Doka

Mit nur einem Brückenpfeiler, der aus zwei gegenüberliegenden, V-förmigen und leicht gekippten Stützen besteht, stellt das Projekt besondere Anforderungen an die Schalung. Doka, ein führender Anbieter von Schalungslösungen, entwickelte für die ausführende Peter Gross Bau eine innovative, BIM-geplante Schalungslösung aus Doka-Traggerüst und bewährter FF20 Trägerschalung.

Hintergrund des Ersatzneubaus

Die B414 in Rheinland-Pfalz ist eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Der Landesbetrieb Mobilität entschied sich für einen Ersatzneubau der 1971 errichteten Nisterbrücke aufgrund ihrer Zustandsnote von 2,8 und Tragfähigkeitsdefiziten. Zusätzlich wird die B414 von 8,5 auf 11,5 Meter verbreitert.

Herausforderungen der Pfeilergeometrie

Die vier Pfeileräste sind fertig betoniert und bereit für den Überbau. Im Hintergrund wird per Mobilkran die letzte Traggerüstkonstruktion vom Pfeiler entfernt. © Doka

Denis Müller, Niederlassungsleiter von Gross Bau, betont die Komplexität des Projekts: "Der Brücke hat zwar nur einen Brückenpfeiler, doch dessen Geometrie ist nicht ohne, mit einigen kniffligen Besonderheiten."

Die vier Beton-Äste des Pfeilers weisen eine doppelte Neigung auf, wobei die gegenüberliegenden Pfeilerarme um 62° nach außen gekippt und zusätzlich um 79,2° geneigt sind.

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Innovative Schalungslösung von Doka

Zeitlich entkoppelt für mehr Effizienz: Während der Beton des einen V-Astes aushärtet (links), wird der andere für die Betonage vorbereitet (rechts). © LBM Rheinland-Pfalz

Martin Schmid, technischer Projektleiter bei Doka, erläutert die Herausforderungen: "Im BIM-Modell sahen wir, dass die V-Pfeilerarme in der Draufsicht nicht linear zueinander verlaufen, sondern sie jeweils um 5,9° gedreht sind."

Um den Aufwand für die Baustelle zu minimieren, entwickelte Doka eine spezielle Lösung mit dem Doka-Traggerüst UniKit.

Zeitsparende Konstruktion

Im Frühling 2024 war oberhalb des Ersatzneubaus noch die alte Nisterbrücke zu erkennen. Mittlerweile ist das 1971 entstandene Bauwerk zurückgebaut. © Doka

Die Schalungslösung besteht aus einer Sonderkonstruktion aus SL-1- und UniKit-Stahlprofilen mit fest montierter FF20 Systemträgerschalung als Bodenschalung. Zusätzliche FF20-Elemente dienen als Seiten- und Stirnabschalung. Diese Konstruktion ermöglicht ein effizientes Umsetzen in drei Teilen mittels Mobilkran.

Sicherheit durch BIM-Planung

Die Schalungslösung wurde mit DokaCAD for Revit geplant, was eine anschauliche und detaillierte Schalungsplanung ermöglichte. Martin Schneider, Gruppenleiter BIM der Doka Deutschland GmbH, hebt hervor: "Zudem kann man im Zuge der modellbasierten Planung im Revit-Modell mögliche Sicherheitsrisiken leichter erkennen, so dass man schon in der Planung für deutlich mehr Arbeitssicherheit auf der Baustelle sorgen kann."

Um das Gewicht der 12 m hohen Pfeiler sicher abzuleiten, griffen Dokas Ingenieure auf ihren Traggerüst-Baukasten zurück.

Die Betonage der Pfeiler und des Überbaus ist mithilfe Dokas mittlerweile abgeschlossen. Die Verkehrsfreigabe der neuen Nisterbrücke ist für das Frühjahr 2025 geplant.

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