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Jahresrückblick 2025

Kai Ingmar Link,

Haulotte Jahresbilanz 2025: Schwacher Markt für Hebebühnen belastet globales Geschäft

Die Haulotte Jahresbilanz 2025 zeigt ein herausforderndes Marktumfeld für Hebebühnen weltweit. Regionale Unterschiede prägen die Entwicklung und den Ausblick.

Haulotte sah sich 2025 einem herausfordernden Umfeld gegenüber - ob die Aussichten für 2026 besser sind? © Pelemedia (Symbolbild, erstellt mit KI)

Globaler Markt für Hebebühnen bleibt unter Druck

Die Haulotte Group verzeichnet in ihrer Jahresbilanz 2025 ein anhaltend schwieriges Marktumfeld für Hebebühnen und Arbeitsbühnen weltweit. Der globale Markt setzte seinen seit 2023 bestehenden Abwärtstrend fort und erreichte 2025 den niedrigsten Stand seit der Covid-19-Pandemie. Besonders der chinesische Markt entwickelte sich deutlich rückläufig und beeinflusste die internationale Nachfrage spürbar.

Im vierten Quartal 2025 zeigte sich jedoch eine leichte Stabilisierung im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem Konzernumsatz von 128 Mio. € konnte Haulotte ein Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahresquartal erzielen. Ausschlaggebend hierfür war vor allem eine robustere Entwicklung in Europa, während andere Regionen weiterhin unter Druck standen.

Regionale Unterschiede prägen die Geschäftsentwicklung

Die Jahresbilanz 2025 verdeutlicht starke regionale Unterschiede im weltweiten Geschäft mit Hebebühnen. Europa entwickelte sich vergleichsweise stabil und verzeichnete zum Jahresende ein leichtes Wachstum von rund 2 %, gestützt durch höhere Absatzzahlen bei Neugeräten.

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In der Region Asien-Pazifik blieb die Nachfrage hingegen schwach. Der Umsatz ging dort im Vergleich zu 2024 um 19 % zurück, was vor allem auf eine anhaltend verhaltene Marktdynamik in mehreren Ländern zurückzuführen ist.

Noch deutlicher fiel der Rückgang in Nordamerika aus. Dort zeigten sich weiterhin keine nachhaltigen Erholungstendenzen, sodass die Umsätze über alle Geschäftsbereiche hinweg um rund 40 % sanken.

Auch in Lateinamerika setzte sich der negative Trend fort. In nahezu allen Märkten der Region verzeichnete Haulotte einen Rückgang von etwa 35 %, was die insgesamt schwache globale Nachfrage zusätzlich verstärkte.

Struktur des Geschäfts unter Druck

Über das Gesamtjahr betrachtet entwickelte sich das Geschäft in allen Segmenten rückläufig. Der Absatz von Geräten sank um rund 20 %, während die Mietaktivitäten um 8 % und der Servicebereich um 4 % zurückgingen. Diese Entwicklung zeigt, dass nicht nur der Verkauf neuer Hebebühnen betroffen ist, sondern auch angrenzende Geschäftsbereiche.

Die anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen im Bau- und Industrieumfeld wirkt sich damit unmittelbar auf die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich der Höhenzugangstechnik aus.

Finanzierung gesichert – Blick auf 2026 verhalten optimistisch

Im Dezember 2025 sicherte sich Haulotte mit einer neuen syndizierten Kreditvereinbarung über 130 Mio. € die finanzielle Grundlage für die kommenden Jahre. Die Vereinbarung ersetzt bestehende Strukturen und gewährleistet Stabilität in einem weiterhin volatilen Marktumfeld.

Für das laufende Geschäftsjahr 2025 erwartet Haulotte ein leicht negatives operatives Ergebnis. Gleichzeitig bleibt die Perspektive für 2026 vorsichtig optimistisch: Ein mögliches Umsatzwachstum hängt maßgeblich von einer Erholung des nordamerikanischen Marktes ab, der aktuell als zentraler Unsicherheitsfaktor gilt.

Einordnung für die Bau- und Hebetechnikbranche

Die Jahresbilanz 2025 von Haulotte zeigt exemplarisch, wie stark der Markt für Hebebühnen von globalen Investitionszyklen abhängig ist. Für Bauunternehmen und Betreiber von Höhenzugangstechnik bedeutet dies weiterhin ein Umfeld mit hoher Unsicherheit, aber auch mit potenziellen Erholungschancen in einzelnen Regionen.

Damit bleibt der Markt für Arbeitsbühnen eng an die Entwicklung der Baukonjunktur gekoppelt – insbesondere in Nordamerika und Asien, während Europa aktuell eine stabilisierende Rolle einnimmt.

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