Wohnquartier für Studenten
Nachhaltige Lüftungstechnik im Campus Rosenheim
Mit dem Campus Rosenheim ist ein Wohnquartier entstanden, das beispielhaft zeigt, wie sich architektonische Qualität, industrielle Vorfertigung und nachhaltige Lüftungstechnik zu einem wirtschaftlich tragfähigen Gesamtkonzept verbinden lassen. Auf einer ehemaligen Gewerbefläche entwickelte sich in unmittelbarer Hochschulnähe ein zukunftsorientierter Standort für studentisches Wohnen, der sowohl planerisch als auch technisch neue Maßstäbe setzt.
Das Projekt CampusRO umfasst 211 Studentenappartements sowie ergänzende Einheiten in einem Boardinghouse. Für Bauunternehmen und Projektverantwortliche besonders relevant ist dabei die konsequente Ausrichtung auf Effizienz und Nachhaltigkeit. Die Umsetzung im KfW-40-plus-Standard sowie die angestrebte DGNB-Zertifizierung im Platinbereich unterstreichen die steigenden Anforderungen an moderne Wohnquartiere im urbanen Kontext.
Holz-Hybridbauweise und Vorfertigung als Effizienztreiber
Die bauliche Umsetzung folgt einem klar strukturierten Konzept: Vorgefertigte Holztafelelemente wurden werkseitig inklusive Dämmung, Fenstern und vorbereiteter Haustechnik gefertigt und auf der Baustelle montiert. Diese Form der industriellen Vorfertigung reduziert Bauzeiten, minimiert Schnittstellenrisiken und erhöht die Ausführungsqualität.
Für Entscheider im Bauwesen zeigt das Projekt exemplarisch, wie sich serielle Bauprozesse mit anspruchsvoller Architektur verbinden lassen. Die Gebäude gruppieren sich um vernetzte Innenhöfe, wobei gestaffelte Geschosshöhen und Laubengänge sowohl funktionale als auch gestalterische Anforderungen erfüllen.

Meltem - Fortschrittliche Lüftungssysteme im Fokus
Vom 13. bis 17. Januar 2025 präsentiert Meltem auf der BAU 2025 in München Innovationen im Bereich Komfort- und Individuallüftung.
Nachhaltige Lüftungstechnik als Schlüsselkomponente
Ein zentrales Element des technischen Konzepts ist die dezentrale, nachhaltige Lüftungstechnik von Meltem. Jedes Appartement im CampusRO verfügt über ein eigenes Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung. Diese Lösung ermöglicht eine bedarfsgerechte Belüftung unabhängig von anderen Nutzungseinheiten und erfüllt gleichzeitig hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Nutzerkomfort.
Die Integration der Lüftungssysteme erfolgte bereits in der Vorfertigung der Wandmodule. Dadurch konnten Montagezeiten auf der Baustelle reduziert und Fehlerquellen minimiert werden. Die wandintegrierte Ausführung sorgt zudem für eine nahezu unsichtbare Installation im Innenraum und verbessert gleichzeitig den Schallschutz – ein entscheidender Faktor im studentischen Wohnen.
Technisch besonders relevant ist die Kombination aus kontrollierter Zuluftführung und normgerechter Abluftführung aus innenliegenden Bädern. Die Umsetzung gemäß DIN 18017-3 gewährleistet eine sichere Feuchteabfuhr und trägt langfristig zum Werterhalt der Gebäude bei.
Praxisrelevanz für Bauunternehmen und Projektentwickler
Das Wohnquartier am Campus Rosenheim verdeutlicht, wie sich nachhaltige Lüftungstechnik frühzeitig in die Planung integrieren lässt und dadurch sowohl energetische als auch wirtschaftliche Vorteile entstehen. Die enge Verzahnung von Architektur, Tragwerksplanung und Gebäudetechnik reduziert Komplexität und schafft Planungssicherheit.
Für Bauunternehmen bietet das Projekt wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf die Skalierbarkeit serieller Bauweisen und die Integration technischer Systeme in vorgefertigte Bauteile. Projektleiter profitieren insbesondere von der Reduktion von Bauzeiten und der verbesserten Qualitätssicherung.
Fazit: Zukunftsmodell für das Wohnquartier der nächsten Generation
Der Campus Rosenheim zeigt eindrucksvoll, wie ein modernes Wohnquartier durch den gezielten Einsatz von Holz-Hybridbauweise und nachhaltiger Lüftungstechnik realisiert werden kann. Für die Baupraxis liefert das Projekt belastbare Ansätze, um steigende Anforderungen an Energieeffizienz, Komfort und Baugeschwindigkeit miteinander zu vereinen.
Damit positioniert sich das Konzept nicht nur als Referenz für studentisches Wohnen, sondern als übertragbares Modell für zukünftige urbane Quartiersentwicklungen.








