Arbeitskleidung
Workwear is for everybody – and every body
Arbeitskleidung ist im Baugewerbe längst mehr als reine Schutzbekleidung. Sie muss Sicherheitsanforderungen erfüllen, Bewegungsfreiheit ermöglichen, bei jedem Wetter funktionieren und gleichzeitig wirtschaftlich beschaffbar sein. Gerade für Bauunternehmen mit gemischten Teams stellt sich zudem die Frage nach passenden Schnitten, einheitlicher Ausstattung und effizienter Lagerhaltung.
Der skandinavische Workwear-Hersteller Fristads greift diese Anforderungen mit einer Weiterentwicklung seines Trofta-Konzepts auf. Das System verbindet nachhaltige Materialstrategien mit neuen Ansätzen in der Produktstruktur. Ziel ist es, Arbeitskleidung so zu entwickeln, dass sie sowohl im täglichen Baustelleneinsatz als auch in den Beschaffungsprozessen der Unternehmen funktioniert.
Im Mittelpunkt steht dabei eine einfache, aber wirkungsvolle Idee: unterschiedliche Passformen unter einer gemeinsamen Artikelstruktur zusammenzuführen.
Ein Warnschutz-Funktions-T-Shirt mit neuem Beschaffungsprinzip
Ein zentrales Beispiel dieser Entwicklung ist ein neues Warnschutz-Funktions-T-Shirt nach EN ISO 20471 Klasse 1. Die Besonderheit liegt nicht nur in der technischen Ausführung, sondern vor allem in der Systematik dahinter.
Das Warnschutz-Funktions-T-Shirt wird unter einer einzigen Artikelnummer angeboten, obwohl zwei unterschiedliche Passformen verfügbar sind. Neben dem regulären Herrenschnitt steht eine taillierte Damenausführung zur Verfügung. Für Bauunternehmen bedeutet das eine deutliche Vereinfachung in der Beschaffung von Arbeitskleidung. Teams können einheitlich ausgestattet werden, während gleichzeitig unterschiedliche Körperformen berücksichtigt werden.
Gerade in größeren Betrieben oder bei zentralisierten Beschaffungsprozessen entstehen durch getrennte Artikelnummern häufig zusätzliche Lagerbestände oder Mindestmengen in der Produktion. Werden Varianten gebündelt, lassen sich Bestellprozesse übersichtlicher gestalten und Produktionsmengen besser steuern.
Damit adressiert das Konzept nicht nur die Anforderungen an moderne Workwear, sondern auch strukturelle Herausforderungen in der Lieferkette.
Effizienz in Produktion und Lagerhaltung
Für Bauunternehmen spielt neben der Funktionalität auch die Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle. Wenn Damen- und Herrenmodelle getrennt geführt werden, entstehen in der Praxis häufig Überhänge in bestimmten Größen oder Varianten. Gleichzeitig müssen Unternehmen mehrere Artikelnummern verwalten.
Die Bündelung verschiedener Passformen reduziert diese Komplexität. Einkauf und Lagerhaltung werden vereinfacht, während Hersteller flexibler produzieren können. In der Folge lassen sich auch Materialüberschüsse und textile Reststoffe reduzieren.
Im Arbeitsalltag auf der Baustelle zeigt sich ein weiterer Vorteil. Gemischte Teams können einheitlich ausgestattet werden, ohne bei der Passform Kompromisse eingehen zu müssen. Die Arbeitskleidung bleibt funktional identisch, während der Schnitt an unterschiedliche Körperformen angepasst ist.
Nachhaltige Materialien als Bestandteil moderner Workwear
Neben der strukturellen Produktlogik setzt das Trofta-Konzept stark auf nachhaltige Materiallösungen. Das Warnschutz-Funktions-T-Shirt besteht vollständig aus recyceltem Polyester. Das Gewebe ist leicht, atmungsaktiv und auf warme Arbeitstage ausgelegt.
Für die notwendige Sichtbarkeit sorgen dehnbare reflektierende Transfers, die Bewegungsfreiheit im Arbeitsalltag ermöglichen. Gerade auf Baustellen, im Straßenbau oder bei Infrastrukturprojekten ist zertifizierter Warnschutz ein zentraler Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung.
Die nachhaltige Materialstrategie ist Teil einer umfassenderen Initiative des Herstellers. Im Rahmen der Initiative „React“ werden Produkte der Trofta-Serie schrittweise mit Umweltproduktdeklarationen versehen. Diese sogenannten EPDs sollen die Umweltbilanz der jeweiligen Arbeitskleidung transparent machen und damit eine fundierte Bewertung im Sinne nachhaltiger Beschaffung ermöglichen.
Erweiterung des Workwear-Systems für unterschiedliche Einsatzbereiche
Parallel zum Warnschutzsegment entwickelt Fristads auch modulare Workwear-Systeme weiter. Ein Beispiel ist die Erweiterung der Flex-Linie innerhalb des Tyresta-Konzepts.
Neben klassischen Bundhosen gehören inzwischen auch Handwerker-Shorts zum Sortiment. Die Modelle sind für den sommerlichen Baustelleneinsatz konzipiert und bestehen aus robustem Vier-Wege-Stretchmaterial, das überwiegend aus recycelten Textilabfällen hergestellt wird.
Charakteristisch für dieses Workwear-System ist seine Modularität. Werkzeugtaschen können separat gewählt und über Magnetknöpfe befestigt werden. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe bedeutet das eine flexible Anpassung der Arbeitskleidung an unterschiedliche Tätigkeiten auf der Baustelle.
So lassen sich beispielsweise Montagetätigkeiten, Ausbauarbeiten oder Installationsarbeiten mit jeweils angepasster Ausstattung durchführen, ohne mehrere unterschiedliche Hosenmodelle bevorraten zu müssen.
Arbeitskleidung als strategischer Bestandteil der Baustellenorganisation
Die Entwicklungen zeigen, dass Arbeitskleidung im Baugewerbe zunehmend als Teil der betrieblichen Organisation verstanden wird. Neben Schutzfunktion und Komfort rücken Fragen der Nachhaltigkeit, der Beschaffungslogistik und der Anpassungsfähigkeit stärker in den Fokus.
Mit dem Trofta-Konzept verfolgt Fristads einen Ansatz, der diese Aspekte miteinander verbindet. Moderne Workwear soll nicht nur schützen und passen, sondern auch Produktionsprozesse effizienter gestalten und Unternehmen bei der Ausstattung ihrer Teams unterstützen.
Für Bauunternehmen bedeutet das vor allem eines: Arbeitskleidung entwickelt sich vom reinen Ausrüstungsgegenstand zu einem strategischen Bestandteil der Baustellenorganisation – mit direkten Auswirkungen auf Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im täglichen Bauablauf.













