FORUM HOLZBAU
4. Süddeutscher Holzbau Kongress (SHK)
Vor einem Jahr kreisten die Gespräche der SHK-Teilnehmenden vor allem um die Erwartungen an das „Sondervermögen Infrastruktur Bund/Länder/Kommunen“, an „künstliche Intelligenz“ (KI) in der Bauwirtschaft und den „Bauturbo“ als Hilfestellung des Bundes, um aus der anhaltenden Baukrise herauszukommen. In diesem Jahr dürften es vor allem die Folgen der wirtschaftlichen Verwerfungen auf den Holzbau sein, die eine unkalkulierbare US-Politik, ein andauernder Krieg im Osten Europas und ein neuer Golf-Krieg, Abschottungen von Märkten und verschärfte Verteilungskämpfe um die Ressourcen der Welt ausgelöst haben. Die Beendigung der bayerischen Holzbauförderung (BayFHolz) zum Jahresende 2026 kann man negativ werten, aber auch positiv sehen: Braucht Holzbau noch staatliche Förderung? Auf jeden Fall ist das Förderende ein Thema, um das es beim 4. Süddeutschen Holzbau Kongress (SHK) von FORUM HOLZBAU am 1. und 2. Juli 2026 in der Fellbacher Schwabenlandhalle auch gehen wird.
Zum SHK-Auftakt am 1. Juli wird Prof Dr. Hanspeter Gondring von der Stuttgarter ADI-Akademie auf die Immobilienkonjunktur und die Perspektiven für 2030 eingehen. Anschließend wird Roland Sitzberger von Porsche Consulting neue Geschäftsmodelle in der Bau- und Immobilienwirtschaft vorstellen.
Angesichts der aktuell schwer vorhersehbaren weiteren Entwicklung des Holzbaus hat sich FORUM HOLZBAU dazu entschlossen, den in den letzten Jahren bewährten Mix an Themen fortzuführen.
Im weiteren Verlauf des ersten Kongresstages folgen am Vormittag im Strang A Themen, wie sich Geschossbauten wirtschaftlich herstellen lassen: durch serielle Bauteile mit Typengenehmigung, durch Skalierung und einfache(re)s Bauen. Im Nachmittagsblock geht es im Themenstrang A um Zimmermannsverbindungen und um Holzgeschossbau in Kombination mit Stroh und Lehm.
Im Strang B werden zunächst die Vorzüge dreier unterschiedlicher Holzdeckensysteme präsentiert. Anschließend werden die Verwendungsmöglichkeiten von Gebrauchtholz und die dabei mögliche Wertschöpfung beleuchtet. Im gemeinsamen Abschlussblock am späten Nachmittag werden bis zum Abendessen vier Vorzeigeprojekte aus Süddeutschland vorgestellt.
Am 2. Kongresstag (2. Juli) sind die Holzbau-Themen bereits ab dem Beginn um 9 Uhr bis zur späten Mittagspause auf zwei parallele Stränge A und B verteilt. In den A-Blöcken werden Projekte der Nachverdichtung und Transformation von Quartieren vorgestellt, außerdem Aufstockungsprojekte unter Verwendung gebrauchter Bauteile.
In den beiden B-Blöcken geht es um die Muster-Holzbaurichtlinie und den Wärme- bzw. Schallschutz im modernen Holzbau. Der SHK-Abschlussblock am Nachmittag steht im Zeichen des Modulbaus. In vier Vorträgen werden herausragende Projekte des seriellen und kreislauffähigen Bauens mit flächigen Elementen und Raumzellen präsentiert.
In der kongressbegleitenden Fachausstellung haben 45 Firmen einen Standplatz gebucht. FORUM HOLZBAU rechnet mit etwa 400 Teilnehmenden.









