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Artikel und Hintergründe zum Thema

Holzbauprojekte

Jessica Stütz,

Deutscher Holzbaupreis 2025 und Hochschulpreis Holzbau 2025

Studierendenwohnheim "Collegium Academicum" in Heidelberg © Thilo Ross Urh. Nr. 4026999, Quelle: DGJ Architektur GmbH

Vier Holzbauprojekte wurden in diesem Jahr mit dem Deutschen Holzbaupreis ausgezeichnet: das Studierendenwohnheim "Collegium Academicum" in Heidelberg, das Mikroapartementhaus "Cube 68" in Dinkelsbühl, der Gemeindesaal in Legau und die Kultur- und Sporthalle in Alfter. Geehrt wurden gleichermaßen Bauherren, Architekten, Tragwerksplaner und Holzbaubetriebe der ausgezeichneten Beiträge. Das Verfahren für metallfreie punktgestützte Flachdecken aus Holz, Gradient Density, wurde mit einem Sonderpreis gewürdigt.

Gemeindesaal in Legau © David Matthiessen

Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen wurde der Deutsche Holzbaupreis 2025 am 27. Mai 2025 verliehen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Weltleitmesse für die internationale holzbe- und -verarbeitende Industrie, LIGNA, in Hannover statt.

Mikroapartmenthaus "Cube 68" in Dinkelsbühl © Brigida González

Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, hob in ihrem Grußwort die vielen Vorteile des Holzbaus hervor: „Holz ist nicht nur nachwachsend – es ist nachdrücklich. Es steht für klimagerechtes Bauen, für regionale Wertschöpfung und für eine Architektur, die nicht nur in die Höhe wächst, sondern auch ins Herz. Diese Vorteile wollen wir verstärkt nutzen und z. B. mit der Holzbauinitiative stärken. Der Deutsche Holzbaupreis würdigt Projekte aus der Praxis und zeigt, wie Holz beim Neubau und der Sanierung eingesetzt wird. Die Auszeichnung ist für die Bauherren, Architekten, Tragwerksplaner und Holzbaubetriebe gedacht, die zeigen, dass moderne Architektur und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.“

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206 Projekteinreichungen

Kultur- und Sporthalle in Alfter © Margot Gottschling

Mit 206 Projekten konnte der Deutsche Holzbaupreis in diesem Jahr die Zahl der Einreichungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Die 15-köpfige Fachjury unter Leitung von Prof. Dipl.-Ing. Arch. Jörg Wollenweber stellte sich der schwierigen Aufgabe, aus der Vielzahl von hervorragenden Einreichungen diejenigen auszuwählen, die mit einem Preis oder einer Anerkennung gewürdigt wurden. Am Ende zeichneten sie fünf Einreichungen mit dem Deutschen Holzbaupreis aus und sprachen vier weiteren Anerkennungen zu.

Sonderpreis: Gradient Density © Chris Donghwi Kang & Otto Lindstam

Die Vielfalt der eingereichten Projekte – von kommunalem Bauen über Kulturbauten bis hin zu Industrie-, Gewerbe- und privaten Bauvorhaben – verdeutlicht den herausragenden Stellenwert, den der Holzbau heute einnimmt. Sie zeigen, dass mit Holz heute nicht nur höher und urbaner gebaut wird als früher, sondern auch intelligenter – denn ein effizienter, ressourcenschonender Materialeinsatz gewinnt bei Bauprojekten zunehmend an Bedeutung.

Hochschulpreis Holzbau 2025 verliehen

Alle zwei Jahre sind Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens eingeladen, im Rahmen des Hochschulpreises Holzbau ihre neuen Ideen für die Verwendung von Holz- und Holzwerkstoffen im Holzbau zu präsentieren. In diesem Jahr wurde der Hochschulpreis Holzbau bereits zum 6. Mal vergeben. Vier Projekte wurden mit Preisen und vier mit Anerkennungen gewürdigt.

1. Preis: Børsen Hjemsted for Dansk Håndværk © Technische Universität Darmstadt

Den 1. Preis erhielt das Projekt Børsen Hjemsted for Dansk Håndværk der Technischen Universität Darmstadt, bei dem ein neues Holzgebäude auf der Brandruine der Alten Börse in Kopenhagen geplant ist, das neue Nutzungsmöglichkeiten erschließt. Die Jury hat für diese herausragende Auseinandersetzung mit dem konstruktiven Holzbau den ersten Preis vergeben und ihn mit einem Preisgeld von 2500 Euro dotiert.

2. Preis: Laube am Feld © Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Das Projekt Laube am Feld des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wurde für seine Idee eines Gebäudes für genossenschaftliches Wohnen, das durch den Holzbau eine nachhaltige Übersetzung findet, gewürdigt. Die Jury zeichnete die Arbeit mit dem zweiten Preis aus und vergab ein Preisgeld von 1500 Euro.

3. Preis: In Transit – Transformation Hauptbahnhof Braunschweig © Technische Universität Braunschweig (TUBS)

Ferner wurden zwei 3. Preise mit je 500 Euro Preisgeld vergeben: Zum einen an das Projekt In Transit der Technischen Universität Braunschweig (TUBS), das die Transformation und Erweiterung des denkmalgeschützten Gebäudes des Hauptbahnhofs Braunschweig zum Ziel hat. Zum anderen an das Projekt Flexisbad der Universität Stuttgart, das die Potenziale für die Transformation eines historischen Badgebäudes in eine wandelbare Gebäudestruktur aus Holz auslotet.

3. Preis: Flexisbad © Universität Stuttgart

Die Auslobung des Hochschulpreises Holzbau motivierte Vertreter aus 33 Hochschulen und 47 Lehrstühlen sich mit erstmals insgesamt 80 Projekten um den Hochschulpreis Holzbau zu bewerben. Die Einreichungen wurden von der zehnköpfigen Jury unter Leitung von Prof. Dipl.-Ing. Diana Reichle von der Fachhochschule Dortmund, gesichtet und begutachtet. Die Jurysitzung fand im historischen Bauhausgebäude in Dessau statt.

Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen verliehen die Holzbau Deutschland Leistungspartner am 27. Mai 2025 den Hochschulpreis Holzbau 2025. Die Preisverleihung fand im Rahmen der LIGNA, der internationalen Fachmesse für die internationale holzbe- und -verarbeitende Industrie, statt.

Der Hochschulpreis Holzbau 2025 wird von den Holzbau Deutschland Leistungspartnern ausgelobt. Die Holzbau Deutschland Leistungspartner sind ein Zusammenschluss führender Hersteller von Baustoffen, Bauelementen und Baumaschinen mit Holzbau Deutschland und seinen Landesverbänden.
Im Jahr 2015 wurde der Hochschulpreis Holzbau erstmals ausgelobt und anschließend alle zwei Jahre vergeben. Er sensibilisiert für den Baustoff Holz und gibt den Studierenden Impulse für das Entwerfen, Konstruieren und Bauen mit Holz. Vorrangiges Ziel des Preises ist es, die Verwendung und Weiterentwicklung des ressourcenschonenden, umweltfreundlichen und nachhaltigen Baustoffes auch in Wissenschaft und Lehre zu fördern.

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