Messe
Nachhaltige Produktivitätssteigerung in der Bauwirtschaft
Die Bauwirtschaft steht vor der Aufgabe, Planungs- und Bauprozesse zu beschleunigen und die Gesamteffizienz der Projektabwicklung deutlich zu erhöhen.
Auf der digitalBau2026 in Köln, die vom 24. bis 26. März 2026 stattfindet, präsentieren internationale Aussteller Technologien und Entwicklungen, die eine umfassende Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen sollen. Die Optimierung von Bauprozessen durch digitale Werkzeuge – ein zentrales Thema der Messe – wird damit zu einem maßgeblichen Ansatz, um eine nachhaltige Produktivitätssteigerung in der Bauwirtschaft zu erzielen.
Die Digitalisierung von Bauprozessen umfasst die strukturierte Anwendung digitaler Technologien und Methoden für Planung, Ausführung, Steuerung und Bewirtschaftung von Bauvorhaben. Dabei steht im Vordergrund, Informationen durchgängig bereitzustellen, Abläufe systematisch zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren effizienter zu gestalten.
BIM, serielles Bauen und Vorfertigung als zentrale Wachstumsmotoren
Aktuelle Marktanalysen verdeutlichen die Dynamik des digitalen Wandels: Die BIM-Methode erreichte 2024 weltweit ein Marktvolumen von bis zu 8,6 Mrd. US-Dollar. Für den deutschen Markt wird bis 2027 ein Wachstum von bis zu 13 Prozent erwartet, basierend auf einem Volumen von rund 590 Mio. US-Dollar im Jahr 2024.
Parallel dazu gewinnt das serielle Bauen an Bedeutung. Der globale Markt für modulares und serielles Bauen wurde 2024 auf mehr als 104 Mrd. US-Dollar geschätzt, mit einem prognostizierten jährlichen Wachstum von bis zu 8 Prozent bis 2030. In Deutschland beläuft sich das Marktvolumen aktuell auf rund 10 Mrd. US-Dollar, und auch hier wird ein jährliches Wachstum von 7 Prozent in den kommenden vier Jahren erwartet. Die politische Relevanz des Themas unterstreicht die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Verena Hubertz, die sich klar positionierte: „für mehr serielles Bauen, die Nutzung von 3D-Druck und für die Verwendung von Holz – auch im Hochhausbau“.
Innovationen für durchgängig digitale Prozesse
Die Prozessoptimierung umfasst sämtliche Schritte vom Entwurf über Genehmigungen bis zur Ausführung. Ein besonders perspektivreicher Bereich ist die digitale Baugenehmigung. Bis März 2025 wurden bundesweit bereits 18.500 digitale Anträge über den EfA-Onlinedienst eingereicht. Bayern verzeichnete bis Ende 2024 monatlich rund 2.500 digitale Bauanträge, während in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen mehr als 7.600 Anträge digital bearbeitet wurden (Stand: Januar 2025). Die digitale Baugenehmigung hat sich somit als Erfolgsmodell etabliert: Dreizehn Bundesländer setzen EfA bereits ein, und der Dienst wird schrittweise um KI-gestützte Automatisierungen, BIM-basierte Genehmigungsprozesse und digitale Assistenzsysteme erweitert.
Auf der digitalBau2026 werden diese Entwicklungen umfassend dargestellt. Die Messe zeigt digitale Lösungen für Projekt- und Datenmanagement, automatisierte Arbeits- und Genehmigungsprozesse sowie Systeme für Baustellenorganisation, Maschinensteuerung und Qualitätsmanagement.
Zahlreiche Aussteller demonstrieren, wie digitale Werkzeuge transparente und effiziente Abläufe ermöglichen und wie KI-basierte Entscheidungsprozesse das Arbeiten in nahezu Echtzeit unterstützen. Die präsentierten Anwendungen verdeutlichen, dass die Digitalisierung längst ein integraler Bestandteil moderner Baupraxis ist und die Transformation hin zu vernetzten, kollaborativen Bauprozessen weiter vorantreibt.
digitalBau2026: „Deep Dive“ mit umfangreichem Rahmenprogramm
Neben Produktneuheiten und Dienstleistungen entlang des gesamten Planungs- und Bauprozesses bietet die digitalBau2026 ein umfangreiches Rahmenprogramm. Auf vier Bühnen – Main Stage, Exhibitor Stage, Neo Stage und Start-up Stage – erwarten die Besucherinnen und Besucher Fachvorträge, Diskussionen und thematische Schwerpunkte aus Forschung, Praxis, Industrie und Verwaltung. Die Beiträge beleuchten aktuelle Entwicklungen, zeigen Best Practices auf und bieten einen vertieften Einblick in digitale Innovationen.
Damit wird die digitalBau2026 erneut zu einem der zentralen Treffpunkte für alle, die die Digitalisierung und die nachhaltige Produktivitätssteigerung in der Bauwirtschaft aktiv gestalten und die Weiterentwicklung moderner Bauprozesse vorantreiben möchten.









